Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: "Gleichberechtigung" im Bibliothekswesen

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 23:00 (vor 8047 Tagen) @ Deluxe

Als Antwort auf: "Gleichberechtigung" im Bibliothekswesen von Deluxe am 25. Januar 2004 20:24:13:

Ich freue mich sehr, auf dieses Forum hingewiesen worden zu sein. Denn auch ich habe das Gefühl, ein Opfer der verordneten weiblichen Gleichberechtigung zu sein.
Mein Beispiel: wenn ich im Sommer mit meinem Studium fertig bin, habe ich einen Abschluß als Diplom-Informationsmanager. Zu Deutsch: Diplombibliothekar. (Wehe, es lacht einer! *G*)
In diesem Beruf arbeiten heute ca. 90% Frauen. Trotzdem steht unter fast jeder (der furchtbar seltenen) Stellenanzeigen der Satz: Bei gleicher Qualifikation werden Frauen und Schwerbehinderte bevorzugt eingestellt.
Was soll das? Ich fühle mich dadurch klar benachteiligt.
(Ganz nebenbei werden hier Frauen und Schwerbehinderte auf eine Stufe gestellt. DAS allerdings ist der feministischen Fraktion noch nicht aufgefallen, scheinbar.)
Was meint Ihr dazu?

Erstmal willkommen im Forum!

Nun, ich denke, Unterdrückung liegt nach Gleichstellungs-Logik nur dann vor, wenn Frauen in der Minderzahl sind. Umgekehrt gilt das nicht. Nach der "Gleichstellungs"-Logik ist ein unterdrückter Mann sozusagen ein Paradoxon.

Fragt sich nur, warum trotz der 90% Frauen es zu solchen Stellenanzeigen kommt. Ich vermute, daß in der entsprechenden Institution, die diese anzeige schaltete, insgesamt <40% Frauen arbeiten. Da diese frauen dann als "unterdrückt" gelten, greift die Quotenregelung, bis die 40% erfüllt sind.

Genaueres kann ich auch nicht sagen, aber ich suche Dir noch einen Link mit Gesetzesregelungen in ähnlichen Bereichen, der hilft, die "Logik" zu verstehen.

Gruß


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