Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mal ne Frage

Frank, Monday, 06.10.2003, 22:44 (vor 8157 Tagen) @ Thea

Als Antwort auf: Mal ne Frage von Thea am 06. Oktober 2003 18:15:59:

Beste Thea,

wenn jemand ein Buch schreibt, das absolut sinnvoll und wichtig ist, weil es mutig den herrschenden Zeitgeist in Frage stellt, interessiert es mich nicht, ob derjenige in einer festen Partnerschaft lebt und, wenn ja, zur Hälfte die Hausarbeit erledigt.

Wichtig ist das, was in seinem Buch steht.

Ich sehe in deinem Beitrag einen recht durchsichtigen Versuch, von dem Inhalt dieses Buches abzulenken in Richtung persönlicher Aspekte. Warum bist du nicht so mutig, dich mit dem Inhalt von "Sind Frauen bessere Menschen?" auseinander zu setzen? Angst vor unangenehmen Einsichten? Könnte am Ende dein Weltbild aus den Fugen geraten?

Im Übrigen kann ich dir versichern, dass es mittlerweile Tausende Väter gibt, die von Frauen genauso sehr - oder noch mehr - die Nase voll haben wie die eingefleischten Junggesellen, nachdem sie jahrelang mit ihnen zusammen leben und sich von ihnen nach der Scheidung bis aufs Hemd ausziehen lassen mussten. Das beantwortet zumindest Frage d).

Und zu Frage b): wer, bitte schön, bestimmt eigentlich, dass Männer die Hausarbeit zur Hälfte miterledigen sollen? Ein Gesetz? Wie du sicherlich weißt, haben Männer im Durchschnitt eine längere Wochen-, Jahres- und Lebensarbeitszeit als Frauen und somit viel weniger Zeit, sich nach 8-9 Stunden Berufstätigkeit abends noch um den Haushalt zu kümmern als die meisten Frauen. Und wie definierst du überhaupt Hausarbeit? Sind das nur Hausfrauentätigkeiten im engeren Sinne? Oder auch Renovierungs-, Ausbesserungs-, Gartenarbeiten, Arbeiten am Auto, an Computern, Elektrogeräten, Chauffeurdienste, Botengänge, Schreibkram etc.? Wenn du das alles mit einberechnest, wirst du feststellen, dass Männer - neben ihrer Berufstätigkeit - auch noch ziemlich viel Zeit für Haus, Hof und Familie investieren.

Zumindest vorausgesetzt, du wärst dazu bereit, über deinen Horizont hinaus zu blicken. Wofür ich freilich in deinen Ausführungen kaum Anhaltspunkte finde.

Herzlicher Gruß
Frank


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