Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Ausgeh-Verbot für Männer in südspanischem Dorf

Lars, Monday, 21.07.2003, 19:21 (vor 8234 Tagen) @ Jörg Rohmann

Als Antwort auf: Ausgeh-Verbot für Männer in südspanischem Dorf von Jörg Rohmann am 21. Juli 2003 16:05:10:

JAÉN - In der südspanischen Gemeinde Torredonjimeno haben Männer künftig Donnerstags Ausgeh-Verbot. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss ein symbolisches Bussgeld von 7,70 Franken zahlen.
Bürgermeister Javier Checa will damit durchsetzen, dass die Männer sich zumindest ein Mal in der Woche dem Hausputz und der Kinderbetreuung widmen, "anstatt mit den Freunden Biertrinken zu gehen".
Auf den Strassen werden vier Frauen patrouillieren, um Missachtungen zu ahnden und die Übeltäter zur Kasse zu bitten, wie der 47-jährige Checa ankündigte. Die Neuregelung soll ab Oktober zwischen 21.00 und 2.00 Uhr gelten.
"Der Donnerstag wird künftig ein Frauentag sein", erklärte der Bürgermeister. "Dann sollen die Frauen Mal ausgehen und die Männer das Haus hüten." Torredonjimeno bei Jaén hat 14 000 Einwohner und ist zumindest statistisch bereits in Frauenhand: Sie machen 52 Prozent der Bevölkerung aus. (sda)
Quelle: http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/newsticker/109336.html

Was soll denn der Quatsch?!

Ich finde es ja auch prinzipell wünschenswert und natürlich, daß Hausarbeit und Kinderbetreuung die gemeinsame Aufgabe von Mann und Frau ist, aber:

- erstens haben es sich die meisten Männer nicht ausgesucht, daß sie VOLL-Zeit arbeiten MÜSSEN, damit die Frauen TEIL-zeit arbeiten KÖNNEN, und wer unter der Woche jeweils den ganzen Tag arbeitet, den sollte man nicht auch noch in den Feierabend reinreden

- Zweitens kenne ich keinen verheirateten Mann und Vater, der JEDEN Abend saufen geht.

- Drittens würden solche Rabenväter im Falle eines Ausgehverbots dann eben vorm TV hängen und dort ihr Bier trinken.

Solche Gesetze sind reine feministische Symbolpolitik --- aber deswegen noch lange nicht belanglos! Denn: Männer sollen auf eine zunächst (!) halb-ironisch-charmante Weise daran gewöhnt werden, daß ihr Privatleben nach feministischen Vorgaben reglementiert wird.


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