Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Schluß mit Wikipedia! (von Gerhard Wisnewski)

Flint ⌂, Monday, 04.05.2009, 12:23 (vor 6080 Tagen) @ Flint

Schluß mit Wikipedia!

Beigesteuert von Gerhard Wisnewski
Wednesday, 1. February 2006


Von Gerhard Wisnewski


Ich habe hier schon öfter auf

die Problematik eines Internetforums hingewiesen, das den megalomanen

Anspruch erhebt, eine "Enzyklopädie" zu sein: Wikipedia. Bei

keinem anderen, der Willkür, der Anonymität und den Interessen seiner

Nutzer ausgelieferten Forum käme irgendjemand auf die Idee, dies als

"Lexikon" zu betrachten. Im Gegenteil: In Wirklichkeit sind

Internetforen mit ihren anonymen Urhebern die unzuverlässigsten und

voreingenommensten Quellen, die es überhaupt gibt.


Und tatsächlich gerät das Wikipedia-Forum

immer wieder in die Negativ-Schlagzeilen. Warum? Weil es unzuverlässig

oder manipulierbar ist? Nein: es ist nicht besser oder schlechter, als

jedes andere Forum auch - also schlecht. Ein Forum ist die freie

Wildbahn für Informationen. Ein Skandal entsteht nur deshalb, weil

dieses Forum vorgibt, ein "Lexikon" zu sein. Ein klassischer Fall von

Etikettenschwindel. Jüngstes Beispiel: Fleißige Angestellte des

amerikanischen Kongresses haben in Hunderten von Fällen systematisch

die Inhalte der angeblichen "Enzyklopädie" nach Gutdünken und zum

Vorteil ihrer jeweiligen Abgeordneten manipuliert.


Mal verschönerten sie die

Biographien ihrer Abgeordneten, mal wurde der politische Gegner

diffamiert und beleidigt. Und mal wurde ganz einfach die Geschichte

umgeschrieben. Immer wieder im Zentrum elektronischer Wiki-Fehden: die

Attentate des 11. September 2001. Genau, wie diese Ereignisse auch in

der deutschen Wikipedia gern im Sinne der offiziellen

Bush-Propaganda umfrisiert werden, legten auch in den USA beflissene

Propagandisten Hand an den entsprechenden Artikel.


Die Aufregung ist nun groß,

die manipulierten Artikel wurden, so gut es geht, wieder "berichtigt" -

doch was ist hier eigentlich "objektiv" oder gar "richtig"? Nichts,

natürlich. Denn eine "Enzyklopädie" mit einem unübersehbaren Stab an

anonymen und undurchsichtigen Mitarbeitern, die aus nicht

nachvollziehbaren Quellen und Interessen schöpfen, ist der worst case des enzyklopädischen Gedankens und von Haus aus
eine Mißgeburt. Als Enzyklopädie ist Wikipedia gefährlich und auf jeden Fall zum Scheitern verurteilt.


Also: Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,398357,00.html

...

Quelle (Pdf)

--
[image]
---
Der Maskulist
---
Familienpolitik


gesamter Thread:

 

powered by my little forum