Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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scharfe Kritik an Arne Hoffmanns "Sind Frauen bessere menschen?" bei amazon

Der Eman(n)ze, Thursday, 09.10.2003, 22:35 (vor 8155 Tagen)

Folgende Kritik zum Buch fand ich bei amazon.de

"Sind Männer die besseren Autoren?, 30. Juli 2003
Auch mit solchen Fragen könnte man sich auseinandersetzen, wenn man denn wollte, und auch hierzu könnte man hundert wichtige Thesen aufstellen, diese mit dummen Sprüchen untermalen und das ganze in Buchform verpackt auf den Markt werfen
Was uns hier als "Auseinandersetzung" angepriesen wird, ist eine Schlammschlacht, in der zwar auf einer Buchseite für einen baldigen Konsens zwischen den Geschlechtern plädiert wird, oder vielmehr beklagt wird, daß der Feminismus diesen verhindere, im weiteren Verlauf jedoch erbarmungslos gegen den Feminismus und Frauen allgemein gewettert wird. Aus dem Alltag bekannte Weisheiten oder Klischees werden herangezerrt, wie z.B. "Eine Scheidung geht immer zu Lasten der Frau" und gnadenlos mit viel Blabla zerpflückt (Frauen heiraten nur, um bei der Scheidung abzukassieren, so die Schlußthese Herr Hoffmanns). Manchmal geht es sogar soweit, daß der Autor dank seiner "messerscharfen" Argumentation gar nicht mehr weiß, wieso die Lage in der realen Welt ist wie sie ist, wo doch seine Argumente dagegen sprechen. In Medien veröffentlichte Statistiken und Quellen werden als nichtig abgetan und durch Herr Hoffmanns eigene (viel bessere!) Quellen ersetzt, wodurch seine haarsträubenden Thesen immer wieder wie von Zauberhand gestützt werden können.

Alles in allem eine überaus unsaubere, ja, fragwürdige Art der Auseinandersetzung mit einem Thema wie diesen. Man hat das Gefühl, mit guten Argumenten stoße man bei diesem Autor auf taube Ohren, und was Sie bisher auch immer für "wahr" gehalten haben, lieber Leser, seien Sie versichert: in diesem Buch werden sich Quellen auftun, die Ihre Welt auf den Kopf stellen. Wahr wird unwahr, Schwarz wird Weiß, und der Autor ist der einzige Maßstab, an dem Sie sich ausrichten können.
Ich als Frau wünsche mir ein sachliches Buch welches beide Seiten der Medaille beleuchtet, und keines, das derart mit Aggression und Streitsucht angefüllt ist, daß man sich als Leser unwillkürlich fragt, wie denn die Beziehungen des Autors zum anderen Geschlecht beschaffen sein müssen, damit er ein SOLCHES Buch zuwege bringt."

Ausschnitt: "lieber Leser, seien Sie versichert: in diesem Buch werden sich Quellen auftun, die Ihre Welt auf den Kopf stellen. Wahr wird unwahr, Schwarz wird Weiß"

--->da verfährt die Kritikerin wohl nach dem Motto: "was nicht sein kann, das nicht sein darf" ;-)


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