Eugen Maus 2009: Auszug Interview (Familienfreundliche Politik)
FreieWelt.net: Was wäre für Sie eine familienfreundliche Politik?
Eugen Maus: Eine familienfreundliche Politik ist sicher keine, die Männer mit einem Elterngeld ködern oder vielmehr umerziehen will, mehr „reproduktive Arbeit“ zu leisten. Der Pferdefuß dabei ist nämlich, dass keineswegs im gleichen Zuge die Rechte der Väter ausgebaut werden. Die Praxis der Familiengerichte, nach einer Scheidung weit überwiegend den Müttern alle Rechte die Kinder betreffend zuzusprechen, legt von vornherein fest, wer Gewinnerin und wer Verlierer ist. Das ist eine Einladung an Frauen zu Scheidung und Kindesentzug - beides nicht gerade familienfreundlich. Einerseits verlangt man von Vätern, dass sie sich vermehrt um die Kinder kümmern sollen, aber nach einer Trennung werden darunter offenbar nur regelmäßige Unterhaltszahlungen oder gar gesteigerte Erwerbsobliegenheit des Mannes verstanden und sonst nichts. Eine familienfreundliche Politik muss darin bestehen, beiden Eltern gleiche Rechte zu geben und gleiche Pflichten abzuverlangen. Nur so wäre sichergestellt, das Kinder nicht zum Instrument und zu Verlierern in Scheidungskriegen werden.
Richtig!