Re: "Männerarbeit" unter feministischen Vorzeichen
Als Antwort auf: "Männerarbeit" unter feministischen Vorzeichen von Lars am 23. Juli 2003 22:48:10:
Hallo Lars
Das ist die neue Masche. Die Feministinnen haben mitbekommen, daß sich da doch erheblicher Unmut über ihre Männerfeindlichkeit zusammenbraut hat und das dies zum Entstehen ein starken Gegenbewegung führen könnte. Also versuchen sie jetzt, ihre Ideologie männerfreundlicher ZU FORMULIEREN:
Sprich: Männer sind nicht "Schweine", sondern "brauchen Hilfe". Natürlich die "Hilfe" von Frauen ...
Die Pathologisierung des maennlichen Geschlechts ist keineswegs neu und auch nicht die 'Therapierung' von 'maennlichen Defekten'. Die dummdreisten Erziehungs- und Therapiemassnahmen fuer maennliche Lebensabschnittspartner aus populaeren Frauenzeitschriften zaehlen ebenso dazu wie pseudowissenschaftliche Theorien, wie Maenner mittels diverser obskurer Therapien zu besseren Menschen erzogen werden koennen; letztere wurden nicht selten von feministisch-deformierten oder durch feministische Pauschalkritik zutiefst verunsicherten Maennern angeboten. Ebenso sei auf die ueberbordende Behandlung von 'unbotmaessigen' Jungen mit Ritalin an Schulen hingewiesen sowie auf feministisch inspirierte Trainings fuer gewalttaetige Maenner, wie sie v.a. in den USA nicht selten von Gerichts wegen angeordnet wurden. Neu ist hingegen die sich anbahnende Akzentverschiebung weg vom 'krankhaft-boesen' zum 'kranken' Mann im Feminismus.
Geschickt verbinden sie dabei tatsächliche nützliche Maßnahmen wie männerspezifische Gesundheitsaufklärung mit omninösen "Seminar"-Ankündigungen, deren anmaßend sozial-therapeutischer Unterton schon ahnen läßt, daß man hier als Mann darüber belehrt werden wird, wie man seine "patriachale Fixierung" überwindet und "Sozialkompetenz" erwirbt, die man als Mann herkömmlicher Weise ja bekanntermaßen nicht. D. h. feministische Indokrination von Männern kommt als sozial-therapeutische Hilfe daher. Und am Ende lieben auch wir den Großen Bruder, pardon: die Große Schwester.
Voellige Zustimmung. Grundlage dabei ist, dass ein bestimmtes (v.a. bei Frauen vorherrschendes) Verhalten als 'normal' postuliert und alles davon Abweichende als abnorm deklariert wird. Eine solches Weltbild impliziert allerdings auch die duenkelhafte Behauptung 'Frauen sind bessere Menschen', weil ja das Verhalten der Frau zum Massstab und Vorbild auch fuer Maenner genommen wird.
Besonders perfide ist dabei, dass der feministische Geschlechterduenkel im Gewande von Fuersorglichkeit und Hilfsbereitschaft daherkommt; dabei sind diese bloss vorgeschoben. Der Philanthrop wird hingegen seine Mitmenschen in ihrem gesamten Wesen akzeptieren und respektieren, und sie nicht auf Teufel komm raus im Sinne eines ideologisch installierten Ideals umzuerziehen versuchen.
Denn das laeuft letzten Endes auf eine Gehirnwaesche hinaus mit dem Ziel, den (feministisch) standardisierten Menschen (sowohl Maenner als auch Frauen) zu installieren. Es gab schon mehrere Versuche von Ideologien, einen 'neuen' Menschentyp zu schaffen; erfolgreich war damit bisher (zum Glueck!) keine. Im Gegenteil: oftmals war das 'Erziehen' hin zu einem neuen Menschentyp verbunden mit sehr schlimmen Verbrechen gegen nonkonforme Menschen.
In kleineren Kreisen wird "Männer- (oder auch: Jungen-)arbeit", meist mit dem Zusatz "antisexistisch" schon seit längerem praktiziert, nämlich in den sogenannten "Männergruppen" der alternativen Szene. Hat mir mal ein Typ an der Uni von erzählt: Er selber war eigentlich schon ziemlich pro-feministisch, doch über diese "Männergruppen" meinte selbst er, die seien auf einem quasi masochistischen Umerziehungs-Trip. Die Frauen in der "Szene" würden sogar diskutieren, ob diese Männer schon "so weit" wären sich ohne weibliche "Unterstützung" zu treffen ...!
Kommentar ueberfluessig...
Gruss
Maesi
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- Gleichstellungsbeauftragte beginnt mit "Männerarbeit" -
Frank,
23.07.2003, 16:48
- "Männerarbeit" unter feministischen Vorzeichen -
Lars,
24.07.2003, 01:48
- Re: "Männerarbeit" unter feministischen Vorzeichen - Frank, 24.07.2003, 12:55
- Re: "Männerarbeit" unter feministischen Vorzeichen - Maesi, 06.08.2003, 21:32
- "Männerarbeit" unter feministischen Vorzeichen -
Lars,
24.07.2003, 01:48