Gibt es schon!
Savvakis meint dazu: Feminismus macht blöd!
Hören wir uns nun folgenden Kommentar zu den im Februar abgelaufenen Olympischen Winterspielen in der kanadischen Stadt Vancouver an, in welchen die deutschen Frauen besonders erfolgreich gegenüber den Frauen anderer Nationen abschnitten:
"Es waren die triumphalen Tage der deutschen Frauen. Sieben von neun deutschen Goldmedaillen holten unsere Athletinnen – mehr als Wintersport-Nationen wie Österreich und Russland insgesamt. Warum Frauen die Männer so abhängen?", fragt die Kommentatorin so unbekümmert spontan, als hätte sich die Frage aus dem Vorangegangenen unweigerlich ergeben. Man kann es sich natürlich leicht machen und einfach folgern, Claudia Schwedler, so heißt die, die hier für das bekannteste Boulevardblatt schrieb, sei blöd, und DER MASKULIST hat eben recht; Feminismus macht dumm.
Letzteres stimmt zwar schon, worauf auch der Rest des gedanklichen Leerganges der BILD-Autorin im selben Artikel mühelos schließen ließe. Doch es wäre ein Versäumnis, die besondere Gelegenheit zu ignorieren, die uns Frau Schwedler hier bietet, einer so klassischen Struktur feministischer Verschleierungsrhetorik auf die Schliche zu kommen. Sehr typisch übrigens. Es handelt sich um einen boshaft jähen Kategorienwechsel, der alle Merkmale eines schlechten Hütchenspiels aufweist:
1. Anfänglich wird die Kategorie Frau mittels einer weiteren Kategorie gegliedert. Als Divisor dient die Kategorie Nation. Es fallen typische Stichworte wie "deutsche Frauen", "deutsche Goldmedaillen", "Nationen", "Österreich", "Rußland".
2. Alsdann kommen zwei weitere Kategorien hinzu, die gemeinsam mit der Kategorie Nation die Gruppe Frauen strukturieren: Siegerinnen und Verliererinnen. Die drei Ordnungsprinzipien lauten somit: Siegerinnen, Verliererinnen, Nationen. Selbstverständlich ohne Geschlecht; die Geschlechter bleiben brav parallel, wie es die Vernunft gebietet, wenn Frauen nicht vollkommen irrelevant werden sollen.
3. Nun jedoch schmuggelt unsere pfiffige Schwedler die Kategorie Männer ein, bei der es ja ebenfalls Sieger und Verlierer unter den verschiedenen Nationalitäten gibt, sie läßt aber zugleich die Kategorie Nation, die Kategorie also, in der sich die Männersiege festmachen könnten, verschwinden. Übrig bleiben die beiden Geschlechter und jener hinterlassene Eindruck siegender Frauen, die jetzt sieglosen Männern gegenüberstehen. – Sauber, oder nicht?
gesamter Thread:
- Infantile Weiber in der SpiegelIN -
HosenkackerIn,
14.04.2011, 12:57
- Huch... ich dachte, das wäre die BRAVO GIRL... kT
-
Bero,
14.04.2011, 13:20
- Infantile Weiber in der SpiegelIN -
Sohnemann,
14.04.2011, 13:46
- Infantile Weiber in der SpiegelIN - Bero, 14.04.2011, 14:01
- Gibt es schon! -
Infomann,
14.04.2011, 22:13
- Wie war das noch gleich beim Skispringen? -
Ein Mitleser,
14.04.2011, 23:18
- Frauenschiespringen ist ja fast genau so gut wie Frauenschach... -
Rainer,
14.04.2011, 23:54
- Falsch -
Infomann,
15.04.2011, 21:39
- Falsch - Bero, 15.04.2011, 22:19
- Sei bloss vorsichtig, Rainer! -
Bero,
15.04.2011, 22:09
- Sei bloss vorsichtig, Rainer! - Rainer, 16.04.2011, 06:02
- Falsch -
Infomann,
15.04.2011, 21:39
- Frauenschiespringen ist ja fast genau so gut wie Frauenschach... -
Rainer,
14.04.2011, 23:54
- Wie war das noch gleich beim Skispringen? -
Ein Mitleser,
14.04.2011, 23:18
- Infantile Weiber in der SpiegelIN - Oliver, 16.04.2011, 07:20
- Huch... ich dachte, das wäre die BRAVO GIRL... kT