9 März war Bundesweiter Frauenstreik Warum Mütter nicht streiken können – und genau darin das Problem liegt (Frauen)
© Monkey Business Images / Shutterstock
09.03.2026, 13:30 Uhr
Heute ist bundesweiter Frauenstreik, doch viele Mütter können nicht einfach alles stehen und liegen lassen. Unsere Autorin kommentiert, warum diese Tatsache der lauteste Ruf nach Veränderung ist – und unser aller Solidarität erfordert.
Viele Verbände und Organisationen haben den heutigen Tag zum bundesweiten Streiktag ausgerufen – genauer zum bundesweiten Frauenstreiktag. Die Idee des politischen Statements: sichtbar machen, was zu oft unsichtbar bleibt. Nämlich die gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz unbezahlter Care-Arbeit, die mehrheitlich Frauen leisten – und die Vielzahl an Ungerechtigkeiten, die damit einhergehen.
Alle Frauen sind daher dazu aufgerufen, am 09.03. ihre Arbeit niederzulegen – beruflich wie privat – und so zum einen auf ihre Unabkömmlichkeit und zum anderen die fehlende Wertschätzung ebendieser aufmerksam zu machen.
"Ohne uns steht alles still"
So lautet eines der Streikmottos – und es könnte pointierter nicht sein: Denn während sich mancherorts Demonstrationszüge durch die Straßen schieben, bleibt an anderen Orten alles wie immer. In den Küchen, an den Wickeltischen und auf den Spielplätzen sind keine Trillerpfeifen zu hören oder Transparente zu lesen. Dort stehen Mütter, die den Blick kurz auf das Smartphone senken, die Streikaufrufe in ihrem Feed sehen – und dann ein schreiendes Kind auf den Arm nehmen, um es zu trösten.
Sie streiken heute nicht. Aber nicht, weil ihnen die politische Tragweite dieses Tages fremd wäre. Sondern weil ihre "Arbeitsniederlegung" keinen Produktionsstopp am Fließband, sondern den sofortigen Zusammenbruch eines kleinen, lebendigen Mikrokosmos bedeuten würde. "Ich sollte eigentlich auf der Straße sein", denken sie vielleicht – und wissen doch, dass das nicht so einfach geht.
Denn die Mutter und Frau, die das Mittagessen kocht, den kranken Säugling wiegt oder einen Angehörigen pflegt, trägt eine Verantwortung, die sich nicht ohne Weiteres pausieren lässt.
Wen trifft es, wenn sie kein Frühstück zubereitet, keine Brotdose packt, keine Sportsachen für das Feriencamp raussucht – einfach 24 Stunden nicht verfügbar ist? Die Kinder, wenn es niemanden anderen gibt, der in die Bresche springt. Und das wären in jedem Fall die falschen Adressaten. Ein Care-Streik wirkt sich unmittelbar auf geliebte und schutzbedürftige Menschen aus, fehlende Mahlzeiten und ausbleibender Trost taugen nicht als politisches Druckmittel.
Fürsorge ist kein Fließband, das man zum Erliegen bringen kann.
Wer laut sein kann, muss es sein – aus Solidarität
Also alles nur viel heiße Luft, dieser sogenannte Frauenstreik? Keineswegs: Zeigt sich doch genau in dieser Tatsache, warum der heutige Protest so dringend nötig ist.
Sorgearbeit ist so fundamental wichtig für das Funktionieren unserer Gesellschaft, dass sich Sorgearbeitende den Protest gegen ihre eigene Ausbeutung kaum leisten können. Und dass Mütter es sich nur schwerlich erlauben können, für sich selbst einzustehen, ist das Ergebnis einer Gesellschaft, die ihre bedingungslose Verfügbarkeit als selbstverständlich voraussetzt – und darauf baut, dass das Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Kindern größer ist als der Zorn über strukturelle Ungleichheiten.
Die Frau und Mutter, die heute nicht streikt, weil sie es nicht kann, ist daher der lauteste Aufruf, diesen Missständen den Kampf anzusagen. Und genau deshalb ist Solidarität heute so wichtig. Für diejenigen, die ihre Pflichten nicht einfach niederlegen können, müssen andere laut und sichtbar sein. Wer das Privileg hat, heute auf der Straße sein zu können, ist zugleich Sprachrohr für jene Frauen, die es nicht können.
Seid laut für diejenigen, die gerade keine Faust ballen können, weil sie beide Hände voll zu tun haben. Damit eines Tages jede Mutter ihren Streikposten beziehen kann, ohne dass zu Hause alles zusammenbricht
Genau sie, die Väter (rechtlose Unterhaltssklaven) entsorgt haben, Ehen zerstört haben usw. jammern herum! Die Männer und Väter sollen in den Streik gehen, dann steht alles still!
9 März war Bundesweiter Frauenstreik Warum Mütter nicht streiken können – und genau darin das Problem liegt
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09.03.2026, 13:30 Uhr
Heute ist bundesweiter Frauenstreik, doch viele Mütter können nicht einfach alles stehen und liegen lassen. Unsere Autorin kommentiert, warum diese Tatsache der lauteste Ruf nach Veränderung ist – und unser aller Solidarität erfordert.Viele Verbände und Organisationen haben den heutigen Tag zum bundesweiten Streiktag ausgerufen – genauer zum bundesweiten Frauenstreiktag. Die Idee des politischen Statements: sichtbar machen, was zu oft unsichtbar bleibt. Nämlich die gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz unbezahlter Care-Arbeit, die mehrheitlich Frauen leisten – und die Vielzahl an Ungerechtigkeiten, die damit einhergehen.
Alle Frauen sind daher dazu aufgerufen, am 09.03. ihre Arbeit niederzulegen – beruflich wie privat – und so zum einen auf ihre Unabkömmlichkeit und zum anderen die fehlende Wertschätzung ebendieser aufmerksam zu machen.
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Sie streiken heute nicht. Aber nicht, weil ihnen die politische Tragweite dieses Tages fremd wäre. Sondern weil ihre "Arbeitsniederlegung" keinen Produktionsstopp am Fließband, sondern den sofortigen Zusammenbruch eines kleinen, lebendigen Mikrokosmos bedeuten würde. "Ich sollte eigentlich auf der Straße sein", denken sie vielleicht – und wissen doch, dass das nicht so einfach geht.
Denn die Mutter und Frau, die das Mittagessen kocht, den kranken Säugling wiegt oder einen Angehörigen pflegt, trägt eine Verantwortung, die sich nicht ohne Weiteres pausieren lässt.
Wen trifft es, wenn sie kein Frühstück zubereitet, keine Brotdose packt, keine Sportsachen für das Feriencamp raussucht – einfach 24 Stunden nicht verfügbar ist? Die Kinder, wenn es niemanden anderen gibt, der in die Bresche springt. Und das wären in jedem Fall die falschen Adressaten. Ein Care-Streik wirkt sich unmittelbar auf geliebte und schutzbedürftige Menschen aus, fehlende Mahlzeiten und ausbleibender Trost taugen nicht als politisches Druckmittel.
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Warum meine Großmutter Therese Becker 4 Kinder (Johan, Helmuth, Haro und Hannelore) durch den gesamten zweiten Weltkrieg (in Leichlingen bei Leverkusen) durchbrachte und dennoch nie gejammert hat und nie eine Feministin wurde? ganz einfach, sie war eine Starke Frau. Der Feminismus hat Frauen und Männer schwachgeredet!
Meine italienische Großmutter brachte 7 Kinder durch den gesamten zweiten Weltkrieg (in Nardó (LE)) durch während mein Großvater in Afrika kämpfte. Mein deutscher Großvater starb elendig auf den Rheinwiesen bei Bonn.
Klare Sicht auf Deutschland
Vor Jahren wurde eine Russin, die schon einige Zeit in Deutschland lebt, gefragt, ob sie die deutschen Frauen für emanzipiert hält. Ihre Antwort: "In Deutschland sind weder Männer noch Frauen emanzipiert!".
Rainer
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