Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle.
Als Antwort auf: Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. von Manfred am 06. November 2002 23:21:02:
Hallo Manfred!
Also in einem habt Ihr recht, wer zu sehr schreit und mit Emotionen kämpft, der gibt dem Gegner die Chance das Anliegen ins Lächerliche zu
ziehen und schadet auch seiner eigenen Argumentationskraft.
Hinzu kommt: Auf psychologischer Ebene löst man durch "Schreien" bei allen
gemäßigten Vertretern (und das dürfte die Mehrheit sein) vor allen Dingen
eines aus: Abwehrreaktionen. Einen ähnlichen Effekt hat man übrigens wenn
man mit Vorwürfen arbeitet. Ein Protestbrief an "amnesty international"
beispielsweise kann noch so gut gemeint sein; wenn er jedoch mit Vorwürfen
vollgespickt ist, KANN er mehr oder weniger zwangsläufig nur entweder keine
Antwort oder eine negative Antwort hervorrufen. Man sollte niemals
versuchen, seine Ziele gewissermaßen mit der Brechstange zu erreichen. Das
geht letzten Endes sowieso in die Hose.
Da ich also keine starken Gegenargumente habe stimme ich Euch im wesentlichen zu
und obwohl ich hier weder ablenken und auch nicht provozieren will, habe ich gewisse Zweifel. Irgendwas läßt mich fragen, ob nicht eben gerade
die Frauenbewegung mit ihrer lautstarken, teilweise zickig-unverschämten Propaganda Erfolge erzielen konnte, die ihnen bei sachlicher leiser
Argumentation verwehrt geblieben wäre. Oder glaubt Ihr, die Emanzipation wäre dann noch viel zügiger vorangeschritten?
^Eine ernst gemeinte Frage^
Offengestanden kann ich Deine Frage auch nicht beantworten.
Mit "Schreien" assoziiere ich jedoch in erster Linie ein unkontrolliertes
Ablassen von Emotionen. Was ist dadurch gewonnen?
Babys schreien wenn sie Hunger haben oder ihre Windeln vollgemacht haben.
Erwachsene, die sich streiten, schreien sich an, wenn alle anderen
Konfliktlösungsstrategien versagt haben.
In meiner Werteskala jedenfalls ist "Schreien" - soweit es Erwachsene
betrifft - eindeutig negativ besetzt.
Natürlich wird es für die Männerbewegung nicht ausreichen, sich im
Elfenbeinturm ein paar Theorien bzw. Lösungsstrategien zu überlegen und
diese anschließend unter Verschluß zu halten. Natürlich ist auch
Öffentlichkeitsarbeit nötig - aber doch bitte auf eine halbwegs
zivilisierte Art und Weise.
Gruß, Jörg
gesamter Thread:
- Brief an den SPD-Vorstand wegen Wehrpflicht -
Stefan G.,
05.11.2002, 15:01
- Tut mir leid...Übertragung etwas schlecht formatiert! (n/t) - Stefan G., 05.11.2002, 15:02
- Stefan ist ein Vorbild für uns alle. -
Karl,
05.11.2002, 16:01
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. -
Jörg,
05.11.2002, 16:42
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. -
Manfred,
07.11.2002, 01:21
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. -
Jörg,
07.11.2002, 02:02
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. - Jolanda, 07.11.2002, 10:03
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. -
Jörg,
07.11.2002, 02:02
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. -
Manfred,
07.11.2002, 01:21
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. - Jolanda, 05.11.2002, 18:26
- Re: Stefan ist ein Vorbild für uns alle. - Stefan G., 05.11.2002, 20:07
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Jörg,
05.11.2002, 16:42
- Re: Brief an den SPD-Vorstand wegen Wehrpflicht - pit b., 05.11.2002, 22:00