Weibliche Täterschaft: Nur ein historischer Rückblick oder bittere Realität?
Thema im fünften Kapitel sind die SS-Aufseherinnen, das weiblichen Bewachungspersonal in den Frauenkonzentrationslagern. Die Historikerin stellt fest, dass sich die Frauen durch den Dienst im KZ veränderten. Überlebende Insassinnen berichten, dass Anfängerinnen manchmal halbwegs menschlich handelten, sich aber im Laufe der Zeit zunehmend brutaler verhielten. Ihre Macht über Leben und Tod und die Tatsache, dass sie selbst für Übergriffe so gut wie keine Konsequenzen fürchten mussten, trugen zum menschenverachtenden Umgang mit den inhaftierten Frauen bei. Wie Kompisch darlegt, nahmen Frauen vor Gericht hingegen die Opferrolle an. Dass die Aufseherinnen sich jedoch auch manchmal nachsichtig zeigten, beweist, dass sie durchaus über Handlungsspielräume verfügten und nicht nur Befehle ausführten.
Das Buch befasst sich mit der weiblichen Täterschaft in der NS-Zeit. Zur Erinnerung: Die Jugendämter wurden 1939 von Heinrich Himmler (Reichsführer SS) aufgebaut. Heute arbeiten dort sehr viele Frauen ......
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FEMhunter,
12.04.2011, 17:47
- Weibliche Täterschaft: Nur ein historischer Rückblick oder bittere Realität? - Garfield, 12.04.2011, 18:58
- Weibliche Täterschaft: Nur ein historischer Rückblick oder bittere Realität? - Kurti, 12.04.2011, 19:09