Oooch, wir lachen da nur.
Den Youngstern mal als Nachhilfe: ich bin im ÖD seit zwei Jahrzehnten. Wer da einmal drin ist, ist quasi mit einer Domina verheiratet. Das ist nicht immer schön.
Die Arbeitsplatzsicherheit ist übrigens nicht so, wie man allgemein glaubt: wird Dein Laden zugemacht und das passiert sehr häufig seit vielen Jahren, befehlen sie dich gerne hunderte km weit weg, auch wenns nicht Not täte und du mußt gut überlegen, ob sich das lohnt. Ein Vorarbeiter bei VW am Band verdient ziemlich genau so viel wie ein Amtsdirektor einer Behörde und der muß auch noch studiert haben, eine Tipse hat bei weitem nicht so viel wie eine Aldi- Kassiererin. Lohntabellen sind allgemein im Netz verfügbar.
Aber darum soll es jetzt nicht gehen, sondern um die Vorzüge bei diesem speziellen Thema.
Wie allgemein bekannt ist, existiert für den ÖD seit ca. 15 Jahren das berühmte Gleichstellungsgesetz, das Männern bei der Einstellung und Beförderung die Arschkarte zeigt.
Meiner Position nach bin ich etwa im mittleren Management einer großen Behörde angesiedelt und wir Männer da wissen, es gibt keinen weiteren Weg nach oben, der ist für Geschlitzte reserviert und wir lassen uns da auch nicht blenden von ultmativem Wirtschaftsslang und Controlling und Gedöns, was sie alles so eingeführt haben.
Da man nach wenigen Jahren keine Chance hat in die Wirtschaft zurück, muß man sich arangieren und dieser Weg heißt: ja sagen und nein tun. Oberste Devise ist: schieb die Arbeit auf andere Abteilungen. Zweite: arbeite so schnell und so schludrig wie möglich, die Qualitätsblindenabteilung mißt nur die Zeit bis zur Erledigung. Auch ein leeres Blatt Papier nach fünf min weitergegeben, poliert die Statistik enorm auf.
Drittens: wenn sie dich anpissen, mach deine Arbeit ungeheuer gründlich und verursache damit möglichst gigantische Kosten, sie sind dann froh, wenn du wieder schluderst.
Viertens: halte dein Revier sauber. So wenig Tussen wie möglich. Separiere sie in verschiedenen Arbeitsräumen: bei den Kerlen fast immer Friede Freude Eierkuchen, bei Tussen Streß und Zank. Garantiert!
Fordern sie Deine Führung und Schlichtung ein, verweise sie an die Frauenbeauftragte mit ihrem Freibrief, sich überall einmischen zu dürfen: aber die will in ihrem Laujob auch nicht gerne belästigt werden.
Machen die Tussen richtig Ärger, kombiniere die Unverträglichsten miteinander. Es ist nur eine Frage kurzer Zeit, bis es gelbe Scheine hagelt. Wende dich hilfesuchend an die Personalabteilung, schließlich warst nicht du es, der die sozial Inkompetenten vor Anäonen eingestellt hat.
Fünftens und das ist sehr wichtig: Biete keine Angriffsfläche für Erpressung. Du mußt nicht das Behördentelefon für deine Privatgespräche nutzen- alles nachvollziehbar und Aldiphone ist billig. Auch die Frankiermaschine für Privatpost lohnt nicht. Demonstriere auch bei passender Gelegenheit, daß du am Behördenfax dein Blatt Papier falsch rum einlegst- keiner glaubt danach, daß du es womöglich für private Zwecke verwendest.
Zur Überwachung eventuell für 10 sec privat genutzer Behörden- Internetanschlüsse wurden Heerscharen an Jonny Kontrolettis eingestellt (idiotisch. Natürlich haben sie Flat und falls nicht: deine Mails abzurufen, braucht es fast nichts an Bytes). Bring dein Lap mit und den UMTS- Stick der Bild- Zeitung: die Paar Euronen müßten es dir wert sein, als getreuer Diener dieser Staatin mit einer jungfräulich weißen Weste prunken zu können.
Und Spesen im ÖD narrensicher bescheißen zu wollen, erfordert den Aufwand einer ganzen Mafia und kostet sogar Beamte den Kopf. Das ist mehr was für Politos.
Uns allen dämmert jetzt vielleicht, warum es nie so recht mit dem ÖD was werden wird. Und nicht nur wegen der Pflaumen