Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Ein wenig hilflos

Frank, Monday, 15.12.2003, 19:32 (vor 8088 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Ein wenig hilflos von Jeremin am 15. Dezember 2003 08:38:52:

Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen konnte. Mir ist schon klar, dass eine Spezies, die seit den Anfängen der Entwicklung rein kraftmäßig benachteiligt ist, andere Strategien entwickeln mußte, um sich durchzusetzen. Also arbeiten Frauen seit Urzeiten mit Ironie und Provokation und jede Mutter gibt diese Taktiken an ihre Töchter weiter. Das ist auch der Grund, warum Männer hilflos auf Frauentränen reagieren und Äffinnengekreisch automatisch zu einer Reaktion bei den Affenmännchen führt.

Vor allem arbeiten sie seit je her mit dem Trick, sich als schwach und hilflos darzustellen. Sie wissen, dass dann über kurz oder lang immer ein Mann vorbei kommt, der die verwegene Hoffnung hegt, er habe eine realistische Chance auf Sex, wenn er ihr hilft (ja, wir Männer sind tatsächlich so dämlich, das zu glauben, auch wenn wir schon 100 Mal die entgegengesetzte Erfahrung gemacht haben!).
Der Feminismus macht nichts anderes, als dieses uralte, in der privaten Sphäre bestens bewährte Spielchen in den gesamtgesellschaftlichen Raum zu übertragen: helft uns, wir sind doch sooo schwach und hilflos! Und siehe da: auch hier funktioniert das Spielchen bestens. Denn auch hier spielen die Männer brav mit; sonst würde es bei weitem nicht so gut funktionieren.

Die Folge ist, dass Männer nicht nur privat, sondern auch in der Gesellschaft insgesamt immer rechtloser werden. So betrüblich das ist, so sehr liegt darin auch die Chance, dass die Männer als Ganzes das irgendwann selber merken, endlich wach werden und - analog zu den Frauen in den 60er-Jahren - sich massiv für ihre eigenen Rechte engagieren.

Aber wie geht Ihr mit dieser weiblichen Ignoranz offensichtlicher und mehrfach nachgewiesener Ungerechtigkeit um? Selbst knallharte Tatsachen wie das Gewaltschutzgesetz und die Zahlen unterhaltsflüchtiger Frauen werden einfach abgestritten!

Ich gebe zu, dass mein persönlicher Lösungsansatz nicht jedermanns Sache ist, aber "Finger weg von den Frauen!" scheint mir immer noch der erfolgversprechendste Weg, der Erpressung und Entrechtlichung zu entgehen. Und in der Tat: hört man nicht immer wieder davon, dass ein zunehmender Prozentsatz der Männer von Ehe und Kinderkriegen gar nichts mehr wissen will?


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