Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Unterdessen in den Ministerien

Jim, Saturday, 05.05.2007, 00:50 (vor 6803 Tagen) @ DervordemRechnerlebt

Das ist eigentlich keine Überraschung, nur die Wirtschaft bezahlt heute exzellent ausgebildete Spitzenleute noch adäquat. Die Beamtenschnarcher und Sachbearbeiter haben doch längst nicht mehr das Know How, juristisch und wirtschaftlich exakt zu arbeiten. Ich erinnere mich an einen Satz meines Uni Dozenten im Verwaltungsrecht "Es ist unfassbar, wie wenig Sachkompetenz dort [oben] gebündelt ist". Das sieht man ja schon an den vielen katastrophalen Gesetzesinitiativen, die allesamt ganz offensichtlich verfassungswidrig waren und trotzdem hat es von den 656 Abgeordneten keinen gejuckt erst das Bundesverfassungsgericht als letzte Schranke musste die ganze Gülle kippen, wenn das nicht wär wären dem Pöbeldespotismus schon längst auch noch die letzten Türe und Toren geöffnet.

Das sich in dieser Situation Spitzenleute aus der Wirtschaft den Verwaltungspappnasen hilfreich unter die Arme greifen, natürlich unter Ausnutzung eigener Interessen, ist wahrlich kein Wunder.

Politiker, Parteien, Farben und Richtungen sind schon lange nicht mehr
wichtig. Es sind die (globalen) Konzerne, die die Marschrichtung
vorgeben:

Unsere
Konzerne und die Ministerien

Auszüge:

"... Vor ein paar Wochen entdeckten wir eine neue Variante des
Lobbyismus. In fast allen Bundesministerien fanden wir Leiharbeiter aus
den wichtigsten deutschen Unternehmen. Sie sitzen Tür an Tür mit Beamten,
schreiben sogar an Gesetzen mit und werden von der Wirtschaft bezahlt.
..."

"... die Praxis hat System. Siemens oder DaimlerChrysler, die Lufthansa
oder die Deutsche Bank, fast alle Großen sind dabei und haben ihre
Mitarbeiter in so gut wie allen Ministerien sitzen. Insgesamt 100 (!!!)
aus unterschiedlichen Unternehmen und Verbänden, gesteht die
Bundesregierung jetzt ein. Und das alleine in den letzten vier Jahren.
..."

"... Die Bundesregierung gesteht inzwischen ein, dass vier externe
Mitarbeiter direkt an Gesetzen mitschreiben. Das ist besonders
schwerwiegend. Und, besonders pikant: Zwei weitere sind sogar als
Referatsleiter eingesetzt, also weit oben in der Entscheidungskette.
..."

usw.

DvdRl


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