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Der Alte Mann und der Ärger, Fortsetzung - Ende (Männer)

n0 ⌂ @, Rio-Mar bei Denia, Wednesday, 29.04.2026, 10:00 (vor 3 Stunden, 1 Minuten)

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Strandmesse mit Dialogen
Strandmesse des alten Mannes – mit Dialogen
(aufgeführt zwischen Wellen, Wind und einem leicht schiefen Campingstuhl)

I. Einzug
Der alte Mann (schreitet barfuß über den Sand, Rosinante an seiner Seite):
„Friede sei mit euch – und wenn nicht, dann wenigstens ein bisschen Ruhe.“

Die Gemeinde (bestehend aus Möwen, ein paar Campern, dem Wind und einem Gaskocher):
„Und mit deinem alten Rücken.“

II. Eröffnungsgesang
Der alte Mann (singt, halb ernst, halb lachend):
„O du mein Meer, du salziges Nass,
nimm meinen Ärger, mach mich nicht blass.“

Eine Möwe (krächzt dazwischen):
„Krrraaa!“

Der alte Mann:
„Amen, Schwester Möwe. Amen.“

III. Kyrie – Der Ruf nach Gelassenheit
Der alte Mann:
„Herr Meer, erbarme dich.
Ich habe mich wieder über die Menschen geärgert.“

Das Meer (rauscht):
Schschsch…

Der alte Mann:
„Ja, ich weiß. Ich soll’s lassen.“

Der Wind (pfeift zustimmend):
Fffft.

IV. Lesung aus dem Buch der Freunde
Der alte Mann:
„Wir hören nun die Lesung aus dem Buch der Schrulligen und Liebenswerten.“

Er liest:
„Da ist Mima, die Schnabbeli‑di‑Babbeli,
die mich mit einem einzigen Lächeln entwaffnet.
Da ist Maren unter Apfelblüten,
der Waldmeister mit seinen Luftmessungen,
Nirguna mit Logik,
Klaus mit Weltkarten,
der Sängerknabe mit Bier und Ballaballa,
und mein Bruder im Hymer,
der bald losfährt und hoffentlich wieder heimfindet.“

Die Gemeinde:
„Wir kennen sie alle.“

Der alte Mann:
„Ja, und wir lieben sie – meistens.“

V. Evangelium vom Ärger
Der alte Mann:
„Das Evangelium nach Rosinante.“

Rosinante (knarzt im Fahrradständer):
Knrrrk.

Der alte Mann:
„Rosinante spricht:
‚Wenn der Ärger kommt, steig auf mich.
Ich trage dich davon.
Ich kenne den Weg.‘“

Die Gemeinde:
„Gepriesen sei die heilige E‑Bike‑Kraft.“

VI. Predigt – Der Ärger als Strandgut
Der alte Mann:
„Liebe Gemeinde,
der Ärger ist wie Plastikmüll am Strand.
Er kommt angeschwemmt,
ob man will oder nicht.
Man kann ihn nicht verhindern,
aber man kann ihn aufheben
und in den nächsten Container werfen.“

Eine Möwe:
„Krrraaa!“

Der alte Mann:
„Ja, Schwester Möwe,
manchmal ist der Container voll.
Dann hilft nur Humor.“

Der Wind:
Fffft.

Der alte Mann:
„Danke, Bruder Wind.
Du weißt, wovon ich spreche.“

VII. Dialog der Elemente
Der alte Mann:
„Meer, was soll ich tun, wenn mich die Menschen nerven?“

Das Meer:
Schschsch…

Der alte Mann:
„Ja, ich soll baden gehen.
Das sagst du immer.“

Der Wind:
Fffft.

Der alte Mann:
„Und du meinst, ich soll’s wegpusten lassen.
Auch gut.“

Die Sonne (wärmt):

Der alte Mann:
„Und du sagst gar nichts –
du machst einfach warm.
Das ist die beste Predigt.“

VIII. Fürbitten
Der alte Mann:
„Wir bitten für alle,
die uns nerven,
ärgern,
belehren,
beschimpfen,
oder mit Bier und Ballaballa
unsere Geduld testen.“

Die Gemeinde:
„Herr Meer, erhöre uns.“

Der alte Mann:
„Und wir bitten für uns selbst,
dass wir nicht jeden Tag
zum Vulkan werden.“

Die Gemeinde:
„Herr Wind, puste uns frei.“

IX. Das große Strandgebet
Der alte Mann:
„Möge der Ärger kommen wie eine Welle
und gehen wie eine Welle.
Möge die Ruhe bleiben wie der Sand,
der sich nicht vertreiben lässt.
Möge die Freude sein wie die Sonne,
die jeden Morgen wieder aufgeht.“

Die Gemeinde:
„So sei es.“

X. Schlusssegen
Der alte Mann:
„Geht nun hinaus in die Welt –
oder bleibt einfach hier.
Lasst die Menschen Menschen sein,
die Narren Narren,
die Schreihälse schreien,
die Biertrinker trinken,
die Gurus guruen,
und die Politiker politisieren.“

Er hebt die Hände:
„Und wenn der Ärger kommt,
dann sagt zu ihm:

‚Setz dich hin, alter Freund.
Ich geh jetzt baden.‘

Der Segen des Meeres,
des Windes
und der heiligen Rosinante
sei mit euch.“

Die Gemeinde:
„Amen.“

Der alte Mann (geht ins Wasser):
„Ich bin dann mal weg.“

Der Ärger (bleibt am Strand sitzen):

Die Möwe:
„Krrraaa!“


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