Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Warum: Auch 'Die Linke' ?

Mus Lim, Wednesday, 20.05.2009, 23:27 (vor 6159 Tagen) @ Wolfgang A. Gogolin

Warum "auch Die Linke"?
Die LINKE ist doch neben der grünen Feminnstinnenpartei die zweite Frauenpartei Deutschlands! Nicht gewusst?

Alleinerziehende im Teufelskreis

Nie sollte ihr Kind in Armut leben. Das wünschte sich Kirsten Schmitz (40) immer für ihren Sohn Jan-Henrik (8). Vergeblich. Kirsten Schmitz aus Kiel ist eine alleinerziehende Mutter. Viele Jahre hat sie erfolglos um Arbeit gekämpft.

Das Szenario der armen alleinerziehenden Frau ist aufgetan. Sie ist wie alle Frauen benachteiligten, aber sie „kämpft“ wie eine Löwin, immer das „Kindeswohl“ fest im Blick.

[…] in Deutschland, Spitzenreiter in Sachen Billiglohn, müssen Frauen oft im miserabel bezahlten Pflege- und Dienstleistungssektor arbeiten. Zudem bekommen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger Lohn als Männer.

Wenn Deutschland Spitzenreiter in Sachen Billiglohn ist, warum versuchen dann Frauen nicht im Ausland höhere Löhne zu erzielen?
Wer genau hindert eigentlich Frauen, Managerinnen oder Ingenieurinnen zu werden? Oder Professorinnen auf Frauenquote? Im öffentlichen Dienst gibt es mehr als genug Jobs auf Frauenquote – warum in aller Welt müssen „Frauen im miserabel bezahlten Pflege- und Dienstleistungssektor arbeiten“?
Vielleicht ist dies der Grund:

Auch wenn sie nicht von ihrer Arbeit leben kann, für Kirsten Schmitz ist es der schönste Arbeitsplatz der Welt. Denn sie muss sich nicht rechtfertigen, wenn sie mal zu Hause bleibt.

Das wäre für Männer natürlich auch der „schönste Arbeitsplatz der Welt“, wenn sie sich nicht rechtfertigen müssen, wenn sie sich nicht rechtfertigen müssen, wenn sie nicht am Arbeitsplatz erscheinen. Wenn nun aber Männer in Deutschland nach den Vorstellungen deutscher alleinerziehender Frauen arbeiten wollten, dann hätten wir eben einen Lebenstandard unter dem von Afrika.

Zudem bekommen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger Lohn als Männer.

Wenn Frauen durchschnittlich solche Arbeitsvorstellungen haben, dann sind Frauen damit wohl eher noch überbezahlt.
Eine bodenlose Frechheit ist aber, wenn unterstellt wird, dass Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen würden. Im öffentlichen Dienst ist das unmöglich und im lohntariflichen Bereich ist es auch nicht möglich.
Und im außertariflichen, höherbezahlten Lohnbereich sind mehr Eigeninitiative, Risikobereitschaft, Bereitschaft zu Überstunden gefragt. Das sind offenbar Anforderungen, die Frauen nicht zu erfüllen bereit sind. Deshalb bleiben die ganzen Frauenförderungen und Frauenquoten auch wirkungslos.
Oder warum gibt es trotz vieler Förderung und Quote keine oder kaum Bewerbungen von Frauen für höhere Posten?

In anderthalb Jahren hat sich Kirsten Schmitz 150-mal beworben. Selten gab es ein Bewerbungsgespräch. Und meist fragten die Arbeitgeber schon beim dritten Satz, ob die tägliche Kinderbetreuung gesichert sei – auch im Krankheitsfall. Dann war für Kirsten Schmitz wieder mal Endstation.

Willkommen, meine Damen, in der Realität der Berufswelt! Alleinerziehende Männer müssen sich diese Fragen auch gefallen lassen, und von alleinerziehenden Vätern wird ebenfalls erwartet, dass sie die Betreuung ihrer Kinder organisiert bekommen und nicht ständig als Arbeitskraft ausfallen.
Aber statt sich den Realitäten zu stellen und entsprechende Leistungen zu bringen, verlegen sich die Frauen lieber aufs jammern und klagen und ihre gut einstudierte Rolle des angeblich benachteiligten Geschlechts.
Der Teufelskreis findet allein im Kopf der Alleinerziehenden statt. Ein Skandal ist aber, wie sehr diese Frauen von der allgegenwärtigen Helferinnenindustrie von den Realitäten ferngehalten und in ihrer Klagehaltung bestätigt werden.

Alleinerziehende im Teufelskreis, Klar, Ausgabe 13, 9. April 2009


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