In Gifhorn treiben die Behördenmitarbeiter Väter in den Suizid.
Suizidopfer hätte voraussichtlich Anspruch auf ein Aufenthaltsrecht gehabt - 28.03.2011
Aus den Verfahrensakten wird deutlich, dass die Ausländerbehörde über die gelebte Vaterschaft des Flüchtlings zu einem deutschen Kind schon monatelang informiert war, aber trotz deutlicher Warnungen des Verwaltungsgerichts an der Abschiebung zum 3. März 2011 festhielt und dies dem Flüchtling am 1. März auch so mitteilte.
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Das Vorgehen des Landkreises Gifhorn muss personelle Konsequenzen haben. Rechtsanwältin Öndül (Kanzlei Kolostori, Osnabrück) hat bereits Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Landrätin des LK Gifhorn über die verantwortlichen Beamten erhoben. Das Innenministerium in Hannover ist aufgerufen, im Rahmen der Fachaufsicht dafür zu sorgen, dass der Umgang des Landkreis Gifhorn mit Flüchtlingen in Zukunft menschenwürdig und rechtsstaatlich erfolgt.
Nachfolgend ein Artikel aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom Samstag:
26.03.2011 / HAZ Seite 3 Ressort: BLICK IN DIE ZEIT - Nicht ohne meinen Sohn
Gifhorn. Der Mann kam den Bahnsteig entlanggelaufen, stieg langsam in das Gleisbett herunter und legte seinen Kopf auf die Schienen ...
... 15 Jahre lang hat der 40-Jährige als Flüchtling in Deutschland gelebt. Jetzt sollte er in sein Herkunftsland Nepal abgeschoben werden ...
... 1996 war Lama vor dem Bürgerkrieg zwischen Maoisten und Monarchisten in seinem Land geflüchtet ...
... Lama hat die Vaterschaft im Juli anerkannt und den Erkenntnissen des Verwaltungsgerichts Braunschweig zufolge regelmäßig die Nähe seines Sohnes gesucht, auch wenn er und die Mutter sich zwischenzeitlich getrennt hatten. „Sein Sohn war sein Leben“, sagt die Mutter. Obwohl sie das der Kreisverwaltung mehrmals versichert hat, wollte diese eine enge Beziehung nie anerkennen ...
Komisch, dass die Medien derlei nur bei ausländischen Vätern bringen. Aber na ja, zumindest wird so über einen, der gewöhnlichen 7500 Fälle berichtet, bei dem die Behörden Mal wieder einen Vater in den Suizid getrieben hatten. Was daran immer einwenig entteuscht ist, dass solche Suizide in der Behörde keinen "Erweiternungsstatus" erhalten, da dort in der Regel ideale Bedingungen vorherrschen
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