Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frankreich - Zwangsurlaub für Väter

FemokratieBlog ⌂, Tuesday, 29.03.2011, 16:13 (vor 5408 Tagen)

Dieses Thema steht bereits seit 2008 auf der Agenda der EU. Der Frauenausschuss des Europaparlaments will junge Väter zu einem zweiwöchigen Urlaub nach der Geburt ihres Kindes “verpflichten”. Bis heute ist die EU aber zu keinem Entschluss gekommen.

[..]Da es bei der EU nicht so richtig vorwärts geht, wollen Französinnen anscheinend einen eigenen Weg gehen. Die Süddeutsche schreibt dazu:

Mehr http://femokratieblog.wgvdl.com/zwangsurlaub-vaeter/03-2011/

Frankreich - Zwangsurlaub für Väter

Puwackel, Tuesday, 29.03.2011, 16:21 (vor 5408 Tagen) @ FemokratieBlog

Interessant finde ich, dass es bei c´vielen Frauen gar nicht so gerne gesehen wird, wenn der Vater Vaterschaftsurlaub nimmt. Die Frauene empfinden das nicht seleten als Eingriff in ihr Hoheitsgebiet. Insgesamt haben Frauen ein Problem damit, wenn sie sehen, dass Männer sich genausogut, vielleicht sogar besser um die Kinder und Haushalt kümmern. Das kratzt an ihrem Selbstwertgefühl.

Ich persönlcich hätte eher die Sorge, dass meine Frau eben nicht bereit ist, Erziehung und Erwerbsarbeit mit mir zu teilen. Ich nämlich recht wenig Bock, den Alleinversorger zu spielen. Mehr Frauen als man glaubt, wünschen sich das so

Wird auch nie kommen!

FEMhunter, Tuesday, 29.03.2011, 16:28 (vor 5408 Tagen) @ FemokratieBlog

Wenn Deutschland die AE-Familien-Förderer mit höchsten staatlichen Ehren bedenkt, dass ist es doch nicht verwunderlich, dass die EU da zögert. In dem Staat hier wird doch die Väterentsorgung gefördert, die Frau brauch ja nicht mal den Namen des Erzeugers zu kennen, es reicht seine Kontonummer!

Frankreich - Zwangsurlaub für Väter

Sohnemann, Tuesday, 29.03.2011, 19:25 (vor 5408 Tagen) @ Puwackel

Das kratzt an ihrem Selbstwertgefühl.

Genau Puwackel, das ist ein Punkt, der viel zu selten angesprochen wird. Das Schlimme für die Frauen ist nämlich, dass Männer, wenn sie sich denn um Haushalt+Kinder kümmern wollen, das im Regelfall besser organisiert kriegen als die Frauen, obwohl ihnen angeblich das Multitasking fehlt. Das beginnt schon allein damit, dass Männer gewöhnt sind, sich an Termine zu halten, während Frauen in der Regel zum Arzt, Schule oder etc. zu Hause aufbrechen, wenn sie schon angekommen sein sollten und in ihrem Köpfchen nicht begreifen, dass man für die Wegstrecke (so lange das Beamen nur bei Star Trek funktioniert) auch Zeit einkalkulieren muss. Dazu müsste man aber auch einen Begriff von Entfernungen und Geschwindigkeiten haben, die ihnen fehlt

Was haltet ihr von dem Vorschlag?

Logan, Tuesday, 29.03.2011, 20:09 (vor 5408 Tagen) @ FemokratieBlog

Solange die Verpflichtung für Mütter und Väter gleichermaßen gilt, sehe ich hier eigentlich keinen großen Nachteil. Was meint ihr?

AW: Was haltet ihr von dem Vorschlag?

FEMhunter, Tuesday, 29.03.2011, 20:35 (vor 5408 Tagen) @ Logan

Das Bild bzw. die Einstellung der Männer zu ihren Kinder hat sich in den letzten 20-30 Jahren stetig und gewaltig geändert. Väter wollen für ihre Kinder da sein und drängen in Bereiche, wo Frauen sie garnicht hinhaben wollen. Das Motto vieler Frauen lautet doch deshalb: Kind ja, Mann nein! Wieviele Frauen haben mittlerweile einen Hund als Partnerersatz. Frauen empfinden das als persönliche Diskreditierung, wenn Väter sich kümmern. Und generell darf man nicht vergessen, dass die Förderung von AE-Familien in Deutschland sogar mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wird (Schwab).

Hier in Deutschland Kinder in die Welt zu setzen, kommt ja mittlerweile einer Kindeswohlgefärdung/Kindesmißhandlung gleich. Dieses Land rottet sich mit seiner Väter-/Männerfeindlichkeit doch selbst aus!

Was haltet ihr von dem Vorschlag?

LatexTester, Tuesday, 29.03.2011, 21:45 (vor 5408 Tagen) @ Logan

Solange die Verpflichtung für Mütter und Väter gleichermaßen gilt, sehe
ich hier eigentlich keinen großen Nachteil. Was meint ihr?

Zwangsurlaub ist ein schwerer Eingriff in das Grundgesetz. Die Verfassungswidrigkeit eines solchen Gesetzes dürfte sich auch in anderen europäischen Ländern nach juristischer Prüfung ergeben. Ein Zwangsurlaub ist ähnlich absurd, als ob man schwangere Frauen zwingen würde, die letzten drei Schwangerschaftsmonate an der Nordseeküste zu verbringen oder Kinder nur noch per Kaiserschnitt zu gebären. In Deutschland würde solch eine Regelung gleich gegen mehrere Artikel des GG verstoßen. Wenn sich Feministen also wünschen, dass der Vater zu Hause bleibt, dann müssten sie über positive Gesetze wirken wollen. Arbeitsplatzgarantie, Lohnfortzahlung, etc. Aber auch da stellt sich wieder die Frage, ob nicht für die Unternehmen Nachteile entstehen, die durch den Vaterschaftsurlaub entstehen und gegeneinander aufgewogen, zu Verwerfungen führen, die kein Verfassungsrichter akzeptieren wird

Was haltet ihr von dem Vorschlag?

Bero, Tuesday, 29.03.2011, 22:07 (vor 5408 Tagen) @ LatexTester

entstehen und gegeneinander aufgewogen, zu Verwerfungen führen, die kein
Verfassungsrichter akzeptieren wird

Aber vielleicht ein paar Verfassungsrichterinnen?

Männer und Kinder

Rainer ⌂, Tuesday, 29.03.2011, 22:22 (vor 5408 Tagen) @ FEMhunter

Das Bild bzw. die Einstellung der Männer zu ihren Kinder hat sich in den
letzten 20-30 Jahren stetig und gewaltig geändert.

Ich weiß nicht wo du aufgewachsen bist, aber Männer haben sich schon immer um ihre Kinder gekümmert. Allerdings haben sie nicht so ein Geschiss drum gemacht.

Väter wollen für ihre Kinder da sein und drängen in Bereiche, wo Frauen sie
garnicht hinhaben wollen.

Bedeutet wohl, Männer fangen an um die Kinder genauso ein Geschiss zu machen wie viele Frauen. Etwa so: "Bernd-Lukas, fass das bitte nicht an. Der Pappa wird sonst ganz doll böse."

Rainer

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[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Was haltet ihr von dem Vorschlag?

Logan, Tuesday, 29.03.2011, 23:20 (vor 5408 Tagen) @ LatexTester

eine Regelung gleich gegen mehrere Artikel des GG verstoßen. Wenn sich
Feministen also wünschen, dass der Vater zu Hause bleibt, dann müssten
sie über positive Gesetze wirken wollen. Arbeitsplatzgarantie,
Lohnfortzahlung, etc.

Naja, hier werden ja sozusagen nicht die Väter gezwungen, stattdessen werden die Unternehmen verpflichtet, den frisch gewordenen Vätern 2 Wochen Urlaub zu geben.

Aber auch da stellt sich wieder die Frage, ob nicht
für die Unternehmen Nachteile entstehen, die durch den Vaterschaftsurlaub
entstehen und gegeneinander aufgewogen, zu Verwerfungen führen, die kein
Verfassungsrichter akzeptieren wird

Natürlich entstehen dabei Nachteile für den Arbeitsgeber. Die Idee dieses Gesetzes ist ja, einen natürlichen Nachteil der Frauen (Arbeitsunfähigkeit unmittelbar vor und nach der Geburt) durch einen künstlichen Eingriff auszugleichen

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