Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wird DER SPIEGEL jetzt gekapert?

adler, Kurpfalz, Tuesday, 04.12.2007, 08:11 (vor 6639 Tagen)

Seit der unwürdigen Entlassung von Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust ist dort die Kacke mächtig am dampfen. Es wird ein/e NachfolgerIn gesucht. Auch das bezeichnend für den Qualitätsverlust des einstigen Vorzeigeblattes. Ein gutes Managment macht sowas umgekehrt. DIE WELT berichtet nun, daß dabei eine Frauen-AG kräftig am intrigieren ist

[ZITAT:]
Frauen greifen beim "Spiegel" nach der Macht

Die Suche nach einem Nachfolger für Noch-Chefredakteur Stefan Aust entzweit die Mitarbeiter KG, den Gesellschafter Gruner + Jahr und die "Spiegel"-Redaktion. [...]

Zuletzt soll der Machtkampf beim sonst so männerdominierten "Spiegel" von einer sogenannten Frauen AG um die Redakteurinnen Marianne Wellershoff, Michaela Schießl und Barbara Supp dominiert worden sein. Wellershoff sagt, eine solche AG kenne sie nicht. Es gebe nur einen hochoffiziellen Arbeitskreis Gleichstellung, dem sie nicht angehöre. Dieser Arbeitskreis habe beispielsweise eine Frauenquote beschlossen. Bis 2010 sollen demnach 30 Prozent der "Spiegel"-Redakteure Frauen sein. [...]

Die Tochter des Schriftstellers Dieter Wellershoff [...] habe den einstigen "Zeit"-Redakteur Thomas Kleine-Brockhoff zum Nachfolger Austs vorgeschlagen
Die umtriebige Kulturredakteurin hat nicht nur Freunde im Haus. Manche titulieren sie als "Schlange Kaa".

"Wegen der vielen Sekretärinnen sind die Hälfte der stillen Gesellschafter der Mitarbeiter KG Frauen", sagt ein Redakteur. Das erkläre den Einfluss von Wellershoff und ihren Mitstreiterinnen. [...]

Nachfolger für "Spiegel"-Kulturchef Matussek soll feststehen.
Womöglich auch die Absetzung des Kulturressortleiters Matthias Matussek?
Interims-Nachfolger von Matussek solle mit sofortiger Wirkung "Spiegel"-Redakteur Mathias Schreiber werden. Er hatte das Ressort gemeinsam mit Wolfgang Höbel bereits bis 2005 geleitet.

KOMMENTARE
Die Art und Weise, wie Aust abserviert wurde, egal welche Kritik war unwürdig bis peinlich - das hätte so wirklich nicht nötig getan und erinnert durchaus an kleinkarrierte und genauso hemmungslose Zickenkriege.
[/ZITAT]

Den Kommentar eines Lesers habe ich mit übernommen, weil er vorzüglich zu dem Tohuwabohu derzeit in einem Hamburger Hochhaus paßt.

Rudolf Augstein, der Arme. Er kommt nicht zur Ruhe. Als er 1971/72 für die Mitarbeiter eine Mitbestimmung einführte, war dies wohl auch an den Zeitgeist geschuldet, der mehr Demokratie wagen wollte. Ein einziges mal war er nervös geworden und hat, im Nachhinein besehen, eine Falsche Entscheidung getroffen.

Er ist dafür nicht zu schelten. Als logisch denkender, an die Vernunft glaubender, aufgeklärter Mensch, konnte er nicht ahnen, daß es einer hinterhältigen, demagogischen, menschenverachtenden Ideologie in diesem gebrannten Land noch einmal gelingen würde, für eine kurze Zeit die Macht zu erringen. Eine Zeit, die allerdings ausreichen wird, sein Lebenswerk zu vernichten.

@Student, der in letzter Zeit so oft aus der Printausgabe zitiert.
Wenn die feindliche Übernahme geglückt ist: Nicht mehr kaufen, das Blatt.
Ich habe mein Abo vor 4 Monaten gekündigt. Ich zahle doch nicht auch noch Geld dafür, daß ich alle paar Wochen beleidigt werde! Noch, bis sie denn in die Bedeutungslosigkeit verschwindet, liegt diese OMMA_Konkurrenz in jeder Bibliothek aus.

Gruß
adler

--
Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar


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