Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Stangen ins Korsett

Peter @, Friday, 24.04.2009, 03:31 (vor 6090 Tagen) @ JochenEbmeier

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Auf SPIEGEL-online erschien unter dem Titel „Das vergessene Geschlecht“
ein fünfteiliger Artikel über Männlichkeit heute’, der sich meines
Erachtens gut als Grundlage für eine allgemeine sachliche Diskussion über
das Ob und Wie der ‚Männerbewegung’ eignet. Weniger, weil er so gut ist,
sondern weil er alle Themengruppen berührt – aber nur anreißt, ohne sie
allzu weit auszuführen und einer Debatte von vornherein Grenzen zu ziehen.
Und ganz zu Recht legt er das Hauptgewicht auf die Benachteilungen von
Jungen in der Kindererziehung.

Der Artikel und die angehängte Diskussion im Forum von SPON wurde hier schon ausführlich behandelt

Der Autor scheint sich selber von seinem Artikel nicht angesprochen zu
fühlen. Daher der auch hier vorherrschende lamentierende Tonfall - wenn er
auch ganz am Schluss die verschämte Wendung hinbekommt, dass wir zum
Jammern eigentlich keinen Grund haben; sondern nur zu Selbstvertrauen.

Da hast du dir wohl eher ein Wunschende herbeigeträumt. Der Artikel endet nicht mit einer "verschämten Wendung" sondern mit zwei feistfrechen Lügen. Die eine über die angebliche Schlechterbezahlung von Frauen und die zweite das es nach dem Ende der Schulzeit für Männer keine Probleme mehr gäbe.

Diese wohl eher unverschämte "Wendung" ist der Schlüssel zu dem ganzen Artikel und der Grund warum er überhaupt in der SPIEGELIN erschien.

Zum ersten der alte Psychotrick: Bei langen Artikeln setzt sich die Aussage am Ende des Artikels im Kopf des Lesers fest und nicht die Buchstabensuppe dazwischen.

Zum zweiten die Art dieser Aussage die sich festsetzen soll: "Liebe Frauen, wenn ihr irgendwas über Benachteiligung von Jungs und Männern hört, dann macht euch keine Gedanken. Die jammern bloß ohne grund. Verdienen später eh mehr und haben auch sonst nie Probleme."

Eine Diskussionsgrundlage ist dieser Artikel nur bei der Analyse der subtilen Misandrie und ihrer Kommunikationswege in der heutigen Zeit.

Der braucht wohl noch einen, der ihm… sagen wir mal: Stangen ins Korsett
zieht. Damit es ihm beim nächsten Mal nicht wieder passiert, in dieser
Sache einen lila Pudel wie Klaus Hurrelmann als Autorität zu nennen, dessen
ganzes Problemverständnis darauf hinaus läuft, dass man den Jungs das
Sitzpinkeln in rosigen Farben malen muss, statt sie frontal zu
unterdrücken…

Ein stabiles Korsett würde ihm tatsächlich den aufrechten Gang trotz Gummirückgrad erlauben ;-)

Aber dann würden ja seine Artikel nicht in SPON erscheinen, das Zeilengeld und das Renomee ("ICH habe im SPIEGEL publiziert") wären perdü.

Ich denke, er hat seine Wahl getroffen ;-)

Und zweitens ist der immer wieder beklagte Frauenüberschuss in den
pädagogischen Berufen vorläufig das geringere Problem als der
Lila-Pudel-Überschuss unter den wenigen verbliebenen (biologisch)
männlichen Pädagogen.

Beides gleichrangige Probleme, da sie unauflösbar zusammenhängen. Etwas anderes als "lila Pudel" würde wohl von den Pädo-Frauen sogleich weggebissen und würde sich im Bildungsbereich nicht lange halten.

Aus meiner Sicht hilft nur die Radikalkur: Vollständige Abschaffung der Koedukation auf beiden Ebenen, Schüler und Lehrer.

Für den Kiga-Bereich ist das nicht wirklich praktikabel, hier bleibt nur die massive Einmischung und Mitmischung der Eltern. Die Kiga-Tanten müssen das Gefühl bekommen, das die Eltern ihnen streng auf die Finger schauen und sie keinen Freibrief zur Kindermanipulation haben.


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