Fragen, die immer offen bleiben.
Vor etwa einer Woche oder so endete die Diskussion mit Bijou an folgender Stelle:
Biojou schrieb:
Ja, ich sehe es durchaus, dass es Frauen gibt, die ihre Männer ausnutzen, die ganz bewusst die Rechtslage, die unfair ist, benutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Da sind wir absolut einer Meinung. Das aber _allen_ Frauen vorzuwerfen, ist nicht richtig.
Ich schrieb:
Es freut mich, daß wir da einer Meinung sind. Allerdings ging es mir nicht nur um die Rechtslage, sondern auch um den Umgang miteinander. Ich habe geschrieben, daß sich Frauen einen Sport daraus machen, ihre Männer zu manipulieren. D.h. sie haben zwei Gesichter: eins für ihren Mann und eins für ihre beste Freundin. Alle Frauen? Wer weiß?
Wir wollen also differenzieren. Aber wie? Das ist meine Frage an dich. Einem Mann steht ins Gesicht geschrieben, was er gerade denkt. Einer Frau nicht. Ein Mann redet vor seinen Kumpels nicht anders über seine Frau als in ihrer Anwesenheit. Frauen grundsätzlich schon. Woher bitteschön, soll ein Mann bei einer Frau merken, mit wem er es zu tun hat? Und woran merkt es eine Frau bei einer Frau?
Heute schreibe ich:
Ich glaube, ich habe an diesem Punkt in keinem Forum jemals eine Antwort erhalten. Frauen führen die Diskussion an dieser Stelle einfach nicht fort. Sehe ich das richtig? Und wenn ja - wie kommt das?
(Der ganze Text war hier: index.php?id=23413)
Re: Fragen, die immer offen bleiben.
Als Antwort auf: Fragen, die immer offen bleiben. von Texaco am 27. Januar 2004 09:06:49:
Vor etwa einer Woche oder so endete die Diskussion mit Bijou an folgender Stelle:
Ich kenne sehr wohl Männer, vor allem junge, die vor anderen Männern anders reden als vor ihrer Freundin. Vor allem, wenn sie ihre Freundin mit einer anderen Frau betrogen haben. Dann kommt es oft zu Prahlereien. Dass sich so etwas verbreitet und die Freundin das irgendwie bald dann auch hört, scheint diesen Männern nicht klar zu sein.
Oder die Männer, die damit prahlen, irgendeine Frau "herumgekriegt" zu haben. Die würden das so zu der Frau, mit der sie ins Bett gegangen sind, auch nicht sagen.
Oder die Männer, die eventuell an eine Frau nicht herangekommen sind und sich dadurch rächen, dass sie sie hinter ihrem Rücken als absolute Schlampe bezeichnen.
Das alles sind reale Beispiele,frisch aus dem Leben gegriffen!
Warum Menschen vor ihrem Partner oder ihrer Partnerin anders reden als vor ihren Kumpels? Das kann unterschiedliche Gründe haben: Beispielsweise dass man mit einer Sache prahlen will, mit der man sonst den Partner verletzen würde, oder dass man zu dem Partner nett sein will, aber bestimmte Dinge ihm dann eben nicht sagen kann, sondern diese nur mit jemand anderem besprechen kann, und auch, dass bestimmte Dinge nur mit Menschen gleichen Geschlechts wirklich besprochen werden können In einer reinen "Männerrunde" herrscht überigens sprachlich sehr wohl ein anderes Klima als in einer gemischten!
Es grüsst in vielen Sprachstilen und Registern
das Emmalein
Re: Fragen, die immer offen bleiben.
Als Antwort auf: Re: Fragen, die immer offen bleiben. von Emmalein am 27. Januar 2004 16:33:45:
Oder die Männer, die eventuell an eine Frau nicht herangekommen sind und sich dadurch rächen, dass sie sie hinter ihrem Rücken als absolute Schlampe bezeichnen.
Das mag sicher stimmen, ist jedoch bei weitem kein Privileg von Männern! Bei weitem nicht! Denn wenn man als Mann die ungeheuerliche Frechheit besitzt, tatsächlich ein erotisches Angebot von einer Frau abzulehnen, dann kann man mitunter gar nicht so schnell geradeaus schauen, wie über einen die Sage geht, man wäre schwul, man wäre impotent, man hätte Pickel auf dem Geschlechtsorgan ... und ähnliche Nettigkeiten. Ich weiß, wovon ich spreche! Aufgrund von Vorkommnissen dieser Art habe ich für mich beschlossen, bis zur nächsten Eiszeit um das andere Geschlecht einen Bogen zu machen wie um einen lecken Atomreaktor.
Christoph
Re: Fragen, die immer offen bleiben.
Als Antwort auf: Re: Fragen, die immer offen bleiben. von Christoph am 27. Januar 2004 17:52:41:
Hi,
wenn ich so mit Männern umgehen würde wie du mit Frauen müsste ich ins Kloster gehen und ewig den Männern abschwören. Und viele Frauen, die ich kenne, müssten das ebenfalls tun
Es grüsst
das Emmalein
Apropos Fragen, die immer offen bleiben
Als Antwort auf: Re: Fragen, die immer offen bleiben. von Emmalein am 27. Januar 2004 16:33:45:
Hallo Emmalein,
eine Frage an Dich, die auch offen geblieben ist, obgleich ich sie nun schon mehrfach wiederholt habe, lautet:
Woher kam Deine Behauptung
Aber man darf eine Sache nicht vergessen: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt für sich, ein Drittel nicht einmal für ihre Kinder.
Ich führte damals dazu aus:
Wer öfter mal von Scheidungen etwas mitbekommt wird sich über diese Statistik wundern. Deswegen muss die Frage erlaubt sein, woher du sie hast. Und auf welche Grundmenge beziehen sich die 2/3 bzw. 1/3? Du sprichst nämlich von den Frauen, was sehr vage ist, bzw, wenn wörtlich genommen, nicht gerade für die Frauen spricht: 1/3 aller Frauen will Unterhalt? Singles, Reiche, Berufstätige, Verheiratete? Das wäre dann sicherlich das 10-fache derjenigen, denen Unterhalt zusteht.
Aber in dem Zusammenhang, in den Du den Satz gestellt hast, würde als Grundmenge nur die Menge der Frauen, die geschieden wurden und anspruchsberechtigt sind einen Sinn machen.
Das ist schwer zu glauben. Zwei Drittel aller Geschiedenen die Unterhalt bekommen könnten verzichten darauf freiwillig und bewusst?
Wer artig seinen Hoffmann* gelesen hat, sollte zumindest eines gelernt haben: Das Feministinnen sehr, sehr oft Schindluder mit Statistiken treiben. Eine sehr beliebte Form solchen Schindluders ist die falsche Wahl der Grundmenge. Deshalb vermute ich, dass dies auch bei dieser Zahl so sein wird. Es könnte zum Beispiel sein, dass nur ein Drittel aller geschiedenen Frauen Scheidungsunterhalt fordert. Das dürfte dann aber auch grob die Menge der Frauen sein, die sich eine Chance auf Unterhalt ausrechnen.
Daher: führe die Statistik doch bitte etwas genauer aus.
Gruß, Daddeldu
*Hoffmann, Arne: Sind Frauen bessere Menschen?
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Re: Fragen, die immer offen bleiben.
Als Antwort auf: Re: Fragen, die immer offen bleiben. von Emmalein am 27. Januar 2004 22:38:09:
Hi,
wenn ich so mit Männern umgehen würde wie du mit Frauen müsste ich ins Kloster gehen und ewig den Männern abschwören. Und viele Frauen, die ich kenne, müssten das ebenfalls tun
Es grüsst
das Emmalein
Bitte, das kannst du gern tun, und deine weiblichen Bekannten auch. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Es ist jetzt sechs Jahre her, daß ich für mich beschlossen habe, dem "großen Satan Weib" ein für alle mal abzuschwören. Ich habe in dieser Zeit Frauen gegenüber nicht den allerleisesten Annäherungsversuch gestartet und meine Kontakte zu Frauen auf ein alltägliches Maß unvermeidlicher sozialer Situationen beschränkt. Und ich muß sagen, dieser Totalzölibat ist das Beste, was mir nur passieren konnte. Ich bin jetzt psychisch sehr viel ausgeglichener als früher. Und mein sozialer Status hat sich seitdem auch erhöht. Nicht, daß er vorher schlecht gewesen wäre, das nicht. Ich war jedoch halt ein Durchschnittstyp. Seitdem ich jedoch die Frauen alle geistig in die Wüste geschickt und praktisch schon vergessen habe, daß es das andere Geschlecht überhaupt gibt, habe ich sehr viel Zeit, mich meinem Haupthobby zu widmen. In meiner Freizeit betreibe ich nämlich anhand von Fachbüchern zu allen möglichen Themen Selbststudien. Und seit einigen Jahren ist es daher so, daß ich in meinem Bekanntenkreis einen Ruf als Intelligenzbestie habe (ob das nun wirklich der Realität entspricht, weiß ich nicht, man sieht es jedoch so), da ich zu sehr vielen Wissensgebieten eine Fachantwort geben kann. Ich habe mich diesbezüglich schon so bequem eingerichtet, daß da Frauen nur noch ein sehr, sehr lästiger Störfaktor wären. So fällt es mir inzwischen auch überhaupt nicht schwer, auf eindeutige Angebote von Frauen (das kam in den letzten paar Jahren dreimal vor, daß ein Weib die Unverschämtheit besaß, zu denken, ich würde mich für eine schnelle Nummer hergeben) sehr souverän "Nein, danke" sagen zu können.
Ich habe das Ganze deshalb ein wenig ausführlicher geschildert, um eventuell bei dir entstandene Mißverständnisse auszuräumen.
Christoph