Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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An IGAFD: Hinweise

Info, Tuesday, 12.04.2011, 13:56 (vor 5395 Tagen)

Hallo,

ich finde es gut, dass ihr eine deutsche Initiative gegründet habt. Ich will mich auch nicht in "krittelige" Diskussionen stürzen aber anbei ein paar Feedbacks zu meinen Empfindungen geben.

1. Die Familienoberhauptdiskussion und -these empfinde ich als grenzwertig und u.a. auch verfrüht. Man muss die Leute abholen, wo sie stehen.

2. Die Festlegung gegen Linke halte ich für gefährlich, da auch Rechte Wegbereiter waren und sind (vgl. UvdL oder die "Christlichen Nattern"(*) der FU). Die s.g. Mitte (bei der sich ja fast alle Parteien sehen) sät übrigens den gleichen Bodensatz

3. Ich vermisse eine Verlinkung zur IGAF-Schweiz und somit eine Internationalisierung sowie Synergie-Effekte. In meinen Augen wäre das auch eine Solidaritätsbekundung zu anderen Ländern.

So, dass wars auch schon und ich wünsche euch einen fulminanten Start. Die Einstiegsseite ist übrigens hervorragend und beinhart formuliert. Gut so, man muss Kontrapunkte setzen, sonst kommt nie ein Diskurs zustande. Außerdem ticken unsere superqulatativganzunten-Medien seit Jahrzehnten genauso! Von dem kreischigen Femifaschismusgeschnatter mal ganz zu schweigen.

Good Luck!

Ja, ich weiß, Feedback ist immer einfacher als selber machen ;-)
Das kenne ich von meinem Engagement aus einer anderen Geschlechterinitiative.

(*) Originalzitat der Vorsitzenden der Jungen Union im Spiegel 2010

Re: Hinweise

IGAF Deutschland ⌂, Tuesday, 12.04.2011, 14:47 (vor 5394 Tagen) @ Info

1. Die Familienoberhauptdiskussion und -these empfinde ich als grenzwertig und u.a. auch verfrüht. Man muss die Leute abholen, wo sie stehen.

Was wir von IGAF Deutschland auf der Programmseite stehen haben, sind Angebote unsererseits. Wenn jetzt sich jemand bemüßig fühlte zum Familienoberhaupt etwas zu sagen, und es damit zu thematisieren, dann war das seine Wahl.

Wenn nun jemand anders meint, eine andere Diskussion wäre wichtiger, angesagter oder vorteilhafter, dann diskutieren wir auch das.

Wir von IGAF Deutschland machen Diskussionsangebote, legen die Schwerpunkte nicht selbst fest, das ergibt sich von selbst.

2. Die Festlegung gegen Linke halte ich für gefährlich, da auch Rechte Wegbereiter waren und sind (vgl. UvdL oder die "Christlichen Nattern" der FU). Die s.g. Mitte (bei der sich ja fast alle Parteien sehen) sät übrigens den gleichen Bodensatz

Sagen wir mal so, Antifeminismus und Familie haben keine Lobby bei den etablierten Parteien. Das ist zunächst einmal Fakt. Aus diesem Grund kann man auch nicht die CDU beispielsweise positiv herausheben.

Deshalb zur Klarstellung: Ich lege mich nicht gegen "linke Parteien" fest, sondern gegen "linkes Gedankengut". Und gerade das ist ja das Elend, wie Sie richtig anmerken, dass dieser "Bodensatz linker Ideologien" ihren Eingang in die so genannten christlichen und konservativen Partein gefunden haben.

3. Ich vermisse eine Verlinkung zur IGAF-Schweiz und somit eine Internationalisierung sowie Synergie-Effekte. In meinen Augen wäre das auch eine Solidaritätsbekundung zu anderen Ländern.

Solidaritätsbekundungen sind schnell ausgesprochen und genau so substanzlos.
Wir müssen erst einmal selbst in Deutschland einen Fuß auf den Boden bekommen und etwas Eigenes leisten, BEVOR wir in anderen Ländern überhaupt ernstgenommen werden. Auch die IGAF Schweiz ist ja erst von uns ernstgenommen worden, nachdem sie erfolgreich ihre Konferenz durchgezogen hat. Davon sind wir so kurz nach der Gründung ja noch meilenweit entfernt.

Dass wir in die gleiche Richtung marschieren wie die IGAF Schweiz wir ja durch Logo und Design deutlich genug. Allerdings sollten wir den Eindruck vermeiden, wir wären nur eine "Filiale" der Schweizer.

Auf dem nächsten Antifeminismus-Treffen in der Schweiz wird es noch genügend Gelegenheit geben, Gemeinsamkeiten zu demonstrieren und Solidaritätsbekundung zu anderen Ländern abzulassen.

Bis dahin sorge ich mich mehr darum, dass ich etwas Handfestes im Koffer habe, wenn ich im Juni mit René Kuhn zusammensitze. Das sollte dann schon etwas mehr sein als ein Link und ein paar Solidaritätsadressen! ;-)

So, dass wars auch schon und ich wünsche euch einen fulminanten Start.

Danke für die guten Wünsche!

Die Einstiegsseite ist übrigens hervorragend und beinhart formuliert. Gut so, man muss Kontrapunkte setzen, sonst kommt nie ein Diskurs zustande.

Richtig! Keiner soll glauben, was auf der Seite von IGAF Deutschland steht, sei der Weisheit letzter Schluss. Aber irgendwo muss der Diskurs begonnen werden, und dazu braucht es Kontrapunkte. Das haben Sie sehr schön formuliert.

Ja, ich weiß, Feedback ist immer einfacher als selber machen ;-)

Trotzdem Danke!

--
IG Antifeminismus Deutschland
http://www.anti-feminismus.org

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