Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Rollengefängnis Mann

Joseph S, Tuesday, 12.08.2003, 02:10 (vor 8213 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Rollengefängnis Mann von Bruno am 08. August 2003 21:02:39:

Hallo,

die zahlreichen Beispiele und Erklärungen, wie Frauen Männer in die traditionelle Männerrolle,
teilweise sogar gegen den von ihnen (den Frauen) erklärten Willen, zwingen ist sehr aufschlußreich.

Auch kann man klar entnehmen, welche Gruppe tatsächlich diskriminiert wird, auch wenn er dieses
Wort nicht verwendet. Einer Gruppe schlechtere Eigenschaften zuzuschreiben, als man an ihr beobachtet,
ist ein deutliches Merkmal von Diskriminierung.

Eine Erklärung aber finde ich ziemlich wenig schlüssig. Auf Seite 28 beschreibt er Wehleidigkeit
als die Eigenschaft, die Männern am meisten zugeschrieben wird. Aber er kommt zu dem Schluß, daß
das traditionelle Geschlechterbild weiterhin vorherrscht. Das paßt zwar zu den übrigen Haupteigenschaften,
aber Wehleidigkeit lediglich als Schattenseite typischer Männlichkeit (Seite 32) zu bezeichnen
überzeugt mich nicht. Männer weinen nicht! Auch die Erklärung, daß die Frauen damit beschreiben,
daß sie gemerkt haben, daß Männer doch nicht so unempfindlich sind, wie sie sein sollen, überzeugt
nicht ganz, weil die Wehleidigkeit weniger beobachtet als zugeordnet wurde. Vielleicht hat der
Feminismus doch Veränderung am Bild der Männer bewirkt.

Gruß
Joseph


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