Re: Instrumentalisierung von Männern
Als Antwort auf: Re: Instrumentalisierung von Männern von Manfred am 03. Juli 2003 18:52:30:
Hallo Manfred!
"Das Interessante liegt für mich eher darin warum man von Seiten des Amtes und der Politik mit diesem Begriff das so ungeniert provokant und öffentlich zu erkennen gibt. Doch nicht aus Liebe zur Offenheit, eher aus Liebe zur Provokation!"
Das glaube ich nicht. Der Begriff "Musterung" ist - wie die Wehrpflicht selbst ja auch - traditionell bedingt. Da es nur um Männer geht, macht sich kaum jemand die Mühe, ernsthaft zu hinterfragen, ob solche und andere aus früheren Zeiten übernommene Begriffe und Pflichten überhaupt noch zeitgemäß sind.
Viele Menschen sind eben immer noch fest davon überzeugt, daß es keine Benachteiligungen von Männern gibt, und wenn sie dann doch mal eine erkennen müssen, dann wird das als fairer Ausgleich für vermeintlich viel schlimmere Benachteiligungen von Frauen angesehen.
Selbst wenn also mal jemandem auffällt, daß der Begriff "Musterung" heute zumindest nicht mehr angebracht bzw. sogar diskriminierend ist, sagt man sich eben, daß Männer sich nicht so anstellen sollen. Ein Mann hat eben noch wie vor 1000 Jahren sämtliche Unannehmlichkeiten klaglos zu ertragen. Und nur für ein paar "Weicheier", die sich daran stören, will sich dann eben niemand die Mühe machen, da irgendetwas zu ändern.
Daß man sich, wenn es um Frauen geht, diese Mühe dann doch immer wieder macht, hängt nicht nur damit zusammen, daß vieles, was für Männer ohne weiteres als akzeptabel gilt, bezogen auf Frauen - ebenfalls wie schon vor 1000 Jahren - auf einmal als vollkommen unzumutbar angesehen wird. Es liegt auch daran, daß es heute ein ganzes Heer von Berufsfeministinnen gibt, die irgendwie ihre berufliche Existenz rechtfertigen müssen, und denen dafür jeder Schwachsinn - wie z.B. Frauenfriedhöfe, Mädchenspielplätze oder die Endung -in in den unsinnigsten Zusammenhängen - recht ist. Berufsmaskulisten, die aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden und so genügend Zeit und Muße und obendrein auch noch jede Menge gesellschaftliche Aufmerksamkeit haben, um wesentliche Mißstände ändern zu können, gibt es aber nicht.
Und so ändert sich eben auch nichts, solange nur wenige Männer den Mund aufmachen. Nicht nur am Begriff "Musterung".
Freundliche Grüße
von Garfield
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- Instrumentalisierung von Männern -
INGO,
30.06.2003, 20:52
- Re: Instrumentalisierung von Männern -
a.reger,
30.06.2003, 21:01
- Re: Instrumentalisierung von Männern -
Garfield,
30.06.2003, 21:44
- Re: Instrumentalisierung von Männern -
pit b.,
01.07.2003, 01:17
- Re: Instrumentalisierung von Männern -
Manfred,
01.07.2003, 01:31
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INGO,
03.07.2003, 21:05
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Manfred,
03.07.2003, 21:52
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Garfield,
04.07.2003, 13:51
- Re: Instrumentalisierung von Männern - Manfred, 04.07.2003, 17:10
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Garfield,
04.07.2003, 13:51
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Manfred,
03.07.2003, 21:52
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INGO,
03.07.2003, 21:05
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Manfred,
01.07.2003, 01:31
- Re: Instrumentalisierung von Männern - Manfred, 01.07.2003, 01:24
- Re: Instrumentalisierung von Männern -
pit b.,
01.07.2003, 01:17
- Zustimmung! - Garp, 30.06.2003, 23:54
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Garfield,
30.06.2003, 21:44
- Infos zum Projekt Eden (Re: Instrumentalisierung von Männern) -
a.reger,
01.07.2003, 02:07
- Re: Infos zum Projekt Eden (Re: Instrumentalisierung von Männern) - Manfred, 01.07.2003, 02:23
- Re: Instrumentalisierung von Männern -
a.reger,
30.06.2003, 21:01