Re: Frauen und der Sexualpartner
Als Antwort auf: Frauen und der Sexualpartner von Odin am 11. Juli 2003 09:19:14:
Fisher deutet das Ergebnis so: "Die Frauen scheinen sich durch ihr Rollenverständnis dazu gezwungen zu fühlen, kein promiskes, sondern ein partnerschaftliches Sexualverhalten vorzugeben."
Was das "unterschiedliche Rollenverständnis" angeht: Es wird in Debatten über Promiskurität heute oft übersehen, daß diese bis zur "sexuellen Revolution" der 60er Jahre auch für Männer sehr verpönt war, galt als gesellschaftliches Leitbild doch der solide Familienvater. Unsere Großväter konnen noch ein Lied davon singen, wie es damals war, als es - außerhalb des Rotlicht-Milieus - kaum möglich war, für ein unverheiratetes Paar ein Hotelzimmer zu mieten. Irgendwie kommt in der "Geschlechter-Forschung" auch nie vor, daß bis in die 60er Jahre auch die Erziehung von Jungen äußerst sexual-feindlich war.
Daß Frauen auch heute noch, wenn es um die Zahl der Sexualpartner geht, diese nach unten "korrigieren", liegt wohl daran, daß bei ihnen nicht nur die alte Prüderie nachwirkt, sondern sie sich auch gerne als die besseren Menschen sehen (und die Männer als die schlimmen "Schwerenöter"). Das merkt man auch noch an einer anderen Masche: Wenn eine Single-Frau nur mal fxxxxx will, muß sie sich erstmal einreden, sie sei verliebt in den betreffenden Typen. Am Ende glaubt sie das dann selber, und wenn sich der One-night-stand dann als solcher herausstellt, war natürlich der Mann wieder völlig "unsensibel". Dieses Urteil ermöglicht es ihr wiederum, sich emotial von ihm zu distanzieren und sich neu zu "verlieben".
Wann checken die endlich, daß sie nicht emanzipierte Frau und unschuldiges Mädchen zugleich sein können?
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- Frauen und der Sexualpartner -
Odin,
11.07.2003, 12:19
- Re: Frauen und der Sexualpartner - Lars, 11.07.2003, 15:35