Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Umfang des staatlich finanzierten Feministinnennetzwerk

Abe, Tuesday, 19.05.2009, 04:12 (vor 6160 Tagen) @ Mus Lim

Hat jemand hier belegbare Kenntnisse über den Umfang des staatlich
finanzierten Feminstinnennetzwerk?

*Wieviele Frauenhäuser gibt es in Deutschland?

Dazu Daten von der Initiative "Frauenhauskoordinierung e.V."

"Angeschrieben wurden alle Frauenhäuser, die auf der Homepage der FHK e.V. unter Frauenhaussuche „Frauenhäuser in Deutschland“ aufgeführt sind. Nach unserer Kenntnis dürften dies derzeit alle arbeitenden Frauenhäuser in Deutschland sein. Ihre Gesamtzahl beträgt derzeit 358. An der Umfrage 2008 haben sich 96 % aller Frauenhäuser beteiligt. Insgesamt sind bei den beteiligten Frauenhäusern 6.968 Plätze (Bettenplätze) vorhanden. Angaben über die Platzzahl in Zufluchtswohnungen liegen uns nur aus Berlin vor, es handelt sich um 107 Plätze. "

Quelle: http://www.der-paritaetische.de/uploads/media/FHKAntwortFragebogen.pdf (Seite 3).

Ab Seite 9 (Top 5) wird "aufgeschlüsselt" wie sich Länder und Kommunen an den Kosten beteiligen. Von den Frauenhäusern erhalten 82% demnach Landesmittel und 75% zusätzlich kommunale Mittel. Hamburg finanziert seine Frauenhäuser zu 100%, aber auch sonst liegen die Eigenleistungen der anerkannten Frauenhäuser statistisch nur bei (überschlagenen) 10%. Die Finanzierungsvoraussetzungen sind recht unterschiedlich. Mal werden die Vollzeitstellen der Mitarbeiterinnen bezahlt (+Pauschalen), ein anderes Mal werden Tagessätze nach Bedarf abgerechnet. Einnahmen durch Spenden müssen i.d.R. nicht mit den öffentlichen Geldern verrechnet werden. Es gibt keine einheitlichen Daten über Anzahl, Belegung und Finanzierung von Frauenhäusern, somit gibt es auch keinerlei öffentliche Kontrolle darüber, wie und wofür Steuergelder ausgegeben werden. Ein Sumpf sondergleichen!

Es gibt aber auch positive Tendenzen: Der mecklenburgische Landesrechnungshof hat in Bezug auf die Verlängerung einer Förderung die Notwendigkeit von Frauenhäusern hinterfragt. Und auch sonst wird denen der Geldhahn wohl langsam abgedreht - was aber nicht bedeuten muss, dass Geld dann nicht über andere Kanäle eingenommen und zweckentfremdet (!) verwendet wird! Nachdem z.B. in NRW die Landesmittel für die Initiative "Frau und Beruf" drastisch gekürzt (oder sogar eingestellt?) worden sind, finden sich Ableger in regionalen Wirtschaftsförderungen wieder, wo die frauenzentrierten Zielsetzung zu 100% weiterhin verfolgt wird - finanziert (diesmal) aus geschlechtsneutralen Töpfen!

Laut Aussagen de Frauenhausbetreiberinnen suchen jährlich rund 40.000 Frauen die Einrichtungen auf. Dem gegenüber stehen ca. 900.000 obdachlose Menschen, davon 92% Männer, für die nicht einmal ein Bruchteil der Summe ausgegeben wird, wie sie dem halbseidenen Konglomerat der Frauenhäuser quasi unkontrolliert hinterhergeworfen wird. Verkehrte Welt!

Abe


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