Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Warum ihr falsch liegt

Horst, Wednesday, 14.01.2004, 18:30 (vor 8059 Tagen)

Vorab, meine Frau hat mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht, ich hätte ja nie hier reingeschaut...aus dem einfachen Grund, weil ich mich NICHT benachteiligt fühle.

Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle. Von Beruf Geologe (Energiefachmann), verheiratet, ein Kind. Hobbies: Reisen, Fotografieren, Kochen (gerne asiatisch).
Die hier vielfach aufgestellte Annahme, Gleichberechtigung müsse immer durch die Staatsgewalt hergestellt werden, ist IMO falsch. Es ist durchaus ein Gleichgewicht möglich, sofern mann nur will. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, schliesslich ist meine Frau eine Feministin und bekennende Domna. Die meisten von euch werden jetzt entrüstet die Nase rümpfen. Ich möchte euch aber kurz erklären, warum ich mich in dieser Beziehung wohlfühle.

Meistens ist es ja so, dass der Mann müde von der Arbeit nach Hause kommt und seine Pflicht hiermit als erledigt ansieht. Bei uns wird die Haus- arbeit gemeinsam erledigt. Wir putzen z.B. gemeinsam, kochen abwechselnd usw. Gleichberechtiung muss gelebt und nicht festgeschrieben werden!
Der Rollentausch ist dabei eine vorzügliche Möglichkeit, die Beziehung gleichberechtigt zu leben. Ich wundere mich immer wieder, wie sich Menschen gegenseitig das Leben schwermachen, weil sie DAS (=den Rollentausch) nicht können (wollen).

Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf die Behauptung, Männer seien heutzutage benachteiligt. Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen. Es mag zwar einzelne Bereiche geben, in denen der Gesetzgeber quasi kompensatorisch tätig geworden ist, das aber nur, weil die de-facto-Benachteiligung der Frau aus der Gesellschaft mit gutem Zureden einfach nicht wegzubekommen ist. Im Erwerbsleben spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle, was sicher nicht auf manglende Fähigkeiten zurückzuführen ist, sondern systemimmanent ist.
Frauen werden praktisch nur geduldet, wobei ihr Verhalten von Männern stets argwöhnisch beobachtet wird. Verhält sie sich im Sinne der Männer, hat sie etwas Freiheit, ansonsten gute Nacht mit Aufstiegs-
möglichkeiten. Frauen werden praktisch als Autorität gar nicht respektiert, und zwar von beiden Geschlechtern. Männliche Geilheit dagegen darf (fast) alles. Wagt es eine Frau, dagegen aufzubegehren, wird sie als Mannweib oder pervers oder spinnert beschimpft.
Zusammenfassend muss ein Umdenken stattfinden (=Revolution im Kopf) damit sich nachhaltig etwas ändert. Eine Bewusstseinsänderung ist dringend erforderlich, das gilt auch für das (patriarchale) Geldsystem.

Ich hoffe, euch damit nicht zu sehr vor den Kopf gestossen zu haben und verbleibe

mit skeptischen
Grüssen
Horst

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Monika, Wednesday, 14.01.2004, 18:44 (vor 8059 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hallo Horst!

Freut mich, das du nicht zu den zahlreichen Opfern gehörst.
Wenn es dich tatsächlich interessieren sollte, dann schau dich einfach einmal hier um.

Gründe warum du falsch liegst

Du wirst vermutlich ein paar Wochen Zeit investieren müssen.
Viel Spaß.

wissender Gruß
Monika

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Xenia, Wednesday, 14.01.2004, 22:35 (vor 8058 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Monika am 14. Januar 2004 16:44:34:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....

Xenia

Du musst frustriert sein, Xenia

Der Bachelor, Wednesday, 14.01.2004, 22:44 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 14. Januar 2004 20:35:16:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

hast du zuviele Hausaufgaben?

Der Bachelor

:shock: ein Frauenversteher?

Xenia, Wednesday, 14.01.2004, 23:11 (vor 8058 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Du musst frustriert sein, Xenia von Der Bachelor am 14. Januar 2004 20:44:23:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

hast du zuviele Hausaufgaben?

Nein - hast du zuwenig Hirn? :D

Xenia

eine lupenreine Feministin!

Der Bachelor, Wednesday, 14.01.2004, 23:18 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: :shock: ein Frauenversteher? von Xenia am 14. Januar 2004 21:11:32:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

hast du zuviele Hausaufgaben?

Nein - hast du zuwenig Hirn? :D
Xenia

von Argumenten habt ihr Femis wohl noch nie was gehört...
Ave Schwarzer!

Der Bachelor

ein lupenreiner Anti-Feminist

Xenia, Wednesday, 14.01.2004, 23:25 (vor 8058 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: eine lupenreine Feministin! von Der Bachelor am 14. Januar 2004 21:18:14:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

hast du zuviele Hausaufgaben?

Nein - hast du zuwenig Hirn? :D
Xenia

von Argumenten habt ihr Femis wohl noch nie was gehört...

Doch, aber mal ehrlich: es gibt doch gar kein Argument auf der Welt, und sei es noch so logisch, dass dich, oder diese schwarzgefärbte Strohmatte, jeeeemals auch nur im mindesten davon überzeugen könnte, dass Feminismus vielleicht ein klitzekleines bissken recht hat. Oder etwa doch? Nein, weil, es ist ja besser, man hat ein Feindbild, auf dem man ewiglich herumhacken kann (nicht, dass es sowas nicht auch im Feminismus gebe, im Gegentum). Und sobald hier jemand reinkommt und auch nur annähernd erkennen läßt: also, ähm, es geht mir als Mann nicht so ganz schlecht..... nunja, was red i, schau's dir halt hier an, nech - ich geh davon aus, dass da ein Reflex ausgelöst wird: Der sagt was gegen meine Meinung, ja um Himmels willen, wen der recht hätte, hätte ich ja mein leben in den letzten jahren völlig verpfuscht und verschwendet!

Ave Schwarzer!

Heil Cäsar!

Xenia Octaviana

Re: ein lupenreiner Anti-Feminist

gaehn, Wednesday, 14.01.2004, 23:39 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: ein lupenreiner Anti-Feminist von Xenia am 14. Januar 2004 21:25:07:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

hast du zuviele Hausaufgaben?

Nein - hast du zuwenig Hirn? :D
Xenia

von Argumenten habt ihr Femis wohl noch nie was gehört...

Doch, aber mal ehrlich: es gibt doch gar kein Argument auf der Welt, und sei es noch so logisch, dass dich, oder diese schwarzgefärbte Strohmatte, jeeeemals auch nur im mindesten davon überzeugen könnte, dass Feminismus vielleicht ein klitzekleines bissken recht hat. Oder etwa doch? Nein, weil, es ist ja besser, man hat ein Feindbild, auf dem man ewiglich herumhacken kann (nicht, dass es sowas nicht auch im Feminismus gebe, im Gegentum). Und sobald hier jemand reinkommt und auch nur annähernd erkennen läßt: also, ähm, es geht mir als Mann nicht so ganz schlecht..... nunja, was red i, schau's dir halt hier an, nech - ich geh davon aus, dass da ein Reflex ausgelöst wird: Der sagt was gegen meine Meinung, ja um Himmels willen, wen der recht hätte, hätte ich ja mein leben in den letzten jahren völlig verpfuscht und verschwendet!

Ave Schwarzer!

Heil Cäsar!
Xenia Octaviana

mhm aber du magst doch auch streiten. streiten ist cool *g*.
ihr scheint ja alle ziemlich verspannt zu sein.

würdest du letztlich deine meinung nicht auch radikal vertreten müsste es dir egal sein was der rest der welt gegen andersdenkende tut, ist es aber nicht. also sind wir alle hübsch radikal und das macht eigentlich auch spass.

Re: ein lupenreiner Anti-Feminist

Xenia, Thursday, 15.01.2004, 16:18 (vor 8058 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: ein lupenreiner Anti-Feminist von gaehn am 14. Januar 2004 21:39:15:

mhm aber du magst doch auch streiten. streiten ist cool *g*.

Ja wenn man sich streitet, gibt man der Meinung des anderen ein gewisse Lebensberechtigung.

ihr scheint ja alle ziemlich verspannt zu sein.
würdest du letztlich deine meinung nicht auch radikal vertreten müsste es dir egal sein was der rest der welt gegen andersdenkende tut, ist es aber nicht. also sind wir alle hübsch radikal und das macht eigentlich auch spass.

na wenn du meinst

Re: ein lupenreiner Anti-Feminist

gaehn, Thursday, 15.01.2004, 23:51 (vor 8057 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: ein lupenreiner Anti-Feminist von Xenia am 15. Januar 2004 14:18:49:

mhm aber du magst doch auch streiten. streiten ist cool *g*.

Ja wenn man sich streitet, gibt man der Meinung des anderen ein gewisse Lebensberechtigung.

in der tat, ich mag diese dualismen sehr. letztlich gibt es liebe nunmal nur weil es auch hass gibt. wer das "böse" (was auch immer das sein mag) vernichten will, wird das gute ausrotten.

ihr scheint ja alle ziemlich verspannt zu sein.
würdest du letztlich deine meinung nicht auch radikal vertreten müsste es dir egal sein was der rest der welt gegen andersdenkende tut, ist es aber nicht. also sind wir alle hübsch radikal und das macht eigentlich auch spass.

na wenn du meinst

ziemlich luschig von dir, das einfach hinzunehmen. beweis doch einfach das gegenteil?

gaehn der typ mit den totschlargumenten (und der luschigen rechtschreibung)

Oh yeah

Der Bachelor, Wednesday, 14.01.2004, 23:51 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: ein lupenreiner Anti-Feminist von Xenia am 14. Januar 2004 21:25:07:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

hast du zuviele Hausaufgaben?

Nein - hast du zuwenig Hirn? :D
Xenia

von Argumenten habt ihr Femis wohl noch nie was gehört...

Doch, aber mal ehrlich: es gibt doch gar kein Argument auf der Welt, und sei es noch so logisch, dass dich, oder diese schwarzgefärbte Strohmatte, jeeeemals auch nur im mindesten davon überzeugen könnte, dass Feminismus vielleicht ein klitzekleines bissken recht hat. Oder etwa doch? Nein, weil, es ist ja besser, man hat ein Feindbild, auf dem man ewiglich herumhacken kann (nicht, dass es sowas nicht auch im Feminismus gebe, im Gegentum). Und sobald hier jemand reinkommt und auch nur annähernd erkennen läßt: also, ähm, es geht mir als Mann nicht so ganz schlecht..... nunja, was red i, schau's dir halt hier an, nech - ich geh davon aus, dass da ein Reflex ausgelöst wird: Der sagt was gegen meine Meinung, ja um Himmels willen, wen der recht hätte, hätte ich ja mein leben in den letzten jahren völlig verpfuscht und verschwendet!

Ave Schwarzer!

Heil Cäsar!
Xenia Octaviana

Danke. Also endlich ein paar Ansätze von Argumenten.
Wenn du das Forum genau studieren würdest, kämst auch du zu der Ansicht, dass nur die wenigsten hier der Auffassung sind, Feminismus hätte keinerlei Berechtigung (gehabt). Es geht vielmehr um das WIE, das WANN, das WO. Einfach gesagt, es wird gar nicht mehr differenziert, sondern davon ausgegangen dass Frau = Oper und Mann = Täter. Das beschert uns dann diese aberwitzigen Quotenregelungen, den Frauenförderwahn, die einseitigen Scheidungsgesetze, Unterhaltsregelungen etc. pp.
Leider ist so, dass Feministinnen nur die Rosen für sich beanspruchen wollen, die unangenehmen Dinge sollen aber gefälligst so bleiben wie sie sind (beim Mann). Diese Einseitigkeit kann nur zu Unfrieden führen.
Hast du dich nie gefragt, warum die Femi-Foren immer weniger Zulauf erhalten, während die Masku-Foren ständig neue Leute rekrutieren? Das alles ist kein Zufall, Mädel. Es ist ein klares Indiz dafür, dass in der Gesellschaft etwas schief läuft. Und immer mehr wachen auf...

Der Bachelor

Re: Oh yeah

Marie Juana, Thursday, 15.01.2004, 01:19 (vor 8058 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Oh yeah von Der Bachelor am 14. Januar 2004 21:51:14:

Hast du dich nie gefragt, warum die Femi-Foren immer weniger Zulauf erhalten, während die Masku-Foren ständig neue Leute rekrutieren? Das alles ist kein Zufall, Mädel. Es ist ein klares Indiz dafür, dass in der Gesellschaft etwas schief läuft. Und immer mehr wachen auf...
Der Bachelor

****
es könnte doch etwas mit der mangelnden *intellektuellen kompetenz* einiger männer zu tun haben.
aber das *rekrutieren* ist schon schön :-)
stehe stramm "rektrut Bachelor", wenn du einer frau antwortest.

marie juana

Wohl ein bisschen viel Haschisch geraucht? (n/t)

reinecke54, Thursday, 15.01.2004, 12:42 (vor 8058 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: Oh yeah von Marie Juana am 14. Januar 2004 23:19:35:

Re: Oh yeah

Xenia, Thursday, 15.01.2004, 16:16 (vor 8058 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Oh yeah von Der Bachelor am 14. Januar 2004 21:51:14:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

hast du zuviele Hausaufgaben?

Nein - hast du zuwenig Hirn? :D
Xenia

von Argumenten habt ihr Femis wohl noch nie was gehört...

Doch, aber mal ehrlich: es gibt doch gar kein Argument auf der Welt, und sei es noch so logisch, dass dich, oder diese schwarzgefärbte Strohmatte, jeeeemals auch nur im mindesten davon überzeugen könnte, dass Feminismus vielleicht ein klitzekleines bissken recht hat. Oder etwa doch? Nein, weil, es ist ja besser, man hat ein Feindbild, auf dem man ewiglich herumhacken kann (nicht, dass es sowas nicht auch im Feminismus gebe, im Gegentum). Und sobald hier jemand reinkommt und auch nur annähernd erkennen läßt: also, ähm, es geht mir als Mann nicht so ganz schlecht..... nunja, was red i, schau's dir halt hier an, nech - ich geh davon aus, dass da ein Reflex ausgelöst wird: Der sagt was gegen meine Meinung, ja um Himmels willen, wen der recht hätte, hätte ich ja mein leben in den letzten jahren völlig verpfuscht und verschwendet!

Ave Schwarzer!

Heil Cäsar!
Xenia Octaviana

Danke. Also endlich ein paar Ansätze von Argumenten.

Huch, das wollt ich nicht ...

Wenn du das Forum genau studieren würdest, kämst auch du zu der Ansicht, dass nur die wenigsten hier der Auffassung sind, Feminismus hätte keinerlei Berechtigung (gehabt).

Muhaha - soll das ein Witz sein?

Es geht vielmehr um das WIE, das WANN, das WO.

Ja da bleibt ja dann nicht mehr viel übrig...

Einfach gesagt, es wird gar nicht mehr differenziert, sondern davon ausgegangen dass Frau = Opfer und Mann = Täter.

Ich glaube, die einzigen, die da wirklich noch dran glauben, sind die Maskulisten. Nirgendwo sonst, als bei denen wird das derartig vehement vertreten. Aber nunja, die Religion schafft sich ihren eigenen Teufel, gell?

Das beschert uns dann diese aberwitzigen Quotenregelungen, den Frauenförderwahn, die einseitigen Scheidungsgesetze, Unterhaltsregelungen etc. pp.

Huch, du meine Güte - das es da noch andere Gründe geben könnte.....

Leider ist so, dass Feministinnen nur die Rosen für sich beanspruchen wollen, die unangenehmen Dinge sollen aber gefälligst so bleiben wie sie sind (beim Mann).

Ja und? Ist's umgekehrt denn anders?

Diese Einseitigkeit kann nur zu Unfrieden führen.
Hast du dich nie gefragt, warum die Femi-Foren immer weniger Zulauf erhalten, während die Masku-Foren ständig neue Leute rekrutieren? Das alles ist kein Zufall, Mädel.

Jungchen! *rüstig mit dem Gehstock aufstampf*

Es ist ein klares Indiz dafür, dass in der Gesellschaft etwas schief läuft. Und immer mehr wachen auf...

Also, ich kenne nur sehr wenige feministische Foren, darum kann ich auch nichts über Zulauf oder Rekrutierung sagen. Wozu ich aber etwas sagen kann ist die Tatsache, dass feministische Foren oftmals darunter leiden, dass sich Männer in ihnen breitmachen. Im übrigen kommen mir maskulistische Foren mehr wie eine Alleinunterhaltung einiger Weniger vor: siehe Tommys scheintot-Forum oder M&Ms Forum, wo auch immerzu dieselben Leute denselben Kram von sich geben.

Xenia

Re: Oh yeah

Der Bachelor, Thursday, 15.01.2004, 19:37 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Oh yeah von Xenia am 15. Januar 2004 14:16:35:

Also, ich kenne nur sehr wenige feministische Foren, darum kann ich auch nichts über Zulauf oder Rekrutierung sagen. Wozu ich aber etwas sagen kann ist die Tatsache, dass feministische Foren oftmals darunter leiden, dass sich Männer in ihnen breitmachen. Im übrigen kommen mir maskulistische Foren mehr wie eine Alleinunterhaltung einiger Weniger vor: siehe Tommys scheintot-Forum oder M&Ms Forum, wo auch immerzu dieselben Leute denselben Kram von sich geben.
Xenia

Allerwerteste Xenia,

mich beschleicht der Eindruck, dass die besten Argumente der Welt dich nicht zur Einsicht bringen, daher verzichte ich darauf langatmige Argumente auszupacken und verweise auf das Archiv. Deine vorgefasste Meinung dürfte aber kaum zu ändern sein.

Auf deinen letzten Absatz geh ich aber näher ein, weil diese Foren-Problematik hier nur selten angesprochen wurde. Du schreibst, maskulistische Foren kommen dir wie eine Alleinunterhaltung einiger Weniger vor.
Ist das nicht generell bei Foren der Fall? Jedes Forum hat so seine Stammkundschaft, die regelmässig schreibt und Gelegenheitsposter, die sich nur ab und zu melden. Eine Verteilung mit vielen Beiträge relativ weniger Poster und wenigen Beiträgen sehr vieler Poster entsteht (normalverteilt).
Eine Gleichverteilung wird es eh nur bei geschlossenen Foren geben, wo nur Stammposter zugelassen sind. Dann aber schreiben tatsächlich nur ganz wenige. Du siehst, die Katze beißt sich da in den Schwanz.

Mal ehrich, diesen Tommy nehmen nur die wenigsten wirklich ernst, allein wegen des Stils, trotz oftmaliger inhaltlicher Richtigkeit. Sein Forum kann nich als Messlatte dienen. Bei M&M sieht die Sache schon anders aus, dort schreiben ja recht viele Leute, die man als opinion leaders bezeichnen kann. Der Rest besteht aus vielen Schreiberlingen, die sich nicht regelmässig beteiligen. Schliesslich dieses Forum hier: Zwar auch normalverteilt (mit typischem Buckel), allerdings ist die Wölbung weniger stark ausgeprägt (der Buckel erscheint nicht so hoch). Der Grund dürfte der sein, dass hier grundsätzlich gemässigter argumentiert wird, was neue Poster(innen) weniger abschreckt, zumal der Forenmaster sich hier nur wenig selbst an den Diskussionen beteiligt, was sich wiederum dahingehend auswirkt, dass psychologisch kein Druck entsteht bei abweichender Meinung sei man irgendwie ausgegrenzt.

Das alles soll keine Fürsprache bzw. keine Kritik an diesem oder jenem Forum sein, sondern einfach zeigen, dass es sich so oder ähnlich bei nahezu allen Foren abspielt. Oder schreiben bei Deinem Forum etwa nicht immer wieder dieselben Leute (Hannibal), mit seit Jahren bekannten Meinungen?

Der Bachelor

Re: Oh yeah

Xenia, Saturday, 17.01.2004, 19:59 (vor 8056 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Oh yeah von Der Bachelor am 15. Januar 2004 17:37:52:

Allerwerteste Xenia,

Gleichfalls

mich beschleicht der Eindruck, dass die besten Argumente der Welt dich nicht zur Einsicht bringen, daher verzichte ich darauf langatmige Argumente auszupacken und verweise auf das Archiv. Deine vorgefasste Meinung dürfte aber kaum zu ändern sein.

*hüstel* also ich weiß ja nicht, wie lange du hier schon mitschreibst - aber ich vorgefasste Meinung habe ich nicht, sondern eine durch Erfahrung entstandene. Das Archiv kenne ich zur Genüge, dort finden sich schließlich einige meiner eigenen postings drin.

Auf deinen letzten Absatz geh ich aber näher ein, weil diese Foren-Problematik hier nur selten angesprochen wurde. Du schreibst, maskulistische Foren kommen dir wie eine Alleinunterhaltung einiger Weniger vor.
Ist das nicht generell bei Foren der Fall?

Okay, ich modifiziere noch einmal meine Aussage. In maskulistischen Foren gibt es eine Alleinunterhaltung von Gleichgesinnten.

Jedes Forum hat so seine Stammkundschaft, die regelmässig schreibt und Gelegenheitsposter, die sich nur ab und zu melden. Eine Verteilung mit vielen Beiträge relativ weniger Poster und wenigen Beiträgen sehr vieler Poster entsteht (normalverteilt).

Stimmt, da hast du recht. Allerdings ist es nicht immer und überall so, dass immerzu dieselbe meinung vertreten wird. Aber ach, ich glaube ich werde alt, dass mir diverse Formulierungsfehler unterlaufen: sowas gibt's ja auch leider in feministischen Foren...

Eine Gleichverteilung wird es eh nur bei geschlossenen Foren geben, wo nur Stammposter zugelassen sind. Dann aber schreiben tatsächlich nur ganz wenige. Du siehst, die Katze beißt sich da in den Schwanz.
Mal ehrich, diesen Tommy nehmen nur die wenigsten wirklich ernst, allein wegen des Stils, trotz oftmaliger inhaltlicher Richtigkeit. Sein Forum kann nich als Messlatte dienen.

Also DIESE Formulierung will ich gerahmt sehen! PS: Inhaltliche Richtigkeit? Welcher Inhalt denn...

Bei M&M sieht die Sache schon anders aus, dort schreiben ja recht viele Leute, die man als opinion leaders bezeichnen kann. Der Rest besteht aus vielen Schreiberlingen, die sich nicht regelmässig beteiligen.

Jo, der Wurmfortsatz

Schliesslich dieses Forum hier: Zwar auch normalverteilt (mit typischem Buckel), allerdings ist die Wölbung weniger stark ausgeprägt (der Buckel erscheint nicht so hoch). Der Grund dürfte der sein, dass hier grundsätzlich gemässigter argumentiert wird, was neue Poster(innen) weniger abschreckt, zumal der Forenmaster sich hier nur wenig selbst an den Diskussionen beteiligt, was sich wiederum dahingehend auswirkt, dass psychologisch kein Druck entsteht bei abweichender Meinung sei man irgendwie ausgegrenzt.

Na sowas, nur von diesem Forum hier habe ich nicht gesprochen, da ich es nicht generell als maskulistisches Forum betrachte. Auch wenn frau es hier schwer haben kann (Wage es niemals nur den einzelen Satz "Abtreibung ist kein Kindsmord" zu schreiben, es könnte sein, dass du eine Lawine auslöst...).

Das alles soll keine Fürsprache bzw. keine Kritik an diesem oder jenem Forum sein, sondern einfach zeigen, dass es sich so oder ähnlich bei nahezu allen Foren abspielt.

Von der Form her, der Inhalt is aber anders.

Oder schreiben bei Deinem Forum etwa nicht immer wieder dieselben Leute (Hannibal), mit seit Jahren bekannten Meinungen?

Zunächst einmal ist das nicht "mein" Forum, zweitens von seit Jahren bekannten Meinungen kann gar keine Rede sein, weil sich die meisten PosterInnen noch kein Jahr in Genderforen herumtreiben, und zum Dritten: in unserem Forum kommen auf einen Hannibal zehn Leute mit einer komplett anderen Meinung. Dat isset nämlich.

Xenia

Re: Oh yeah

Xenia, Thursday, 15.01.2004, 16:17 (vor 8058 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Oh yeah von Der Bachelor am 14. Januar 2004 21:51:14:

Danke. Also endlich ein paar Ansätze von Argumenten.

Huch, das wollt ich nicht ...

Wenn du das Forum genau studieren würdest, kämst auch du zu der Ansicht, dass nur die wenigsten hier der Auffassung sind, Feminismus hätte keinerlei Berechtigung (gehabt).

Muhaha - soll das ein Witz sein?

Es geht vielmehr um das WIE, das WANN, das WO.

Ja da bleibt ja dann nicht mehr viel übrig...

Einfach gesagt, es wird gar nicht mehr differenziert, sondern davon ausgegangen dass Frau = Opfer und Mann = Täter.

Ich glaube, die einzigen, die da wirklich noch dran glauben, sind die Maskulisten. Nirgendwo sonst, als bei denen wird das derartig vehement vertreten. Aber nunja, die Religion schafft sich ihren eigenen Teufel, gell?

Das beschert uns dann diese aberwitzigen Quotenregelungen, den Frauenförderwahn, die einseitigen Scheidungsgesetze, Unterhaltsregelungen etc. pp.

Huch, du meine Güte - das es da noch andere Gründe geben könnte.....

Leider ist so, dass Feministinnen nur die Rosen für sich beanspruchen wollen, die unangenehmen Dinge sollen aber gefälligst so bleiben wie sie sind (beim Mann).

Ja und? Ist's umgekehrt denn anders?

Diese Einseitigkeit kann nur zu Unfrieden führen.
Hast du dich nie gefragt, warum die Femi-Foren immer weniger Zulauf erhalten, während die Masku-Foren ständig neue Leute rekrutieren? Das alles ist kein Zufall, Mädel.

Jungchen! *rüstig mit dem Gehstock aufstampf*

Es ist ein klares Indiz dafür, dass in der Gesellschaft etwas schief läuft. Und immer mehr wachen auf...

Also, ich kenne nur sehr wenige feministische Foren, darum kann ich auch nichts über Zulauf oder Rekrutierung sagen. Wozu ich aber etwas sagen kann ist die Tatsache, dass feministische Foren oftmals darunter leiden, dass sich Männer in ihnen breitmachen. Im übrigen kommen mir maskulistische Foren mehr wie eine Alleinunterhaltung einiger Weniger vor: siehe Tommys scheintot-Forum oder M&Ms Forum, wo auch immerzu dieselben Leute denselben Kram von sich geben.

Xenia

Re: Du hast recht...

XRay, Thursday, 15.01.2004, 01:21 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: ein lupenreiner Anti-Feminist von Xenia am 14. Januar 2004 21:25:07:

..Und sobald hier jemand reinkommt und auch nur annähernd erkennen läßt: also, ähm, es geht mir als Mann nicht so ganz schlecht..... nunja, was red i, schau's dir halt hier an, nech - ich geh davon aus, dass da ein Reflex ausgelöst wird: Der sagt was gegen meine Meinung, ja um Himmels willen, wen der recht hätte, hätte ich ja mein leben in den letzten jahren völlig verpfuscht und verschwendet!

---------
....oder vielleicht auch nicht.
Wenn ich es recht habe, dann ist jener Gast doch von seiner
Domina hier vorbeigeschickt worden. Also ich hab mich da doch
wirklich verpflichtet gefühlt die Dame bei Ihrer Arbeit zu
unterstützen, so gut es geht. Entschuldige, dass wir mit Folder
nicht so recht dienlich sein konnten.
Das muss Domina dann wohl doch selbst machen...

Womit...

Garfield, Thursday, 15.01.2004, 17:35 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: ein lupenreiner Anti-Feminist von Xenia am 14. Januar 2004 21:25:07:

... hat denn der Feminismus recht, Xenia?

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Womit...

Xenia, Saturday, 17.01.2004, 20:00 (vor 8056 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Womit... von Garfield am 15. Januar 2004 15:35:58:

... hat denn der Feminismus recht, Xenia?

Zum Beispiel damit, dass Privat kein rechtsfreier Raum ist.

Grüße, Xenia

Der Feminismus meinte das Private sei politisch

Daddeldu, Sunday, 18.01.2004, 20:34 (vor 8055 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Womit... von Xenia am 17. Januar 2004 18:00:23:

Womit hat denn der Feminismus recht?

Zum Beispiel damit, dass Privat kein rechtsfreier Raum ist.[/i]

Das Private war noch nie rechtsfreier Raum, jedenfalls seit es so etwas wie Recht gibt. Das Privatrecht, insbesondere das Familien- und Erbrecht, entwickelte sich lange vor dem öffentlichen Recht, es ist schon sehr, sehr alt.

Von daher brauchten Feministinnen gar nicht zu fordern, dass das Private kein rechtsfreier Raum sein solle, und haben es auch nicht getan.

Der feministische Slogan, mit dem Du das offensichtlich verwechselt hast lautete:

"Das Private ist politisch!"

Damit aber hatte der Feminismus fatal unrecht.

Gruß, Daddeldu

P. S.: Damit liegt der Ball wieder auf Deiner Seite: Womit hatte der Feminismus denn recht? Neuer Versuch bitte.

Davon rede ich...

Xenia, Monday, 19.01.2004, 00:13 (vor 8054 Tagen) @ Daddeldu

Als Antwort auf: Der Feminismus meinte das Private sei politisch von Daddeldu am 18. Januar 2004 18:34:36:

>Womit hat denn der Feminismus recht?
Zum Beispiel damit, dass Privat kein rechtsfreier Raum ist.

Das Private war noch nie rechtsfreier Raum, jedenfalls seit es so etwas wie Recht gibt. Das Privatrecht, insbesondere das Familien- und Erbrecht, entwickelte sich lange vor dem öffentlichen Recht, es ist schon sehr, sehr alt.

Gutes Beispiel, gerade das Erbrecht war sehr lange nicht einheitlich geregelt, sondern oblag der (Miss-)Gunst des Erblassers (sprich: Er-blasser ;-)). Mit "das Private ist kein rechtsfreier Raum" meinte ich, dass dieser raum sehr sehr lange nicht dem öffentlichen Recht unterlag. Stichwort: Vergewaltigung in der Ehe.

Von daher brauchten Feministinnen gar nicht zu fordern, dass das Private kein rechtsfreier Raum sein solle, und haben es auch nicht getan.

Ja also bitte sehr, wer ist hier jetzt die Feministin - du oder ich?

Der feministische Slogan, mit dem Du das offensichtlich verwechselt hast lautete:
"Das Private ist politisch!"

Noi, das meinte ich damit, aber da ich weiß, wie allergisch manche darauf reagieren, habe ich es lieber gleich so formuliert, wie es gemeint ist.

Damit aber hatte der Feminismus fatal unrecht.

Find ich nicht.

P. S.: Damit liegt der Ball wieder auf Deiner Seite: Womit hatte der Feminismus denn recht? Neuer Versuch bitte.

Zum Beispiel damit, dass das Geschlecht eine größere Rolle spielt, als die Leistung.

Gruß, Xenia

Re: Davon rede ich...

Nick, Monday, 19.01.2004, 00:37 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Davon rede ich... von Xenia am 18. Januar 2004 22:13:48:

P. S.: Damit liegt der Ball wieder auf Deiner Seite: Womit hatte der Feminismus denn recht? Neuer Versuch bitte.

Zum Beispiel damit, dass das Geschlecht eine größere Rolle spielt, als die Leistung.
Gruß, Xenia

Deswegen wurden die "Gleichstellungs"-BeauftragtInnen erfunden, die administrativ überwachen, daß per Quote nach Geschlecht eingestellt wird, völlig unabhängig davon, wie miserabel die Leistung ist.

Neuer Versuch bitte.

Re: Davon rede ich...

Xenia, Monday, 19.01.2004, 00:47 (vor 8054 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Davon rede ich... von Nick am 18. Januar 2004 22:37:35:

Nanana, die Quote greift nur bei gleicher Qualifizierung.

Xenia

Re: Davon rede ich...

Garfield, Monday, 19.01.2004, 14:16 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Davon rede ich... von Xenia am 18. Januar 2004 22:47:14:

Hallo Xenia!

"Nanana, die Quote greift nur bei gleicher Qualifizierung."

Das war früher mal so. Neuerdings ist aber immer öfter die Rede davon, daß Frauen auch dann bevorzugt eingestellt werden sollen, wenn sie in der Qualifikation "geringfügig" unter männlichen Bewerbern liegen. Damit sind Männer noch mehr im Nachteil und das Geschlecht wird noch offensichtlicher zum entscheidenden Kriterium.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Davon rede ich...

Nick, Monday, 19.01.2004, 16:57 (vor 8054 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Davon rede ich... von Garfield am 19. Januar 2004 12:16:18:

>"Nanana, die Quote greift nur bei gleicher Qualifizierung."

Das war früher mal so. Neuerdings ist aber immer öfter die Rede davon, daß Frauen auch dann bevorzugt eingestellt werden sollen, wenn sie in der Qualifikation "geringfügig" unter männlichen Bewerbern liegen. Damit sind Männer noch mehr im Nachteil und das Geschlecht wird noch offensichtlicher zum entscheidenden Kriterium.[/i]

Hallo Garfield,

hinzu kommt, daß "Qualifizierung" - so sie denn vorhanden ist - genau nichts mit Leistungsbereitschaft und Leistung zu tun hat.
Im Gegenteil: die Einstellung nach Quote macht Leistungsbereitschaft systematisch zu einem irrelevanten Kriterium.

Egal ob eine solche Schmarotzerin dann nur faul ist, oder faul und dumm - entlassen wird sie nicht. Wegen der Quote.
Der Entlassung müßte nämlich die BeauftragtIn zustimmen.

Diese Xenia hat wieder mal eines ihrer Beispiele für inhaltsleeres Geschnatter abgeliefert.

Gruß vom
Nick

Re: Davon rede ich...

Odin, Monday, 19.01.2004, 21:38 (vor 8054 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Davon rede ich... von Garfield am 19. Januar 2004 12:16:18:

"Nanana, die Quote greift nur bei gleicher Qualifizierung."
Das war früher mal so. Neuerdings ist aber immer öfter die Rede davon, daß Frauen auch dann bevorzugt eingestellt werden sollen, wenn sie in der Qualifikation "geringfügig" unter männlichen Bewerbern liegen. Damit sind Männer noch mehr im Nachteil und das Geschlecht wird noch offensichtlicher zum entscheidenden Kriterium.

Bestes Beispiel, die Aussage unseres Bundeskanzlers: Unser nächster Bundespräsident soll eine Frau sein.
Das Geschlecht, als das Einzige, worauf es ankommt!
Die Folge war, wie ich im Fernsehen gestern hören konnte, daß keine Frau in der SPD bereit ist, bei solchen Vorgaben sich zur Verfügung zu stellen. Also genau das Gegenteil wurde erreicht, weil: So deutlich darf mans nun doch nicht sagen!

Wovon redest Du bitte?

Daddeldu, Monday, 19.01.2004, 03:32 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Davon rede ich... von Xenia am 18. Januar 2004 22:13:48:

Hallo Xenia,

gerade das Erbrecht war sehr lange nicht einheitlich geregelt, sondern oblag der (Miss-)Gunst des Erblassers.

Was meinst Du denn mit „nicht einheitlich geregelt“? Die Regelung des Nachlasses (durch Testament) unterliegt auch heute der Willkür des Erblassers. Einen Pflichtteil kennt übrigens nur das deutsche Recht. Ein nach Geschlecht unterscheidendes Erbrecht, bei dem entlang der männlichen Linie vererbt wurde, also das im Wortsinne patriarchale Recht, gab es zumindest in Deutschland nicht mehr lange bevor die erste Suffragette auf die Bühne trat.

Mit "das Private ist kein rechtsfreier Raum" meinte ich, dass dieser raum sehr sehr lange nicht dem öffentlichen Recht unterlag. Stichwort: Vergewaltigung in der Ehe.

Schon immer unterlag der private Raum einschließlich des ehelichen Zusammenlebens dem Strafrecht. Nur die Vergewaltigung unter Eheleuten war lediglich als Körperverletzung und Nötigung strafbar. Übrigens auch die sexuelle Nötigung des Ehemannes durch seine Frau. Und Handlungen, die heute als Vergewaltigung eines Mannes gelten waren damals nur sexuelle Nötigungen, der Vergewaltigungsparagraf schützte nur Frauen. (Damaliger Strafrahmen Vergewaltigung: 2-15 Jahre, Sexuelle Nötigung: 1-10 Jahre.)

Jedenfalls ist es schlicht sachlich falsch, wegen des Problems der ehelichen Vergewaltigung von dem Privaten als rechtsfreiem Raum zu reden. Das war ein Einzelproblem mit geringer Prävalenz und Relevanz für die Praxis. Viele private Dinge unterliegen schon lange diversen Strafbestimmungen: Verletzung der Unterhaltspflicht, Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, Doppelehe, Beischlaf zwischen Verwandten usw. Erst Recht gibt es massenhaft Regelungen der privaten Angelegenheiten im Privatrecht.

[quote]Der feministische Slogan, mit dem Du das offensichtlich verwechselt hast lautete:
"Das Private ist politisch!" [/quote]
Noi, das meinte ich damit, aber da ich weiß, wie allergisch manche darauf reagieren, habe ich es lieber gleich so formuliert, wie es gemeint ist.

"Das Private ist politisch!" meint und bedeutet aber etwas ganz anderes als „Das Private ist kein rechtsfreier Raum.“ (Auch wenn beides gleichermaßen falsch ist.)

[quote]Damit aber hatte der Feminismus fatal unrecht. [/quote]
Find ich nicht.

Ich bin versucht zu fragen warum nicht, habe aber nach dem vorher gesagten gleichzeitig die Sorge, dass Du gar nicht ganz weißt, was der Slogan bedeutet.

[quote]Womit hatte der Feminismus denn recht? [/quote]
Zum Beispiel damit, dass das Geschlecht eine größere Rolle spielt, als die Leistung.

Wieder mal ein hingeschmodderter Satz, das Fragment einer Aussage, ich wüsste gar nicht worüber Du redest, wenn ich die feministischen Thesen nicht schon kennen würde.

Frauen haben im Berufsleben keine Nachteile aufgrund ihres Geschlechtes. Diese These ist doch längst durch seriöse Studien widerlegt. Hast wohl Deinen Hoffmann nicht gelesen, hm?

Gruß, Daddeldu

Re: Davon rede ich...

Garfield, Monday, 19.01.2004, 14:12 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Davon rede ich... von Xenia am 18. Januar 2004 22:13:48:

Hallo Xenia!

"Zum Beispiel damit, dass das Geschlecht eine größere Rolle spielt, als die Leistung."

Aha? Daß Feministinnen so nur für Frauen geltende Quotenregelungen begründen, ist mir ja ganz neu! :-)

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Davon rede ich...

Garfield, Monday, 19.01.2004, 18:38 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Davon rede ich... von Xenia am 18. Januar 2004 22:13:48:

Hallo Xenia!

In früheren Zeiten gab es oft überhaupt keine einheitliche Rechtsprechung. In manchen Ländern hielt sich noch bis ins Mittelalter hinein ganz oder teilweise das Gewohnheitsrecht - es gab also entweder für einige oder für sämtliche Bereiche gar keine schriftlich niedergelegten Gesetze. Das betraf keineswegs nur das Erbrecht.

Das Erbrecht war sogar ein Bereich, der schon relativ früh geregelt wurde. Durch den starken Einfluß der römischen Kultur war es dann in vielen europäischen Staaten zwar eher patriarchal geprägt, aber man muß dabei auch bedenken, daß es auch meist die Männer waren, die einen großen Teil es zu vererbenden Geldes verdienten. Sobald Frauen z.B. durch Handelstätigkeit eigenes Geld verdienten, wurde auch das Erbrecht zunehmend angepaßt, bis es dann im Spätmittelalter etwa so war wie auch noch heute, nämlich daß eine Ehefrau meist die Hälfte des Erbes bekam und die andere Hälfte unter die Kinder aufgeteilt wurde.

Dazu kam dann noch, daß Frauen üblicherweise ihre Mitgift behielten. Anfangs wurde sie zwar vom Ehemann verwaltet, aber sie blieb Eigentum der Frau, das sie auch nach einer Scheidung oder nach dem Tod des Ehemannes (dann zusätzlich zum Erbe) behielt. Obendrein ging auch das Brautgeschenk des Mannes - wenn dieses nicht an die Familie der Braut zu geben war - in den Besitz der Frau über. Bei einer Scheidung mußte die Frau dieses Geschenk häufig gar nicht oder nur zum Teil zurück geben.

Im Mittelalter zeigte sich schon sehr stark die Tendenz, daß vor allem Frauen durch Erbschaften profitierten. Auch heute ist es in den reichen Industrieländern so, daß ein sehr großer Teil des gesamten Vermögens im Besitz von Frauen ist, die ihre Männer überlebt haben.

Es kann also keine Rede davon sein, daß Frauen in den letzten Jahrhunderten durch das Erbrecht benachteiligt waren oder heute noch sind - ganz im Gegenteil.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Davon rede ich...

Manfred, Tuesday, 20.01.2004, 00:16 (vor 8053 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Davon rede ich... von Xenia am 18. Januar 2004 22:13:48:

Zum Beispiel damit, dass das Geschlecht eine größere Rolle spielt, als die Leistung.

Aber grade da, wo es zutrifft, nämlich z.B. bei der Bevorzugung von Frauen durch Quoten, da verleugnet der Feminismus doch genau diesen Zusammenhang.

MfG,
Manfred

Re: Womit...

Garfield, Monday, 19.01.2004, 14:08 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Womit... von Xenia am 17. Januar 2004 18:00:23:

Hallo Xenia!

Es ist aber keine Erfindung des Feminismus, auch das Privatleben zu reglementieren. Solche Reglementierungen hat es schon immer gegeben.

Beispielsweise gab es im Mittelalter in manchen Ländern Gesetze, die vorschrieben, mit welchen Gegenständen ein Mann seine Frau schlagen durfte. Da war dann oft tatsächlich auch festgelegt, wie dick ein dazu verwendetet Stock maximal sein durfte.

Von Feministinnen wird das heute als Beweis für die furchtbare Unterdrückung von Frauen in der damaligen Zeit gewertet.

Tatsächlich wurden solche Gesetze aber eher zum Schutz der Frauen erlassen. Man wollte damit sicher stellen, daß Männer ihre Frauen nicht zu sehr verletzen.

Umgekehrt, also für den Fall, daß Frauen mit Gegenständen auf Männer einprügeln, war natürlich nichts gesetzlich reglementiert.

Tatsächlich bedeutete das, daß eine Frau, die von ihrem Mann mit einem Stock geschlagen wurde, der die gesetzlich festgelegte maximale Dicke überschritt, ihn dafür verklagen konnte. Umgekehrt konnte jedoch ein Mann seine Frau niemals verklagen, wenn sie ihn geschlagen hatte. Auch nicht, wenn sie mit einem dicken Feldstein auf ihn eintrommelte. Nur wenn sie ihn dabei tötete, konnte es für sie unangenehm werden. Solange sie ihn aber nur verletzte, brauchte sie keine Strafverfolgung befürchten.

Ganz im Gegenteil: Häufig wurde ein Mann dafür bestraft, wenn herauskam, daß seine Frau ihn geschlagen hat.

Übrigens haben Studien zum Thema der häuslichen Gewalt ergeben, daß Frauen dabei häufiger zu Waffen greifen als Männer... Das wird im Mittelalter auch nicht anders gewesen sein. Ignoriert wurde es damals aber auch schon genauso wie heute.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Max, Thursday, 15.01.2004, 00:06 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 14. Januar 2004 20:35:16:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

___________________________________

Gibt´s irgend etwas, von dem du was verstehst?
-Max

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Xenia, Thursday, 15.01.2004, 00:13 (vor 8058 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Max am 14. Januar 2004 22:06:14:

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

___________________________________
Gibt´s irgend etwas, von dem du was verstehst?

freilich

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Moritz, Thursday, 15.01.2004, 13:40 (vor 8058 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 14. Januar 2004 20:35:16:

Aber, aber meine liebste Xena, ähm Xenia!

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

Wo drückt denn wieder der Schuh?
Ist es vielleicht

Ohnmacht?
Hass?
Wut?
Neid?
Eifersucht?

Deine Reaktion und diese sagen mehr über deine "Persönlichkeit", wovon du etwas verstehst aus, als dir lieb sein dürfte.

Nur weiter so.

Gruß
Moritz ähm Monika *g*

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Xenia, Saturday, 17.01.2004, 17:24 (vor 8056 Tagen) @ Moritz

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Moritz am 15. Januar 2004 11:40:06:

Aber, aber meine liebste Xena, ähm Xenia!

Macht das wirklich einen Unterschied?

geh, Moni, geh dich schminken, davon verstehst du hoffentlich mehr....
Xenia

Wo drückt denn wieder der Schuh?

Mein Schuh drückt nicht, aber da du ja immer so verhuscht in deinem Forümchen bleibst, wollte ich die Gelegenheit mal beim Schopfe packen und dir das eine oder andere mit auf den Weg zu geben, was dein Leben verbessern könnte.

Ist es vielleicht
Ohnmacht?

lol

Hass?

Ach Gottchen, also dafür wär ich mir zu schade...

Wut?

auch zu schade...

Neid?

worauf?

Eifersucht?

worauf?

Deine Reaktion und diese sagen mehr über deine "Persönlichkeit", wovon du etwas verstehst aus, als dir lieb sein dürfte.

Ich habe nichts dagegen, als verrückt oder freaky oder sonstwas zu gelten *gähn* - aber vielleicht macht sich ja mal ein Psychiater, der die Herausforderung liebt, in deinem Forum zu schaffen und schaut sich an, wie du deine Vergangenheit zu bewältigen suchst - DAS wäre ja mal eine wirklich eine lohnenswerte Doktorarbeit!

Nur weiter so.

na klar doch, wenigstens schaffe ich es noch, Leute zu Antworten zu bewegen, ich muss nicht erst mit Madonnenschein auftreten und schreien AAAAAARGH; ICH WILL DIE MÄNNER NOCH BESSER VERSTEHEN _ BEACHTET MICH _ ANWORTET MIR _ LIIIEEBT MICH ENDLICH! - ICH WEISS DOCH; DASS ICH AN ALLEM SCHULD BIN! Ich überlasse das dir, du angeblich aufgeklärte Frau, die aber eigentlich mindestens fünfzig Schritte rückwärts gemacht hat - nunja, Vergangenheitsbewältigung ist wirklich schwer...

Gruß
Moritz ähm Monika *g*

Nee, du bist die Milbe unter den Maden

Xenia, Insektenvertilgungsmittel

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Christoph, Saturday, 17.01.2004, 22:16 (vor 8056 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 17. Januar 2004 15:24:37:

TROLLALARM! TROLLALARM! TROLLALARM! ALLE STATIONEN AUF IGNORIERMODUS GEHEN! DAS IST KEINE ÜBUNG! ICH WIEDERHOLE: DAS IST KEINE ÜBUNG!

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Xenia, Saturday, 17.01.2004, 23:54 (vor 8055 Tagen) @ Christoph

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Christoph am 17. Januar 2004 20:16:07:

TROLLALARM! TROLLALARM! TROLLALARM! ALLE STATIONEN AUF IGNORIERMODUS GEHEN! DAS IST KEINE ÜBUNG! ICH WIEDERHOLE: DAS IST KEINE ÜBUNG!

Da hab ich schon besseres gelesen...

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Christoph, Sunday, 18.01.2004, 16:20 (vor 8055 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 17. Januar 2004 21:54:00:

TROLLALARM! TROLLALARM! TROLLALARM! ALLE STATIONEN AUF IGNORIERMODUS GEHEN! DAS IST KEINE ÜBUNG! ICH WIEDERHOLE: DAS IST KEINE ÜBUNG!

Da hab ich schon besseres gelesen...

Ansprüche stellen tut sie auch noch, unsere kleine Kampfzicke ...

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Xenia, Sunday, 18.01.2004, 19:40 (vor 8055 Tagen) @ Christoph

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Christoph am 18. Januar 2004 14:20:19:

TROLLALARM! TROLLALARM! TROLLALARM! ALLE STATIONEN AUF IGNORIERMODUS GEHEN! DAS IST KEINE ÜBUNG! ICH WIEDERHOLE: DAS IST KEINE ÜBUNG!

Da hab ich schon besseres gelesen...

Ansprüche stellen tut sie auch noch, unsere kleine Kampfzicke ...

Also in der Hinsicht hab ich auch schon besseres gelesen...

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Odin, Sunday, 18.01.2004, 23:49 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 18. Januar 2004 17:40:06:

TROLLALARM! TROLLALARM! TROLLALARM! ALLE STATIONEN AUF IGNORIERMODUS GEHEN! DAS IST KEINE ÜBUNG! ICH WIEDERHOLE: DAS IST KEINE ÜBUNG!

Da hab ich schon besseres gelesen...

Ansprüche stellen tut sie auch noch, unsere kleine Kampfzicke ...

Also in der Hinsicht hab ich auch schon besseres gelesen...

Du bist echt erstaunlich: Soviele Postings von Dir hier zu lesen, ohne daß du etwas zu sagen hast. Selbst wenn Du dich Horst nennen würdest, würde man merken, daß Du eine Frau bist.

Vergiß nur nicht zu antworten. Schließlich mußt Du das letzte Wort haben!

Ich darf doch wohl bitten! ;-)

Der Bachelor, Sunday, 18.01.2004, 01:03 (vor 8055 Tagen) @ Christoph

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Christoph am 17. Januar 2004 20:16:07:

TROLLALARM! TROLLALARM! TROLLALARM! ALLE STATIONEN AUF IGNORIERMODUS GEHEN! DAS IST KEINE ÜBUNG! ICH WIEDERHOLE: DAS IST KEINE ÜBUNG!

Den Oberbefehl über die maskulistischen Streitkräfte hat immer noch der Bachelor! Er ist es, der den Rekruten die Anweisungen erteilt und die Aufgaben zuordnet. Ausserdem werden Anweisungen in kodierter Sprache erteilt, denn: Der Feind lauscht mit! Wegen solch banaler Fehler wurden schon Kriege verloren, und das wollen wir doch nicht, oder?

Der Bachelor

Re: Ich darf doch wohl bitten! ;-)

Christoph, Sunday, 18.01.2004, 16:19 (vor 8055 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Ich darf doch wohl bitten! ;-) von Der Bachelor am 17. Januar 2004 23:03:57:

TROLLALARM! TROLLALARM! TROLLALARM! ALLE STATIONEN AUF IGNORIERMODUS GEHEN! DAS IST KEINE ÜBUNG! ICH WIEDERHOLE: DAS IST KEINE ÜBUNG!

Den Oberbefehl über die maskulistischen Streitkräfte hat immer noch der Bachelor! Er ist es, der den Rekruten die Anweisungen erteilt und die Aufgaben zuordnet. Ausserdem werden Anweisungen in kodierter Sprache erteilt, denn: Der Feind lauscht mit! Wegen solch banaler Fehler wurden schon Kriege verloren, und das wollen wir doch nicht, oder?
Der Bachelor

SIR, YES, SIR!

Re: Warum du verdammt falsch liegst

Jörg , Sunday, 18.01.2004, 01:11 (vor 8055 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 17. Januar 2004 15:24:37:

Hallo Xenia!

>Gruß

Moritz ähm Monika *g*

Nee, du bist die Milbe unter den Maden
Xenia, Insektenvertilgungsmittel[/i]

Bitte tue mir und den anderen Forumsteilnehmern den Gefallen und
verzichte auf solche Ausfälligkeiten.

Auch wenn Du Monikas Meinung in manchen Dingen nicht teilst, ist
das noch lange kein Grund, beleidigend zu werden.

Jörg

Pisa

reinecke54, Monday, 19.01.2004, 12:35 (vor 8054 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Warum du verdammt falsch liegst von Xenia am 17. Januar 2004 15:24:37:

Nee, du bist die Milbe unter den Maden
Xenia, Insektenvertilgungsmittel

Milben sind keine Insekten, sondern Spinnentiere!
Maden sind Jugendstadien von Insekten mit vollstaendiger
Verwandlung.

Re: Warum du falsch liegst...

XRay, Wednesday, 14.01.2004, 19:07 (vor 8059 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

...willst du wahrscheinlich nicht wissen.

Du bist wohl auch kaum ein Betroffener, insofern sei dir deine
Gutgläubigkeit verziehen und wenn du deine Traumwelt erhalten
willst, dann ..lass dich z.B. keinesfalls Scheiden, denn nach
meiner Einschätzung würdest vermutlich gerade du vermutlich relativ
schnell begreifen müssen...

Die de-facto-Benachteiligung von Frauen solltest du mal näher erläutern.
Ich lache gerne.

Warum du falsch liegst!

Andreas, Wednesday, 14.01.2004, 19:35 (vor 8059 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hallo Horst,

Meistens ist es ja so, dass der Mann müde von der Arbeit nach Hause kommt und seine Pflicht hiermit als erledigt ansieht.

Das ist falsch.

Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf die Behauptung, Männer seien heutzutage benachteiligt. Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen.

Deine Erfahrungen spiegeln aber nicht den objektiven Zustand der Gesellschaft wider und diese zeigen eindeutig, dass Maenner durchaus in vielen Bereichen benachteiligt werden.

Es mag zwar einzelne Bereiche geben, in denen der Gesetzgeber quasi kompensatorisch tätig geworden ist, das aber nur, weil die de-facto-Benachteiligung der Frau aus der Gesellschaft mit gutem Zureden einfach nicht wegzubekommen ist.

Wo gibt es denn diese "de-facto-Benachteiligung", lieber Horst?

Im Erwerbsleben spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle, was sicher nicht auf manglende Fähigkeiten zurückzuführen ist, sondern systemimmanent ist.

Das ist eine sehr stark vereinfachte Darstellung der tatsaechlichen Situation.

Frauen werden praktisch nur geduldet, wobei ihr Verhalten von Männern stets argwöhnisch beobachtet wird. Verhält sie sich im Sinne der Männer, hat sie etwas Freiheit, ansonsten gute Nacht mit Aufstiegs-
möglichkeiten. Frauen werden praktisch als Autorität gar nicht respektiert, und zwar von beiden Geschlechtern.

Wo hast Du denn diesen Unfug gelesen?

Männliche Geilheit dagegen darf (fast) alles. Wagt es eine Frau, dagegen aufzubegehren, wird sie als Mannweib oder pervers oder spinnert beschimpft.

Kann ich nicht nachvollziehen.

Zusammenfassend muss ein Umdenken stattfinden (=Revolution im Kopf) damit sich nachhaltig etwas ändert. Eine Bewusstseinsänderung ist dringend erforderlich, das gilt auch für das (patriarchale) Geldsystem.

Wo gibt es denn dieses "patriarchale Geldsystem"?

Ich hoffe, euch damit nicht zu sehr vor den Kopf gestossen zu haben und verbleibe

Nope, hast Du nicht - keine Sorge! Allerdings habe ich den Eindruck, dass vor allen Dingen in Deinem Kopf eine "Revolution" stattfinden muss! Mir scheint, Du lebst in einer Traumwelt. Du plapperst nur alte, laengst widerlegte Maerchen nach. Beschaeftige Dich mehr mit der Realitaet und den tatsaechlichen Vorgaengen in der Welt. Das geht natuerlich nicht, in dem Du die Zeitung aufschlaegst und alles unhinterfragt und unkritisch schluckst, was Du dort liest oder im Fernsehen tagein tagaus an (Des)Information vorgesetzt bekommst - vielmehr geht das nur durch kritisches Denken, d.h. vor allem durch EIGENES und aktives Denken, denn nachplappern kann jeder. Man muss erst lernen, Dinge in Frage zu stellen, die einem von Kindheit an eingetrichtert wurden und das gilt insbesondere fuer die Legende von der benachteiligten Frau. Das musst Du aber noch etwas ueben und trainieren. Ansonsten kann ich Dir nur das anraten, was Dir auch Monika schon empfohlen hat:
informieren, informieren, informieren und vor allem: selbst nachdenken!

Gruss
Andreas

Re: Warum du falsch liegst!

terVara, Wednesday, 14.01.2004, 21:46 (vor 8059 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Warum du falsch liegst! von Andreas am 14. Januar 2004 17:35:24:

Moin Andreas,

Wo gibt es denn dieses "patriarchale Geldsystem"?

ich nehme an, Horst meint damit das aktuelle kapitalistische "Zinsundzinseszins"-System, was durch immer höhere Zinslasten die Kapitalmärkte irgendwann mal zum Zusammenbruch bringt, weil keiner mehr die aufgelaufenen Zinsen zahlen kann...

Als Alternative dazu wurde mal der zinslose Geldumlauf nach dem Vorbild des Bakteatengeld im Mittelalter postuliert. Dabei verfällt der Geldwert, wenn das Geld bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausgegeben ist. Auf diese Weise soll der Geldumlauf angekurbelt werden, der durch das zinsbegünstigte horten im kapitalistischen System gebremst wird.

Gruß

tervara

Re: Warum du falsch liegst!

Der Bachelor, Wednesday, 14.01.2004, 22:06 (vor 8059 Tagen) @ terVara

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von terVara am 14. Januar 2004 19:46:04:

Moin Andreas,
>Wo gibt es denn dieses "patriarchale Geldsystem"?
ich nehme an, Horst meint damit das aktuelle kapitalistische "Zinsundzinseszins"-System, was durch immer höhere Zinslasten die Kapitalmärkte irgendwann mal zum Zusammenbruch bringt, weil keiner mehr die aufgelaufenen Zinsen zahlen kann...
Als Alternative dazu wurde mal der zinslose Geldumlauf nach dem Vorbild des Bakteatengeld im Mittelalter postuliert. Dabei verfällt der Geldwert, wenn das Geld bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausgegeben ist. Auf diese Weise soll der Geldumlauf angekurbelt werden, der durch das zinsbegünstigte horten im kapitalistischen System gebremst wird.
Gruß
tervara

Das ist doch Unsinn. Weltuntergangsszenarien sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eben NICHT eintreten. Die regulierende Kraft des Kapitalismus wird immer noch gewaltig unterschätzt. Es gibt kein besseres System.

Der Bachelor

Re: Warum du falsch liegst!

terVara, Thursday, 15.01.2004, 00:39 (vor 8058 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Der Bachelor am 14. Januar 2004 20:06:48:

Diese Theorie wurde von Silvio Gsell in den 20'er Jahren postuliert...

In jüngster Zeit ist diese Theorie wieder aufgegriffen und als notwendige Alternative zum bestehenden System publiziert worden...

Das dieses Buch von einer Frau verfaßt wurde, brauche ich sicherlich nicht zu betonen...

Gruß

tervara

"patriarchales" Geldsystem

Mirko, Thursday, 15.01.2004, 12:51 (vor 8058 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Der Bachelor am 14. Januar 2004 20:06:48:

[quote][quote]Wo gibt es denn dieses "patriarchale Geldsystem"?[/quote][/quote]
[quote]ich nehme an, Horst meint damit das aktuelle kapitalistische "Zinsundzinseszins"-System, was durch immer höhere Zinslasten die Kapitalmärkte irgendwann mal zum Zusammenbruch bringt, weil keiner mehr die aufgelaufenen Zinsen zahlen kann...[/quote]

Es gibt jede Menge pseudointellektuelle Versuche, den Kapitalismus nur als ein weiteres Übel (oder auch Wurzel) des Patriarchats zu definieren, dadurch umfasst der Feminismus die Kapitalismuskritik - der Feminismus entstand ja besonders aus dem linken Gesellschaftsspektrum. Daher Schlagworte wie "patriarchales Geldsystem"

[quote]Als Alternative dazu wurde mal der zinslose Geldumlauf nach dem Vorbild des Bakteatengeld im Mittelalter postuliert. Dabei verfällt der Geldwert, wenn das Geld bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausgegeben ist. Auf diese Weise soll der Geldumlauf angekurbelt werden, der durch das zinsbegünstigte horten im kapitalistischen System gebremst wird.
Gruß
tervara[/quote]

Das ist doch Unsinn. Weltuntergangsszenarien sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eben NICHT eintreten. Die regulierende Kraft des Kapitalismus wird immer noch gewaltig unterschätzt. Es gibt kein besseres System.

Unter Weltuntergang vertehe ich eigentlich Atomkrieg, Asteroideneinschlag - ob der ständige Zinsfluss von unten nach oben dazu führt, bezweifle ich. IMHO kommt es zu mehr Armut, mehr Kriminalität, eine stärkere Radikalisierung der Gesellschaft. Der Staat wiederum steuert gegen durch härtere Gesetze und Ausbau von Überwachung und Zensur.

Re: Warum du falsch liegst!

Odin, Thursday, 15.01.2004, 23:30 (vor 8057 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Der Bachelor am 14. Januar 2004 20:06:48:

Das ist doch Unsinn. Weltuntergangsszenarien sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eben NICHT eintreten. Die regulierende Kraft des Kapitalismus wird immer noch gewaltig unterschätzt. Es gibt kein besseres System.

Dir wird es entgangen sein, aber der Kapitalismus ist eigentlich in den meisten Staaten dieser Erde abgeschafft, da er nicht überlebensfähig war.
Das Horten von Reichtümern einiger weniger führte zu ständigen Unruhen und Revolutionen. Eine Urgeneration, die sich durch harte Arbeit hoch- und reichgearbeitet hat (soweit möglich, denn durch Arbeit allein wird man nicht reich, siehe unsere Entwicklungsländer) wird durch die nächste Generation abgelöst, die schon weniger arbeitet, bis schließlich eine Generation kommt, die gar nicht mehr arbeiten muß, sondern nur noch von Zinsen und der Arbeit anderer lebt. Dieses Ungleichgewicht muß dann zwangsläufig wieder in einer Revolution und einer Neuverteilung von Geld enden. In den meisten Ländern wurde daher die soziale Marktwirtschaft in größerem (z.B. Schweden, Deutschland) oder kleinerem Rahmen (z.B. Amerika) eingeführt bzw. hat sich durchgesetzt.

Im übrigen hat unser Geldsystem wirklich entscheidende Nachteile eben dadurch, daß viel Kapital brach liegt. Andere Währungssysteme sind aber in ALLEN Ländern dieser Welt durchaus üblich und werden sogar mit Begeisterung genutzt, z.B. Tauschhandel, Punktesystem bei der Nachbarschaftshilfe etc.

Re: Warum du falsch liegst!

Der Bachelor, Friday, 16.01.2004, 00:06 (vor 8057 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Odin am 15. Januar 2004 21:30:02:

Das ist doch Unsinn. Weltuntergangsszenarien sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eben NICHT eintreten. Die regulierende Kraft des Kapitalismus wird immer noch gewaltig unterschätzt. Es gibt kein besseres System.

Dir wird es entgangen sein, aber der Kapitalismus ist eigentlich in den meisten Staaten dieser Erde abgeschafft, da er nicht überlebensfähig war.

Stimmt nicht. Wahr ist, dass der Kapitalismus gewisser Korrektive bedarf, um seine Nachteile abzumildern. Dies nannte man dann soziale Marktwirtschaft. In seiner reinsten Form ist er kaum überlebensfähig, das stimmt. Doch im Grundprinzip arbeiten immer mehr Staaten nach diesem Prinzip (osteuropäische Staaten, die Riesenreiche China und Russland).
Der Kapitalismus ist also keineswegs auf dem absteigenden Ast.

Das Horten von Reichtümern einiger weniger führte zu ständigen Unruhen und Revolutionen. Eine Urgeneration, die sich durch harte Arbeit hoch- und reichgearbeitet hat (soweit möglich, denn durch Arbeit allein wird man nicht reich, siehe unsere Entwicklungsländer) wird durch die nächste Generation abgelöst, die schon weniger arbeitet, bis schließlich eine Generation kommt, die gar nicht mehr arbeiten muß, sondern nur noch von Zinsen und der Arbeit anderer lebt. Dieses Ungleichgewicht muß dann zwangsläufig wieder in einer Revolution und einer Neuverteilung von Geld enden. In den meisten Ländern wurde daher die soziale Marktwirtschaft in größerem (z.B. Schweden, Deutschland) oder kleinerem Rahmen (z.B. Amerika) eingeführt bzw. hat sich durchgesetzt.

Die soziale Marktwirtschaft wird gerade reformiert in Richtung kleinerem Rahmen like America. Leistungen des Staates werden gekürzt, die Eigen- verantwortung des Individuums erhöht. Dahinter stehen ganz einfach wirtschaftliche Gründe. Das kapitalistische System ist nun mal effizienter als das sozialistische. Mit dem surplus an Geld konnte der Wohlstand aller erheblich gesteigert werden. In Zeiten der Globalisierung konkurriert man aber nicht mehr nur mit ein paar grossen Ländern, daher ist man gezwungen, auf mehr Effizienz zu setzen. Daher die paradoxe Situation, dass die SPD, die ja das sozial im Namen trägt, den Sozialstaat abbaut. Letztlich ist es aber notwendig.

Im übrigen hat unser Geldsystem wirklich entscheidende Nachteile eben dadurch, daß viel Kapital brach liegt. Andere Währungssysteme sind aber in ALLEN Ländern dieser Welt durchaus üblich und werden sogar mit Begeisterung genutzt, z.B. Tauschhandel, Punktesystem bei der Nachbarschaftshilfe etc.

Jaja, diese Pipifax-Systeme versagen aber in einem grösseren Rahmen, da liegt der Hund begraben. Im übrigen liegt das Kapital nicht brach, jedenfalls nicht, wenn die Kapitalmärkte flexibel sind und ordentlich funktionieren.

Der Bachelor

Re: Warum du falsch liegst!

terVara, Friday, 16.01.2004, 02:26 (vor 8057 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Der Bachelor am 15. Januar 2004 22:06:29:

Doch im Grundprinzip arbeiten immer mehr Staaten nach diesem Prinzip (osteurop�ische Staaten, die Riesenreiche China und Russland).
Der Kapitalismus ist also keineswegs auf dem absteigenden Ast.

Auch das stimmt wiederum nicht vollständig...

In Japan sind seit Herbst definitive Überlegungen im Gange, Freigeld einzuführen: http://www.politikforum.de/forum/showthread.php?threadid=38791

Ich habe allerdings meine Skepsis, ob das innerhalb einer globalen Marktwirtschaft funktionieren kann...

Gruß

tervara

Re: Warum du falsch liegst!

Odin, Friday, 16.01.2004, 21:51 (vor 8057 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Der Bachelor am 15. Januar 2004 22:06:29:

Stimmt nicht. Wahr ist, dass der Kapitalismus gewisser Korrektive bedarf, um seine Nachteile abzumildern. Dies nannte man dann soziale Marktwirtschaft. In seiner reinsten Form ist er kaum überlebensfähig, das stimmt. Doch im Grundprinzip arbeiten immer mehr Staaten nach diesem Prinzip (osteuropäische Staaten, die Riesenreiche China und Russland).
Der Kapitalismus ist also keineswegs auf dem absteigenden Ast.

Länder wie China und Rußland litten sehr durch den Kapitalismus und haben ihn letztlich zum stürzen gebracht. Sie haben sehr stark vom Kommunismus profitiert. In beiden Ländern ist Hunger ein Fremdwort und auch die ärmeren Schichten gehen zur Schule. Dies war vorher undenkbar.
Das gleiche gilt für sozialistische Systeme wie z.B. Kuba. Das Gesundheitssystem ist vorbildhaft, jedes Kind kann lesen und schreiben. Leider ist das Land durch die Blockadepolitik wirtschaftlich am Ende. Das Land wird wieder zum Puff für reichere Länder. So war es leider schon vor der Revolution.
Durch den Zusammenbruch der kommunistischen Staaten ist zu befürchten, daß der alte Kapitalismus als vermeintlicher Sieger (was er nie war und ist) zurückkehrt. Manche Wirtschaftswissenschaftler behaupten zwar, daß der Kapitalismus beim Börsenkrach in den 20 Jahren gestorben ist (manche sehen das Datum beim Börsenkrach im Jahr 2000), aber mit solchen Theorien kenne ich mich nicht aus. Ich denke eher, daß der Kapitalismus eine dauernde Bedrohung ist und das wir gut daran tun, die jetzigen Tendenzen im Auge zu behalten, bevor es wieder den "großen Krach" gibt. Nur durch die soziale Marktwirtschaft, die auch den ärmeren Hoffnung gab vom Kuchen etwas abzukriegen und vor allem auch Hoffnung für deren Kinder gab, konnte der soziale Frieden gewahrt bleiben. Nur durch solchen sozialen Frieden ist letzlich Wohlstand möglich, denn auch der Mittelstand bricht zusammen beim harten Kapitalismus. Länder wie Indien beweisen dies.

Jaja, diese Pipifax-Systeme versagen aber in einem grösseren Rahmen, da liegt der Hund begraben. Im übrigen liegt das Kapital nicht brach, jedenfalls nicht, wenn die Kapitalmärkte flexibel sind und ordentlich funktionieren.

Durch derlei "Pipifax-Systeme" ist letztlich unsere Kultur entstanden. Das alte Ägypten funktionierte ganz prima damit. Sie gelten auch als die Entwickler dieses Systems. Habe mal gelesen, daß es über diese Entwicklung zu unserem Währungssystem ein tolles Buch geben soll. Leider fällt mir der Titel nicht mehr ein.

Sorry, Odin :-)

carlos, Saturday, 17.01.2004, 00:03 (vor 8056 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Odin am 16. Januar 2004 19:51:17:

Servus Odin!
Der große Sprung nach vorne, den Mao gerne proklamierte und nicht schaffte, wurde mit 40 Millionen (Hunger)Toten bezahlt. Mao selbst zur hat zur betreffenden Zeit gelebt wie ein roter Mandarin. Zu Cubas Problemen gehoert sicher die totale Blockade durch die USA, aber genauso auch das Wegbrechen des ehemaligen Verbuendeten Sowjetunion. Auf Cuba wird mittlerwile gehungert; wichtige Medikamente sind schon lange nicht mehr verfuegbar, Milch vielerorts ein Luxus... etc. Viele Cubaner und Chinesen haetten schon immer gerne das getan (aber nie konnten), was nicht wenige Maenner sich hierzulande schon lange ueberlegen (und auch koennten, wenn sie wollten): Abhauen.
Servus!
carlos

Re: Sorry, Odin :-)

Odin, Saturday, 17.01.2004, 18:19 (vor 8056 Tagen) @ carlos

Als Antwort auf: Sorry, Odin :-) von carlos am 16. Januar 2004 22:03:32:

Servus Odin!
Der große Sprung nach vorne, den Mao gerne proklamierte und nicht schaffte, wurde mit 40 Millionen (Hunger)Toten bezahlt. Mao selbst zur hat zur betreffenden Zeit gelebt wie ein roter Mandarin. Zu Cubas Problemen gehoert sicher die totale Blockade durch die USA, aber genauso auch das Wegbrechen des ehemaligen Verbuendeten Sowjetunion. Auf Cuba wird mittlerwile gehungert; wichtige Medikamente sind schon lange nicht mehr verfuegbar, Milch vielerorts ein Luxus... etc. Viele Cubaner und Chinesen haetten schon immer gerne das getan (aber nie konnten), was nicht wenige Maenner sich hierzulande schon lange ueberlegen (und auch koennten, wenn sie wollten): Abhauen.

Hallo Carlos,
die Revolution frißt meist ihre eigenen Kinder. In China gibt es allgemeine Schulbildung und das, bei der Masse an Volk. Aber Mao war eine Drecksau - kein Widerspruch. Bin ja auch kein Kommunist. Nur einfach soll man es sich auch nicht machen: Kommunismus Scheiße, Kapitalismus gut.
Möchte nicht wissen, wie es ohne den Kommunismus jetzt in Rußland oder China aussehen würde O D E R bei uns, da durch den Kommunismus die Kapitalisten auch gesehen haben, so gehts nicht, wir müssen unser Volk bei der Stange halten.

Dies fällt nun leider weg, daher warten wirs mal ab!

Cuba blutet sicher mittlerweile ziemlich aus. Ohne Verbündete könnte nicht mal Amerika lange überleben. Außerdem ist Castro schon zu alt. Der springt nicht mehr über seinen Schatten. Die Gebete der Cubaner gehörten jetzt langsam mal erhört. Da lob ich mir Che :-)

Re: Sorry, Odin :-)

carlos, Saturday, 17.01.2004, 20:19 (vor 8056 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Sorry, Odin :-) von Odin am 17. Januar 2004 16:19:07:

Servus, Odin!
In China gibt es eine allgemeine Schulpflicht erst seit Ende der 80=er Jahre des 20. Jahrhunderts, weswegen auch heute noch die Analphabetenrate entsprechend hoch ist. Dazu kommt, dass die chinesische Schrift auch fuer Chinesen selbst jahrelange Uebung erfodert. Die bettelarmen Bauern vom Land hatten und haben schlicht weder Zeit noch Geld, sich darum zu kuemmern. Auch die Kulturrevolution hat ja gegen alles gewuetet, was 10 Meter gegen den Wind nach Bildung nur gerochen hatte. China hat damals die meisten Zeugnisse von und Bruecken zu seiner Kultur und Geschichte zerstoert; nicht viel ist mehr uebig geblieben. Allerdings ist in China seit etwa Mitte der 90=er Jahre ein regelrechter Bildungshunger ausgebrochen. Um den zu befriedigen, braucht man allerdings Geld, viel Geld, besonders dann, wenn man an die Uni moechte; Geld, das die ueberwaeltigende Mehrheit im Lande nach wie vor nicht hat.
Servus!
carlos

Re: Sorry, Odin :-)

Rüdiger, Wednesday, 21.01.2004, 01:49 (vor 8052 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Sorry, Odin :-) von Odin am 17. Januar 2004 16:19:07:

Nur einfach soll man es sich auch nicht machen: Kommunismus Scheiße, Kapitalismus gut.

Nö, aber die Lektüre des "Schwarzbuchs des Kommunismus" möchte ich mal empfehlen. Wenige Tage nach der Machtergreifung der Bolschewiki trat die freigewählte Duma zusammen. In der hatten Linksparteien (Menschewiki, Sozialrevolutionäre) eine solide Mehrheit; aber nein, die Bolschewiki waren ja im Alleinbesitz der Wahrheit (prawda) und unfähig zum Kompromiß, unfähig, wirklich auf die Anliegen der einfachen Massen einzugehen, und maßlos überheblich und theoriegläubig. "Eine Verbindung zwischen Diktatur und Kommunismus wäre die schlimmste Wendung, die die Geschichte nehmen könnte" (der Anarchist Bakunin). Genau diese schlimmste Wendung hat die Geschichte genommen. "Der Krieg gegen das eigene Volk beginnt" ist ein Kapitel des "Schwarzbuchs" überschrieben - und nach wenigen Wochen hatten die Kommunisten mehr Tote auf dem Gewissen als das Zarenreich in Jahrzehnten.

Schon vor 1914 hatte die industrielle Entwicklung des Zarenreiches begonnen - was an wirtschaftlicher Entwicklung unter dem Kommunismus geschafft wurde, hätte gewiß auch ein freiheitliches System erreicht, ganz abgesehen davon, daß "wirtschaftliche Entwicklung" niemals die Entschuldigung für derartige Verbrechen gegen die Humanität sein kann. Tut mir leid, aber wenn ich Sätze sehe wie "Rußland verdankt den Kommunisten viel" (und damit nicht Elend und Tod gemeint ist), wird mir ganz anders...

Möchte nicht wissen, wie es ohne den Kommunismus jetzt in Rußland oder China aussehen würde

Na zum Beispiel so wie in Taiwan: Schulen für alle, (relativer) Wohlstand für alle, bei allen Mängeln ein wesentlich höherer Lebensstandard als in der VR China. Vor einigen Jahren war mal ein Bericht in der FAZ über Chinesen, die 1950 in Korea, glaub ich, in südkoreanische Kriegsgefangenschaft gerieten; der eine ließ sich in die VR China entlassen: Resultat: Ein verpfuschtes Leben. Armut und Not, ideologische Drangsalierung in der Kulturrevolution und und und ..... Der andere ging nach Taiwan: Resultat: Dort zahlt sich Arbeit auch aus in ganz normalem "bürgerlichem" Erfolg. Verbittert muß der "Rotchinese" erkennen, daß er durch eine falsche Entscheidung sein ganzes Leben wesentlich härter, schwieriger und fruchtloser gemacht hat als der "Taiwanese".

O D E R bei uns, da durch den Kommunismus die Kapitalisten auch gesehen haben, so gehts nicht, wir müssen unser Volk bei der Stange halten.

Sozialstaat hätt's auch so gegeben, ich glaub diese These nicht, daß das nur wegen des drohenden Kommunismus eingeführt wurde. Ist ja auch viel älter, begann schon unter Bismarck (allerdings wegen der "drohenden Sozialdemokratie", na ja, also doch was dran ;-), wurde ausgebaut in der Weimarer Republik etc.

Herzliche Grüße

Rüdiger

Re: Warum du falsch liegst!

Der Bachelor, Saturday, 17.01.2004, 01:13 (vor 8056 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Warum du falsch liegst! von Odin am 16. Januar 2004 19:51:17:

Stimmt nicht. Wahr ist, dass der Kapitalismus gewisser Korrektive bedarf, um seine Nachteile abzumildern. Dies nannte man dann soziale Marktwirtschaft. In seiner reinsten Form ist er kaum überlebensfähig, das stimmt. Doch im Grundprinzip arbeiten immer mehr Staaten nach diesem Prinzip (osteuropäische Staaten, die Riesenreiche China und Russland).
Der Kapitalismus ist also keineswegs auf dem absteigenden Ast.

Länder wie China und Rußland litten sehr durch den Kapitalismus und haben ihn letztlich zum stürzen gebracht. Sie haben sehr stark vom Kommunismus profitiert. In beiden Ländern ist Hunger ein Fremdwort und auch die ärmeren Schichten gehen zur Schule. Dies war vorher undenkbar.
Das gleiche gilt für sozialistische Systeme wie z.B. Kuba. Das Gesundheitssystem ist vorbildhaft, jedes Kind kann lesen und schreiben. Leider ist das Land durch die Blockadepolitik wirtschaftlich am Ende. Das Land wird wieder zum Puff für reichere Länder. So war es leider schon vor der Revolution.
Durch den Zusammenbruch der kommunistischen Staaten ist zu befürchten, daß der alte Kapitalismus als vermeintlicher Sieger (was er nie war und ist) zurückkehrt. Manche Wirtschaftswissenschaftler behaupten zwar, daß der Kapitalismus beim Börsenkrach in den 20 Jahren gestorben ist (manche sehen das Datum beim Börsenkrach im Jahr 2000), aber mit solchen Theorien kenne ich mich nicht aus. Ich denke eher, daß der Kapitalismus eine dauernde Bedrohung ist und das wir gut daran tun, die jetzigen Tendenzen im Auge zu behalten, bevor es wieder den "großen Krach" gibt. Nur durch die soziale Marktwirtschaft, die auch den ärmeren Hoffnung gab vom Kuchen etwas abzukriegen und vor allem auch Hoffnung für deren Kinder gab, konnte der soziale Frieden gewahrt bleiben. Nur durch solchen sozialen Frieden ist letzlich Wohlstand möglich, denn auch der Mittelstand bricht zusammen beim harten Kapitalismus. Länder wie Indien beweisen dies.

Jaja, diese Pipifax-Systeme versagen aber in einem grösseren Rahmen, da liegt der Hund begraben. Im übrigen liegt das Kapital nicht brach, jedenfalls nicht, wenn die Kapitalmärkte flexibel sind und ordentlich funktionieren.

Durch derlei "Pipifax-Systeme" ist letztlich unsere Kultur entstanden. Das alte Ägypten funktionierte ganz prima damit. Sie gelten auch als die Entwickler dieses Systems. Habe mal gelesen, daß es über diese Entwicklung zu unserem Währungssystem ein tolles Buch geben soll. Leider fällt mir der Titel nicht mehr ein.

Ich erachte hiermit unsere Diskussion als beendet. Wir sind inhaltlich so weit weg, dass wir uns nie finden werden. Nur einige Dinge kann ich einfach nicht so stehenlassen:
Der Mensch weiss heute wesentlich mehr über wirtschaftliche Zusammenhänge als in den zwanziger Jahren. Was die damalige Depression ausgelöst hat, war die unsinnige Reaktion der Zentralbanken, die Zinsen zu erhöhen und damit die Wirtschaft vollends abzuwürgen. Der Goldstandard tat sein übriges. Bei den "Wirtschaftswissenschaftlern" gibt es genauso wie bei Experten in anderen Bereichen divergierende Meinungen. Das liegt in der Natur der Sache. Aber sei versichert: Der Kapitalismus ist nicht tot, er ist lebendiger denn je!
Du schreibst weiter "nur durch sozialen Frieden ist letztlich Wohlstand möglich". Also die Kausalität ist wenn schon umgekehrt. Nur durch Wohlstand kann ich sozialen Frieden herstellen. Der Wohlstand ist die Ursache und nicht die Wirkung. Der Kapitalismus dürfte aber besser geeignet sein, den Wohlstand zu erhöhen (zumindest nach Adam Riese), als der Kommunismus. Wenn, dann gibt es ein Verteilungsproblem, das politisch gelöst werden muss.
Ich weiss, dass der Tauschhandel vor unserem Geldsystem war. Deswegen weine ich ihm keine Träne nach. Die Dampfmaschine hat ja auch die Industrialisierung vorangetrieben. Trotzdem ist sie heute nicht mehr zeitgemäss. Warum wohl?
Mit dem tollen Buch meinst du vielleicht den Schinken "Das Geld der Zukunft" von Bernard Lietaer. Er gilt auch ein Verfechter alternativer Währungssysteme wie Time Dollars, Ithaca Hours, die japanische Pflegwährung und dergleichen. Es ist sehr informativ, wenngleich an manchen Stellen ziemlich idealistisch.

mfg
Der Bachelor

Re: Warum ihr falsch liegt

Intendant, Wednesday, 14.01.2004, 20:32 (vor 8059 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hi Horst, was verstehst Du unter "Rollentausch"?

Schönen Gruss Intendant

Frage

Der Eamn(n)ze, Wednesday, 14.01.2004, 21:08 (vor 8059 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Erst einmal ein Lob an Deine geniale Wortschöpfung "kompensatorische Maßnahmen". Die hätte das Zeug dazu, zum Unwort-Anwärter 2004 zu werden. Genialer hätte Joseph G. eine willkürliche quasi-apartheitliche Benachteiligung einer Bevölkerungsgruppe auch nicht verschleiern können. Glückwunsch!

So, nun zur Frage: Stell Dir vor, du wirst von Deiner Frau geschieden und mußt um das Umgangsrecht Deines Kindes kämpfen (Sorgerecht kannst Du ja eh vergessen, wenn es hart auf hart kommt). Obendrein zahlst Du Exgatten-Unterhalt an Deine Frau + Kindes-Unterhalt und schrammst dadurch am Existenzminimum vorbei. (Bitte jetzt nicht schreien "das gibt's nicht". Das ist auf Dich bezogen eine hypotetische Annahme, aber in tausenden Fällen Realität.)

Betrachtest Du die gesetzlichen Regelungen, nach denen ein Vater de facto ein Elternteil 2.Klasse ist und potentielle Melkkuh für seine Exgattin, als kompensatorische Maßnahmen?

Würdest Du diese Ungerechtigkeiten im o.g. Szenario (wenn es Dich selber trifft!) als "kompensatorische Maßnahmen" respektieren?

(PS: Ich bitte Dich nochmals: Das Szenario gibt es tausendfach, also bitte der Frage nicht ausweichen. Danke)

Re: Warum ihr falsch liegt

Realist, Wednesday, 14.01.2004, 22:52 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Vorab, meine Frau hat mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht, ich hätte ja nie hier reingeschaut...aus dem einfachen Grund, weil ich mich NICHT benachteiligt fühle.
Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle. Von Beruf Geologe (Energiefachmann), verheiratet, ein Kind. Hobbies: Reisen, Fotografieren, Kochen (gerne asiatisch).
Die hier vielfach aufgestellte Annahme, Gleichberechtigung müsse immer durch die Staatsgewalt hergestellt werden, ist IMO falsch. Es ist durchaus ein Gleichgewicht möglich, sofern mann nur will. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, schliesslich ist meine Frau eine Feministin und bekennende Domna. Die meisten von euch werden jetzt entrüstet die Nase rümpfen. Ich möchte euch aber kurz erklären, warum ich mich in dieser Beziehung wohlfühle.
Meistens ist es ja so, dass der Mann müde von der Arbeit nach Hause kommt und seine Pflicht hiermit als erledigt ansieht. Bei uns wird die Haus- arbeit gemeinsam erledigt. Wir putzen z.B. gemeinsam, kochen abwechselnd usw. Gleichberechtiung muss gelebt und nicht festgeschrieben werden!
Der Rollentausch ist dabei eine vorzügliche Möglichkeit, die Beziehung gleichberechtigt zu leben. Ich wundere mich immer wieder, wie sich Menschen gegenseitig das Leben schwermachen, weil sie DAS (=den Rollentausch) nicht können (wollen).
Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf die Behauptung, Männer seien heutzutage benachteiligt. Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen. Es mag zwar einzelne Bereiche geben, in denen der Gesetzgeber quasi kompensatorisch tätig geworden ist, das aber nur, weil die de-facto-Benachteiligung der Frau aus der Gesellschaft mit gutem Zureden einfach nicht wegzubekommen ist. Im Erwerbsleben spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle, was sicher nicht auf manglende Fähigkeiten zurückzuführen ist, sondern systemimmanent ist.
Frauen werden praktisch nur geduldet, wobei ihr Verhalten von Männern stets argwöhnisch beobachtet wird. Verhält sie sich im Sinne der Männer, hat sie etwas Freiheit, ansonsten gute Nacht mit Aufstiegs-
möglichkeiten. Frauen werden praktisch als Autorität gar nicht respektiert, und zwar von beiden Geschlechtern. Männliche Geilheit dagegen darf (fast) alles. Wagt es eine Frau, dagegen aufzubegehren, wird sie als Mannweib oder pervers oder spinnert beschimpft.
Zusammenfassend muss ein Umdenken stattfinden (=Revolution im Kopf) damit sich nachhaltig etwas ändert. Eine Bewusstseinsänderung ist dringend erforderlich, das gilt auch für das (patriarchale) Geldsystem.
Ich hoffe, euch damit nicht zu sehr vor den Kopf gestossen zu haben und verbleibe
mit skeptischen
Grüssen
Horst

Aus Deiner Argumentation spricht die Unlogik einer Frau! Horst heißt Du sicherlich nur mit Nachnamen!

MfG
Realist

Re: zu de facto..

XRay, Wednesday, 14.01.2004, 23:36 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

..die de-facto-Benachteiligung der Frau aus der Gesellschaft mit gutem Zureden einfach nicht wegzubekommen ist. Im Erwerbsleben spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle, was sicher nicht auf manglende Fähigkeiten zurückzuführen ist, sondern systemimmanent ist.

---------
Daraus soll ich wohl folgende Botschaften lesen:
1. Im Erwerbsleben eine Rolle zu spielen ist ein Vorteil
2. Dass Frauen dort eine geringere Rolle spielen, liegt nicht an den Frauen selbst.
3. Das System ist von Männern geschaffen.

Zu 1.
ich bin überzeugt, dass Männer durchaus gerne mit Frauen tauschen würden,
wenn sie die Auswahl hätten. Männer haben aber nicht die Wahl, bzw.
sind oder wären nicht gut beraten den Hausmann zu spielen.
Im Fall einer Scheidung würden sie in der Regel nicht die Kinder zugesprochen bekommen, es sei denn Mutter lässt das zu. Und es würde sie
eine Unterhaltspflicht treffen, die sie nur als Erwerbstätige leisten könnten. Also muss für Männer Erwerbstätigkeit im Vordergrund stehen.
Für Frauen ist das anders. Es wird Wert darauf gelegt, dass Frauen
sich frei entscheiden können.....
Eine Rolle im Erwerbsleben ein Vorteil? Zweifel sind angebracht.

zu 2.
aus 1 folgt, dass es in der Mehrzahl Frauen sind, die Familienarbeit
leisten. Dies das zum Teil von vornherein so wollen, sich jedenfalls
relativ beliebig entscheiden können und wollen. Wenn sie sich dann
zunächst für Erwerbstätigkeit entscheiden, haben sie oft im Hinterkopf
später die Familienarbeit zu übernehmen und engagieren sich entsprechend
weniger. Vielleicht entscheiden sie sich dann auch für einen Zuverdienst.
Lebenslänglich den Brötchenbeschaffer zu spielen reizt Frauen nicht
unbedingt. Sie verwirklichen sich lieber in Berufen, die Spass machen,
auch wenn da vielleicht nicht so viel verdient werden kann...
Ich sage nicht, dass Frauen nicht könnten. Die Frage ist, ob es
Frauen tatsächlich wollen.
Es liegt nicht an den Frauen? Vielleicht doch.

zu 3.
Das Patriarchat (im Grunde bedeutete das, dass die Vererbung jeweils
nur auf die Söhne erfolgt) existiert nicht. UNSERE heutige Gesellschaft
ist das Ergebnis langer Entwicklung zu der beide Geschlechter gleichermassen beigetragen haben.
Klar, den Eindruck, dass Männer die Welt regieren, kann ich nicht von
der Hand weisen. Es ist aber letztlich nur ein Eindurck.
An unseren Gesetzen siehst du, dass die Intressen von Frauen
stärker wiegen und gewogen haben, als die von Männern.
Wie mir sogar das Feministerium (BMFSFJ) schwarz auf weiss mitteilte,
gibt es heute keine Benachteiligung von Frauen per Gesetz mehr.
Das sieht bei Männern aber doch noch ganz deutlich anders aus.
Bekannteste Beispiele: Wehrpflicht, Sorgerecht
Und ... es wird nicht weniger, sondern mehr, dank Quotenwahn und
Frauengleichstellungshysterie.
Übrigens verrät schon der Ausdruck Frauengleichstellung, dass das mit
Gleichheit nix zu tun hat. Und Frauenbevorzugung gibt es auch nicht erst
seit gestern. "Frauen und Kinder zuerst" ist so alt wie Asbach.
Vielleicht liest du dazu mal meinen Beitrag "Gleichstellung - so geht das"

Von Männern gemacht? Vordergründig vielleicht.

Re: Warum ihr falsch liegt

Max, Thursday, 15.01.2004, 00:00 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hallo Horst,

du hast den Feminismus verdient!

- Max

Re: Warum ihr falsch liegt

Jonathan, Thursday, 15.01.2004, 00:09 (vor 8058 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Warum ihr falsch liegt von Max am 14. Januar 2004 22:00:35:

Mann Mann, bei aller Solidarität:

hast Du schon mal was von Dialogbereitschaft gehört?

Du hörst Dich schon an wie ne alte Feministin.

Re: Warum ihr falsch liegt

Max, Thursday, 15.01.2004, 13:04 (vor 8058 Tagen) @ Jonathan

Als Antwort auf: Re: Warum ihr falsch liegt von Jonathan am 14. Januar 2004 22:09:55:

Mann Mann, bei aller Solidarität:
hast Du schon mal was von Dialogbereitschaft gehört?
Du hörst Dich schon an wie ne alte Feministin.

________________________________

Hallo Jonathan,

klar habe ich schon mal was von Dialogbereitschaft gehört. Ist das ein Zwang? Muß ich dialogbereit sein? Oder kann ich beispielsweise auch sagen: Hopfen und Malz verloren....zwecklos. Ich glaube, ich kann.
Einen "positiv besetzten" Begriff wie "Dialogbereitschaft" als Moralkeule hervorzuholen und so zu tun, als wäre jeder nicht ganz bei Trost, der diese Dialogbereitschaft verweigert: Das ist zeitgeistig-feministischer Sozialzwang. Geh´in Dich und mir nicht auf die Nerven!

Freundlicher Gruß - Max

Re: Nachtrag

Max, Thursday, 15.01.2004, 14:38 (vor 8058 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Warum ihr falsch liegt von Max am 15. Januar 2004 11:04:36:

Mann Mann, bei aller Solidarität:
hast Du schon mal was von Dialogbereitschaft gehört?
Du hörst Dich schon an wie ne alte Feministin.

________________________________
Hallo Jonathan,
klar habe ich schon mal was von Dialogbereitschaft gehört. Ist das ein Zwang? Muß ich dialogbereit sein? Oder kann ich beispielsweise auch sagen: Hopfen und Malz verloren....zwecklos. Ich glaube, ich kann.
Einen "positiv besetzten" Begriff wie "Dialogbereitschaft" als Moralkeule hervorzuholen und so zu tun, als wäre jeder nicht ganz bei Trost, der diese Dialogbereitschaft verweigert: Das ist zeitgeistig-feministischer Sozialzwang. Geh´in Dich und mir nicht auf die Nerven!
Freundlicher Gruß - Max

_________________________

Nachtrag 12:38 Uhr: Habe Horst jetzt ausführlicher geantwortet. Hatte plötzlich Lust auf Dialogbereitschaft...
- Max

Re: Warum ihr falsch liegt

Jonathan, Thursday, 15.01.2004, 15:43 (vor 8058 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Warum ihr falsch liegt von Max am 15. Januar 2004 11:04:36:

Hallo Max,

Einen "positiv besetzten" Begriff wie "Dialogbereitschaft" als Moralkeule
hervorzuholen und so zu tun, als wäre jeder nicht ganz bei Trost, der diese >Dialogbereitschaft verweigert: Das ist zeitgeistig-feministischer
Sozialzwang.

Das sehe ich eigentlich gar nicht moralisch, sondern eher pragmatisch. Wir diskutieren hier ja im öffentlichen Rahmen, und da geht auch um Öffentlichkeitsarbeit. Soweit ich mich erinnere, wird dieses Forum ja sehr viel gelesen (ich habe mal Zahlen von um die 10000 Aufrufen pro Tag gelesen). Da ist es, finde ich, schon angebracht, sehr genau zu überlegen, wie man kommuniziert. Es ist ja quasi fast so, als ob man auf einem Podium steht, oder als ob man für eine Zeitschrift schreibt.

Muß ich dialogbereit sein? Oder kann ich beispielsweise auch sagen: Hopfen >und Malz verloren....zwecklos. Ich glaube, ich kann.

Natürlich! Aber vielleicht ist es in einer solchen Situation besser, einfach gar nichts zu schreiben. Ansonsten schreckt man eine Menge Leser gleich im Vorhinein ab und verschenkt die Chance, unsere Anliegen endlich mal in der Allgemeinheit zu plazieren. Wer sich aber öffentlich verschanzt, der wirkt auf die Außenwelt leider ziemlich sektiererisch. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn mir ging es am Anfang mit diesem Forum genauso, obwohl ich nach der Lektüre von Arne Hoffmanns Buch durchaus auch im vorraus auf die hier behandelten Themen sensibilisiert war.

Viele Grüße,
Jonathan

Re: Zugriffszahlen?

XRay, Thursday, 15.01.2004, 18:57 (vor 8058 Tagen) @ Jonathan

Als Antwort auf: Re: Warum ihr falsch liegt von Jonathan am 15. Januar 2004 13:43:40:

.. Soweit ich mich erinnere, wird dieses Forum ja sehr viel gelesen (ich habe mal Zahlen von um die 10000 Aufrufen pro Tag gelesen). Da ist es, finde ich, schon angebracht, sehr genau zu überlegen, wie man kommuniziert. Es ist ja quasi fast so, als ob man auf einem Podium steht, oder als ob man für eine Zeitschrift schreibt.

Was bedeutet ein Aufruf, wäre meine Frage?
Intressant wäre doch, wieviel VERSCHIEDENE Leute zugreifen UND auch lesen oder?
Wieviele werden das sein?
Ich glaube, dass es keine 100 Leute sind, die hier wirklich
mitlesen. Also, denke ich, dass du die Sache etwas überschätzt.

Re: Zugriffszahlen?

terVara, Thursday, 15.01.2004, 20:55 (vor 8058 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Zugriffszahlen? von XRay am 15. Januar 2004 16:57:09:

>.. Soweit ich mich erinnere, wird dieses Forum ja sehr viel gelesen (ich habe mal Zahlen von um die 10000 Aufrufen pro Tag gelesen). Da ist es, finde ich, schon angebracht, sehr genau zu überlegen, wie man kommuniziert. Es ist ja quasi fast so, als ob man auf einem Podium steht, oder als ob man für eine Zeitschrift schreibt.
Was bedeutet ein Aufruf, wäre meine Frage?
Intressant wäre doch, wieviel VERSCHIEDENE Leute zugreifen UND auch lesen oder?
Wieviele werden das sein?
Ich glaube, dass es keine 100 Leute sind, die hier wirklich
mitlesen. Also, denke ich, dass du die Sache etwas überschätzt.

Die Webstatisiken sind mit Vorsicht zu genießen...

Gestern hatte dieses Forum 3214 Pageviews, also Seitenaufrufe. Jedes gelesene Posting zählt als Seitenaufruf. Das heißt auch, daß eben keine 3214 Besucher auf der Seite waren, sondern deutlich weniger.

Betrachtet man das weiter unter dem Aspekt, daß das Posting von Horst ein starkes Feedback ausgelöst hat und die Antworten von den Beteiligten mit verfolgt werden, dann wird schnell deutlich, daß die tatsächliche Besucherzahl deutlich kleiner als 3214 sein wird. Nicht zu vergessen die Nur-Leser...

Insofern dürfte deine Schätzung der tatsächlichen Besucher im realistischen Bereich liegen...

Und wenn die Webstatistik mal im 5stelligen Pageview Bereich liegt, heißt das noch lange nicht, daß die Zahl mit den Besuchern korreliert. Es genug, wenn das Forum von vorne bis hinten von einer Suchmaschine gespidert wird und schwupp hast du für den Tag 30000 Pageviews...

Gruß

tervara

Re: Warum ihr falsch liegt

Jonathan, Thursday, 15.01.2004, 00:07 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hi Horst!

Ich probier es mal etwas diplomatischer als meine Vorredner.

Hmmm, wo soll man da anfangen?

Wahrscheinlich bist Du etwas erstaunt, dass auf Dein Posting bisher etwas aggressiv reagiert wwurde. Das hat zwei einfache Gründe:

1. Wir haben hier im Forum ein ernstes Problem mit sog. Trollen. Meist posten sie sie am Anfang, genau wie Du, irgendetwas kurzes mit einigen diffusen Argumenten "gegen uns", um dann in der Folge anzufangen, nur noch mit Dreck zu werfen und das Forum mit Spam zu überschütten.

2. Wir sehen in der Gesellschaft ein ernstes Problem mit dem sog. Trivialfeminismus. Diesen sehen wir als eine gefährliche, in vielen Fällen ins Totalitäre hineinreichende Ideologie an, die besonders in unserem Land hat Fuß fassen und konkreten Schaden anrichten können. Und das was Du schreibst, schleppt so einiges an fiesen Ideologemen mit sich. Darauf kann halt schon mal aggressiv reagieren, wenn man es immer und immer wieder vorgebetet bekommt. Wenn man immer und immer wieder die gleichen Sachen von vorne erklären muss.

Das Problem ist ganz einfach: Du polterst hier ein und willst uns erklären, warum wir "falsch liegen". Allerdings scheinst Du nicht den geringsten Schimmer zu haben, welche politische Meinung in diesem Forum überhaupt vertreten wird, bzw. auf welchem Fundament sie steht. Deine Argumentation spricht da Bände.

Es ist ganz einfach schwer, gegen Dich zu argumentieren, wenn Du selbst vollkommen am Thema vorbeischießt. Niemand hier wird Forderungen stellen wie "Frauen gehören an den Herd" oder so etwas. Wahrscheinlich sogar eher das Gegenteil: der Maskulismus fordert ja gewissermaßen das Recht für den Mann ein, seine Zwangsrolle als "Ernährer" aufgeben zu dürfen, wenn er will.

Ich gebe Dir einen Tip: wenn Dich das Thema wirklich interessiert, dann lies "Sind Frauen bessere Menschen" von Arne Hoffmann. Ganz egal, was Du bisher über dieses Buch gehört haben magst. Glaub mir, selbst wenn Du die Einsichten des Autors nicht immer teilen magst, das Buch als Informations- und Gedankensammlung ist es allemal Wert. Dort bekommst Du ausführlichere Antworten auf Deine Fragen und Argumente, als es im Rahmen dieses Forums möglich ist. Alle von Dir angesprochenen "patriarchalen" Probleme werden dort in dr gebotenen Länge besprochen und stellen sich mitunter als gar nicht mal als so patriarchal dar, denn nicht selten geht die klassische Rollenverteilung (von der auch wir hier nichts halten) eher zu Lasten des Mannes als zu lasten der Frau.

Wenn Du informiert bist, können wir womöglich einen konstruktiven Dialog führen.

Bis dahin viele Grüße,
Jonathan

Re: Warum ihr falsch liegt

Expatriate, Thursday, 15.01.2004, 11:05 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Von Beruf Geologe (Energiefachmann), verheiratet, ein Kind. Hobbies: Reisen, Fotografieren, Kochen (gerne asiatisch).
...schliesslich ist meine Frau eine Feministin und bekennende Domna.
Meistens ist es ja so, dass der Mann müde von der Arbeit nach Hause kommt und seine Pflicht hiermit als erledigt ansieht. Bei uns wird die Haus- arbeit gemeinsam erledigt. Wir putzen z.B. gemeinsam, kochen abwechselnd usw. Gleichberechtiung muss gelebt und nicht festgeschrieben werden!

Ach Du meine Güte. Reihenhaus, Passat-Kombi und einmal im Jahr zwei Wochen im Sommer All-Inklusive in die Türkei und im Winter eine Woche Schweiz zum Skirutschen? Wenns annaehernd so ist, nennst Du das ein Leben?

Da faellt mir immer der Song von Udo Juergens ein,
"Ich war noch niemals in New York"
das war wohl Anfang der 80er und hat mir als Student klargemacht, drauf zu achten, gerade so nicht zu enden.
Letztendlich aber Geschmackssache, wenns Dir gefaellt, meinetwegen.

Ich hoffe, euch damit nicht zu sehr vor den Kopf gestossen zu haben

Mich nicht, aber sehr fuersorglich von Dir.
Hatte gerade Tom Yam Soup, boah, war die wieder scharf.
Koch auch mal wieder eine, so als Anregung.
Cheers!

Re: Warum ihr falsch liegt

Garfield, Thursday, 15.01.2004, 14:02 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hallo Horst!

Ich bin mir nicht sicher, ob dein Beitrag wirklich ernst gemeint war. Es gibt ja immer wieder Spinner, die sich für sehr schlau halten, wenn sie in diesem Forum unter immer wieder anderen Namen irgendwelche Merkwürdigkeiten absondern.

Dein Beitrag liest sich jedenfalls so, als wäre er vor 50 Jahren verfaßt worden - und selbst damals wäre das so nicht korrekt gewesen.

Nun ja, aber ich gehe mal davon aus, daß du echt bist. Und falls es nicht so ist, so weiß ich immerhin, daß es noch genügend Männer gibt, die tatsächlich so denken - bis ihnen dann eines Tages vielleicht bei einem Scheidungskrieg oder im Kampf um ihr Recht, ihre Kinder sehen zu dürfen, teilweise ziemlich brutal die Augen geöffnet werden.

Wenn du verstehen willst, was im sogenannten "Geschlechterkrieg" wirklich abläuft, vergiß erstmal all den Blödsinn, der in den Medien fleißig verbreitet wird. Nur mal ein Beispiel dafür: Alljährlich wird verkündet, daß Frauen ja immer noch viel weniger verdienen würden als Männer, und das wird dann immer wieder als Beweis für die angeblich immer noch bestehende Benachteiligung der Frauen gewertet. Selbst offizielle Stellen verbreiten teilweise solchen Unsinn. Wenn man sich die "Studien", die solche Ergebnisse liefern, aber mal genauer ansieht, erkennt man, daß da tatsächlich beispielsweise eine weibliche Teilzeitkraft, die im Supermarkt Regale einräumt, mit dem männlichen Filialleiter dieses Supermarktes verglichen wird. Wirklich realistische Studien, die sämtliche für das Gehalt wichtigen Faktoren wie z.B. Arbeitszeit, erbrachte Überstunden, Gefahrenzulagen, berufliche Qualifikation, Berufserfahrung, absolvierte Weiterbildungsmaßnahmen, Lohnniveau am Arbeitsort usw. berücksichtigen, kommen auf völlig andere Ergebnisse. Da hat sich in Deutschland nämlich gezeigt, daß Frauen unter wirklich gleichen Umständen sogar geringfügig mehr verdienen als Männer. Das gleiche hat man auch in den USA beim Vergleich der Gehälter von männlichen und weiblichen Singles herausgefunden. Die Minderbezahlung von Frauen ist also nur ein Märchen. Das hat übrigens auch eine deutsche Ministerin in einem Chat eingestanden, als ihr vorgeworfen wurde, nichts gegen diese angebliche Minderbezahlung zu unternehmen.

Daraus ergibt sich dann schon einmal die Frage, wieso dieses Märchen eigentlich immer wieder verbreitet und sogar von offiziellen Stellen übernommen wird.

Überhaupt ist es gut, manche Dinge in Frage zu stellen. Versuche doch mal, folgende Fragen zu beantworten:

Wieso gilt die Wehrpflicht in Deutschland nur für Männer? Und das, obwohl heute immer betont wird, daß Frauen ja alles mindestens genauso gut könnten wie Männer?

Wieso wird die Tatsache, daß Frauen Kinder zur Welt bringen, immer noch als Gegengewicht für die Männer-Wehrpflicht dargestellt, obwohl es in Deutschland keine Gebährpflicht für Frauen gibt und sich auch immer mehr Frauen gegen Kinder entscheiden und so überhaupt keine Verpflichtungen mehr haben?

Wieso wird umgekehrt die Tatsache, daß es vor allem Männer sind, die sich ehrenamtlich beispielsweise in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren, nicht als Gegengewicht für die Zeit betrachtet, die manche Frauen für ihre Kinder aufwenden?

Wieso dürfen Frauen bei Einstellungsgesprächen die Frage, ob sie in den nächsten Jahren ein Kind möchten, mit einer Lüge beantworten, während junge Männer die Frage, ob sie ihren Wehr- oder Zivildienst bereits abgeleistet haben, wahrheitsgemäß beantworten müssen?

Wieso gelten Hausmänner immer noch als Faulenzer und Drückeberger, während Hausfrauen diesen Ruf so nicht haben und sich teilweise als "Familienmanagerinnen" bezeichnen?

Wieso werden Männer, die Hausmänner sind, von ihren Partnerinnen laut Statistik eher verlassen als Männer, die auf Vollzeit arbeiten?

Wieso stoßen Männer, die zwecks Hausarbeit und Kinderbetreuung nur noch halbtags arbeiten möchten, damit immer noch häufig auf Unverständnis, und zwar sowohl bei ihren Chefs als auch bei ihren Partnerinnen?

Wieso gibt bei Umfragen nach wie vor ein großer Teil der Frauen an, am liebsten Hausfrau sein zu wollen, obwohl gerade Hausfrauen doch angeblich so furchtbar unterdrückt werden?

Wieso ist ein Ehemann, dessen Frau Hausfrau ist, gesetzlich dazu verpflichtet, ihr einen Teil seines Einkommens zu überlassen - und das sogar nach einer Scheidung -, während eine Ehefrau, die als Hausfrau zu Hause bleibt, gesetzlich zu gar nichts verpflichtet ist? Wieso wird ganz im Gegenteil auch von auf Vollzeit arbeitenden Männern, deren Frauen Hausfrauen sind, verlangt, nach Feierabend noch die Hälfte der Hausarbeit zu erledigen? Wieso gelten sie als Machos, wenn sie das nicht tun?

Wieso erlischt die Unterhaltspflicht eines Ex-Ehemannes nicht, wenn er während der Ehe neben seinem Vollzeitjob auch noch die Hälfte der Hausarbeit übernommen hat? Wieso wird dann trotzdem davon ausgegangen, daß seine Frau ihm ja den Haushalt führen mußte und deshalb selbst nicht Karriere machen konnte?

Wieso gibt es zwar diverse Unterstützungs-Maßnahmen für Mütter, die ins Berufsleben zurückkehren möchten, nicht jedoch für Väter in derselben Situation? Wieso werden Väter auch da allein gelassen?

Wieso läuft es de facto so, daß nur Frauen jederzeit die freie Wahl zwischen verschiedenen Lebensalternativen haben (also z.B. zwischen Vollzeitarbeit, Hausfrauenleben oder Tätigkeit als Hausfrau mit Teilzeitjob) während Männer wie vor 100 Jahren immer noch nur als vollzeitarbeitende Familienernährer akzeptiert werden?

Wieso werden Kinder nach Scheidungen oder Trennungen üblicherweise der Mutter zugesprochen? Wieso gibt das Jugendamt Kinder lieber zu einer drogensüchtigen, arbeitslosen und alleinstehenden Mutter als zu einem Vater, der ein regelmäßiges Einkommen hat und ihnen mit seiner neuen Partnerin ein sicheres Heim bieten könnte? (Das Beispiel ist jetzt nicht ausgedacht - ich kenne so einen Fall aus dem Bekanntenkreis meiner Partnerin.)

Wieso betrifft Obdachlosigkeit weit überwiegend Männer?

Wieso gelten trotzdem Maßnahmen gegen Obdachlosigkeit häufig nur für obachlose Frauen?

Wieso ist ein großer Teil der männlichen Obdachlosen nur durch eine Scheidung oder Trennung in diese Situation geraten?

Wieso wird die Mehrheit der Scheidungen in Deutschland von Frauen eingereicht?

Wieso gibt es in Deutschland zwar jede Menge Frauenhäuser, jedoch nur zwei Männerhäuser, obwohl das Interesse von Männern daran durchaus nicht gering ist?

Wieso werden Frauenhäuser aus Steuergeldern finanziert, Männerhäuser jedoch nicht?

Warum sind fast alle Gleichstellungsbeauftragten weiblich?

Wieso gibt es Kampagnen zum Stoppen der Gewalt gegen Frauen, während Gewalt gegen Männer offensichtlich kaum jemanden interessiert?

Wieso wird immer noch behauptet, daß häusliche Gewalt männlich sei und wieso sagen deutsche Polizisten immer noch offen, daß sie im Zweifelsfall, also wenn in einem Fall häuslicher Gewalt nicht ermittelt werden kann, ob sie von der Frau oder vom Mann ausgegangen ist, einfach pauschal den Mann als Schuldigen einstufen und mitnehmen? Obwohl es mittlerweile im Ausland und auch in Deutschland weit über 100 Studien gibt, die ergeben haben, daß häusliche Gewalt von Männern und Frauen gleichermaßen ausgeht? Wieso werden diese Studien von Polizei, Justiz, Ministerien und Behörden beharrlich ignoriert?

Wieso wird zwar das Thema sexueller Mißbrauch in den Medien fleißig thematisiert - aber nur, wenn die Täter männlich sind? Wieso ist sexueller Mißbrauch von Kindern durch weibliche Täter nach wie vor ein Tabu-Thema?

Wieso haben sich Mediziner und Behörden zunächst geweigert, die Existenz des Münchhausen-Stellvertreter-Syndroms bei Frauen anzuerkennen, bis es erste Aufnahmen von Überwachungskameras gab, die zeigten, wie Mütter ihre Kinder bewußt verletzten?

Wieso fühlt sich kein einziges deutsches Ministerium für die Interessen von Männern zuständig, während es ein Ministerium gibt, das vor allem dafür da ist, die Interessen von Frauen zu vertreten?

Wieso gibt es Quoten-Regelungen nur für Frauen? Und wieso gelten sie nur für Berufe, die angenehm und vergleichsweise gut bezahlt sind? Wieso gibt es keine Frauen-Quoten bei Müllabfuhr oder Kanalreinigung? Wieso gibt es keine Männer-Quoten für Kindergärten oder Grundschulen, also eben für Bereiche, in denen Männer weit unterrepräsentiert sind?

Wieso interessiert es offensichtlich niemanden, daß die Arbeitslosigkeit - vor allem unter Jugendlichen - Männer mehr betrifft als Frauen? Wieso gibt es spezielle Maßnahmen des Arbeitsamtes für Frauen, nicht jedoch für Männer?

Wieso gibt es Frauenparkplätze und andere Schutzmaßnahmen für Frauen, obwohl laut Kriminalstatistik überwiegend Männer Opfer von Gewaltverbrechen werden? Wieso kann ein alter, gebrechlicher Mann keinen solchen Schutz beanspruchen, obwohl er sich weniger zur Wehr setzen kann als eine junge, gesunde Frau?

Wieso wird weibliche Gewalt gegen Männer (z.B. Ohrfeigen oder Tritte in die Geschlechtsteile) in Komödien gern als Lachnummer eingesetzt, während umgekehrt vergleichbare männliche Gewalt gegen Frauen gar nicht als komisch empfunden wird?

Das ließe sich noch eine Weile so fortsetzen, aber ich glaube, es reicht vorerst. Wenn du wirklich verstehen möchtest, worum es den Männern hier geht, versuche, diese Fragen zu beantworten. Dabei wäre es hilfreich, wenn du ein wenig hier im Forum liest. Auch wenn dir einiges erst einmal neu und ungewohnt erscheinen wird, solltest du dich dadurch nicht abschrecken lassen.

Es ist eben nicht alles so, wie es zu sein scheint oder wie es von den Medien dargestellt wird.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Warum ihr falsch liegt

Max, Thursday, 15.01.2004, 14:32 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Vorab, meine Frau hat mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht, ich hätte ja nie hier reingeschaut...aus dem einfachen Grund, weil ich mich NICHT benachteiligt fühle.

...bestimmt ein schönes, wenn auch trügerisches Gefühl.

Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle. Von Beruf Geologe (Energiefachmann), verheiratet, ein Kind. Hobbies: Reisen, Fotografieren, Kochen (gerne asiatisch).

...prima. Kind: Junge oder Mädchen, wie alt?

Die hier vielfach aufgestellte Annahme, Gleichberechtigung müsse immer durch die Staatsgewalt hergestellt werden, ist IMO falsch. Es ist durchaus ein Gleichgewicht möglich, sofern mann nur will. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, schliesslich ist meine Frau eine Feministin und bekennende Domna.

...au weh.

Die meisten von euch werden jetzt entrüstet die Nase rümpfen. Ich möchte euch aber kurz erklären, warum ich mich in dieser Beziehung wohlfühle.

Meistens ist es ja so, dass der Mann müde von der Arbeit nach Hause kommt und seine Pflicht hiermit als erledigt ansieht. Bei uns wird die Haus- arbeit gemeinsam erledigt. Wir putzen z.B. gemeinsam, kochen abwechselnd usw. Gleichberechtiung muss gelebt und nicht festgeschrieben werden!

...kriegst du Schläge, wenn du was anderes behauptest?

Der Rollentausch ist dabei eine vorzügliche Möglichkeit, die Beziehung gleichberechtigt zu leben.

...Jo. Dann tauscht mal schön. Und vergesst nicht, wieder zurückzutauschen.

Ich wundere mich immer wieder, wie sich Menschen gegenseitig das Leben schwermachen, weil sie DAS (=den Rollentausch) nicht können (wollen).

...wieso sollten sie? Da hätte uns der liebe Gott ja gleich ein Pimmelchen zum abschrauben dranmachen können mit einem Gewinde, in das man alle möglichen Geschlechtsteile reindrehen kann. Oder einen Gartenschlauch. Vielleicht auch eine Fahnenstange oder einen Schraubtrichter?

Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf die Behauptung, Männer seien heutzutage benachteiligt. Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen.

...du hast also keine. Nicht schlimm. Wirst schon noch welche machen.

Es mag zwar einzelne Bereiche geben, in denen der Gesetzgeber quasi kompensatorisch tätig geworden ist, das aber nur, weil die de-facto-Benachteiligung der Frau aus der Gesellschaft mit gutem Zureden einfach nicht wegzubekommen ist. Im Erwerbsleben spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle,

....besonders im Bergbau, bei der Müllabfuhr, in der Landwirtschaft, im Gerüstbau und überhaupt überall da, wo es ungemütlich und gefährlich ist.

was sicher nicht auf manglende Fähigkeiten zurückzuführen ist, sondern systemimmanent ist.

...femisystemimmanent, richtig.

Frauen werden praktisch nur geduldet, wobei ihr Verhalten von Männern stets argwöhnisch beobachtet wird. Verhält sie sich im Sinne der Männer, hat sie etwas Freiheit, ansonsten gute Nacht mit Aufstiegs-
möglichkeiten.

...Blödsinn. Jutta Limbach, Angela Merkel, Jil Sander, Tansu Ciller, Elisabeth die Erste und Zweite....alles keine Frauen oder wie? Hab´ich mir´s doch gedacht.

Frauen werden praktisch als Autorität gar nicht respektiert, und zwar von beiden Geschlechtern.

...Frag´halt mal einen achtjährigen Grundschüler, wie das ist mit den Frauen und der Autorität. Der erzählt dir was anderes.

Männliche Geilheit dagegen darf (fast) alles. Wagt es eine Frau, dagegen aufzubegehren, wird sie als Mannweib oder pervers oder spinnert beschimpft.

...Absoluter Blödsinn! Männliche Geilheit darf zahlen oder sich mit dem begnügen, was Frau freiwillig gewährt. Wenn du schon auf dem Mars lebst, dann hättest du ja wenigstens ein paar Fotos mitbringen können für die ESA. Nein, die ESA ist keine Frau.

Zusammenfassend muss ein Umdenken stattfinden (=Revolution im Kopf) damit sich nachhaltig etwas ändert. Eine Bewusstseinsänderung ist dringend erforderlich, das gilt auch für das (patriarchale) Geldsystem.

...Das "patriarchale" Geldsystem muß sich ändern, da gebe ich Dir Recht. In diesem System verfügen Frauen über viel zu viel von dem Geld, das Männer erwirtschaftet haben. Was glaubst du wohl, warum bei einer Kaufhauskette wie dem Kaufhof die Verkaufsfläche für weibliche Konsumwünsche diejenige für Männer um das bis zu achtfache übersteigt? Weil das Weibsvolk kein Geld zur Verfügung hat? So blöde sind weder der Kaufhof noch ich. Wahrscheinlich hat dir deine Domina auch gesteckt, welches Auto du von deinem Geld zu kaufen hast, stimmt´s? Klar stimmt´s und außerdem stimmt, daß du froh darüber bist, so eine kluge Frau zu haben. Ich halte dich für einen Wicht.

Ich hoffe, euch damit nicht zu sehr vor den Kopf gestossen zu haben und verbleibe
mit skeptischen
Grüssen
Horst

...ach was. Wir sind Ärgeres gewöhnt. Mach´dich mal schlau, bevor du hier erneut deine Traumwelten ausbreitest...äh...Horst.

Besorgter Gruß - Max

Re: Warum ihr falsch liegt

Der Frankfurter, Thursday, 15.01.2004, 15:54 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hallo skeptischer Horst,

nach Deinen Aussagen zu urteilen, behaupte ich, dass Du Dich
zweifelsfrei im falschen Forum aufhältst. Die Dringlichkeit und Wichtigkeit unserer Anliegen kennen und wollen solche argumentativen Niederungen nicht.


Re: Warum ihr falsch liegt

Odin, Friday, 16.01.2004, 22:58 (vor 8056 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Feminismus heißt nicht, auf Männer einzudreschen

Doris Lessing: Männer wehrt Euch!

London (rpo). Die Schriftstellerin Doris Lessing fordert die Männer auf sich gegen ihre "sinnlose Erniedrigung" zu wehren. "Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird", sagte 81-jährige Autorin in einem Bericht des "The Guardian".

Lessing, die vor allem mit ihren Büchern "The Grass is Singing" und "Das goldene Notizbuch" zu einer literarischen Heldin des Feminismus wurde, sagte: "Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun."

Die im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, beklagte eine "denkfaule und heimtückische Kultur", die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, "auf Männer einzudreschen". Bei einem Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen, berichtet die Schreiberin: "Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort."

Ein Teil des Feminismus ist in heiße Luft aufgegangen

Die Schriftstellerin klagte, ein Teil der "großen Energie" des Feminismus sei "in heißer Luft und schönen Worten verloren gegangen", während man sich doch darauf hätte konzentrieren sollen, Gesetze zu ändern. "Wir haben jetzt die Bezahlung bekommen. Aber die wirkliche Gleichheit gibt es erst, wenn die Sorge für die Kinder geregelt ist. Und das ist noch nicht geschehen, jedenfalls nicht für jene, die es wirklich brauchen", sagte Lessing. Sie kündigte an, sie werde keinen dritten Band ihrer Autobiografie schreiben, denn sie wolle "nicht so viele große und bedeutende Leute" dadurch verletzen, dass ich sie an ihre "Dummheiten" erinnere. "Ehrlich gesagt: Es kümmert mich nicht mehr", sagte sie.

Re: Warum ihr falsch liegt

Joseph S, Sunday, 18.01.2004, 00:04 (vor 8055 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Hallo Horst,

Du wirst Dich wundern, aber ich habe auch mal so ähnlich gedacht. Das ist ja auch kein
Wunder, wenn man sich überlegt, von wem man normalerweise erzogen wird. Für die ist solch
ein Weltbild auch die passende Erklärung, um sich aus der Verantwortung für die Unangenehmheiten
der eigenen Rolle zu stehlen.

Danach hatte ich aber nicht das Glück oder Pech, eine Frau zu heiraten, die den Rollentausch
mit mir zu leben bereit ist. Dafür hatte ich Zeit, meine Erfahrungen mit meinem Weltbild zu
vergleichen, und ich habe nicht der Ansicht meiner Erfahrungen mein Weltbild aufgezwungen,
sondern mein Weltbild den Erfahrungen angepaßt. Dir kann allerdings im Rahmen einer Scheidung
noch einiges passieren, wo das Anpassen der Erfahrungen an Dein Weltbild nicht einfach sein
wird.

Kochen und Putzen tu ich auch, aber das ist für mich noch nicht ein Rollentausch. Warum der
Rollentausch ausbleibt ist ganz einfach zu erklären. Die Frauen wollen nicht, weil sie die
bessere Rolle haben, und die Männer können nicht, weil sie zum Rollentausch auf die
Mitwirkung von Frauen angewiesen sind. Irgendwo muß das Geld ja herkommen.

Daß die Gesetze, die Männer benachteiligen, nur Benachteiligungen von Frauen kompensieren
sollen, ist wahrscheinlich tatsächlich die Intension derer, die diese Gesetze machten.
Wenn man aber Benachteiligungen, die gar keine Benachteiligungen sind, durch echte
Vorteile kompensiert, schafft man Ungerechtigkeiten. Die schlimmsten Ungerechtigkeiten
wurden schon als Ausgleich von Ungerechtigkeiten deklariert.

Was die Benachteiligungen der Frauen betrifft, findest Du hier genug, was ich abzuschreiben
zu faul bin.

Gruß
Joseph

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