Re: Wollen Frauen den neuen Mann?
Als Antwort auf: Re: Wollen Frauen den neuen Mann? von Ferdi am 20. März 2004 11:15:53:
Allerdings - und hier scheint mir der gravierende Unterschied zwischen dem Menschen und den anderen Säugetieren zu liegen - bei den Tieren wird nicht angegeben. Beim Menschen ist das leider so. Hier werden Äusserlichkeiten, Statussymbolen, total überhöhte Bedeutungen beigemessen. Und solche Statussymbole sind für den männlichen Menschen der Beruf, die Karriere, das Auto, die Sauffestigkeit (als Bewertungssymbol für die Mit-Männer), die grosse Klappe und der Sport (aktiv oder passiv, ist egal). Wenn man das alles nicht mag, ist man schnell "unmännlich", jedem Biologiebuch zum Trotz. Ein Mann, der mit seiner Frau die häuslichen Aufgaben gemeinsam angeht, der Wäsche wäscht, die Kinder versorgt und auf sie aufpasst oder die Wohnung in Schuss hält, der wird demnach als "unmännlich" bezeichnet.
Bei den Tieren wird sehr wohl "angegeben". Denke nur an das Balzverhalten, mit dem Männchen um Weibchen buhlen. Dabei werden Verhaltensweisen gezeigt, die, wenn man genau nachdenkt, eigentlich nichts mit "besseren Genen" oder mit besseren Überlebenstechniken zu tun haben (Pfauenrad, größter Kropf bei Vögeln, lautester Ruf bei Fröschen....). Ebenso wie ein Opel Manta nicht wirklich etwas über gute Gene aussagt.
Komisch, dass man das Gegenstück so selten hört: "unweiblich". Nach der windschiefen Frauenlogik müsste Berufsausübung in jeder Form, besonders Soldatin, LKW-Fahrerin, Unternehmerin, Politikerin und vieles andere als "unweiblich" bezeichnet werden. Aber wenn man solch eine Ansicht vertritt, dann ist man ja sofort wieder "frauenfeindlich".
Man hört selben davon. In der Vergangenheit war dies aber häufiger. Der Wildfang, war ein Mädchen, daß sich meist zu Jungen hielt und Fußball spielte. Ein Mädchen, daß sich nur in weite Hosen und Schlabberpullis kleidet, wird sicherlich bald darauf hingewiesen, sich doch etwas weiblicher zu geben.
Allerdings ist es Frauen "gelungen", männliche Verhaltenseigenschaften zu übernehmen, ohne gleich als unweiblich kritisiert zu werden (der Anfang war aber auch nicht leicht). Das dies mit der Zeit gelang, liegt aber zu einem sehr großen Teil an der Männerwelt, die dieses Verhalten doch erstaunlich gut tolerierte und sogar förderte. Im umgekehrten Maße - und davon spricht das Ursprungsposting - ist diese Toleranz leider nicht gegeben und viele Männer stolpern darüber.
Auch hier im Forum wurde ja schon oft darüber geschrieben, daß die Scheidungsrate bei Hausmännern überdurchschnittlich hoch ist. Dies alles verhindert, daß Männer "weibliche" Eigenschaften für sich erobern können, was ihnen sicher gut täte.
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Odin,
20.03.2004, 02:39
- Re: Wollen Frauen den neuen Mann? -
Ferdi,
20.03.2004, 13:15
- Re: Wollen Frauen den neuen Mann? -
Odin,
20.03.2004, 15:56
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Ferdi,
20.03.2004, 21:18
- Re: Wollen Frauen den neuen Mann? - Garfield, 22.03.2004, 15:50
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Ferdi,
20.03.2004, 21:18
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Odin,
20.03.2004, 15:56
- Re: Wollen Frauen den neuen Mann? - Peter, 20.03.2004, 18:01
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Ferdi,
20.03.2004, 13:15