TV Tipp: Do. 20:15 ARTE. Liebeswahn
Die Inhaltsangabe klingt interessant.
Zwei Themen welche auch hier schon thematisiert wurden . Stalking nicht so intensiv, dieses aber im Zusammenspiel mit Falschbezichtigung (Mutmasslich Kachelmann,Türck u.a.(Falschbeschuldigung). Mal sehen, wie Regisseur das Thema behandelt.
ARTE F © Alle Rechte vorbehalten
Donnerstag, 31. März 2011 um 20.15 Uhr
Wiederholungen:
01.04.2011 um 01:40
08.04.2011 um 14:45
(Frankreich, 2006, 102mn)
ARTE F
Regie: Michel Spinosa
Anna M. findet selbst, dass sie innerlich ein Kind geblieben ist. Sie wohnt noch bei der Mutter, restauriert in der französischen Nationalbibliothek alte Bücher und hat keinerlei Erfahrung mit Männern - ein wenig zufriedenstellendes Leben, dem sie ein Ende bereiten möchte. Als sie sich vor ein Auto wirft, wird sie mit einem Beinbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr behandelnder Arzt, Dr. Zanevsky, beeindruckt Anna vom ersten Augenblick an. Seine Freundlichkeit deutet sie miss. Sie ist sich sicher, dass auch er mehr für sie empfindet.
Aus dem anfänglichen Versuch, zusätzliche Termine bei ihm im Krankenhaus zu bekommen, wird bald mehr. Anna lauert ihm auf, spioniert ihm nach, schreibt Briefe und ruft ständig an. Dass Dr. Zanevsky eine Frau hat, die er liebt, liegt außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Der Arzt wird Anna nicht los und seine Versuche, sie bei der Polizei anzuzeigen, scheinen aussichtslos, da er nichts gegen sie in der Hand hat.
Als sie nachts im Radio eine anonyme Liebesbotschaft eines Mannes hört, der seine Angebetete in ein Pariser Hotel einlädt, ist für Anna alles klar: Zanevsky wartet dort auf sie. Laut ruft Anna seinen Namen in den Hotelfluren - doch vergebens. Aus Frust verbringt sie eine Nacht mit Albert, den sie am Bahnhof kennenlernt. Am nächsten Tag lässt sie ihrer Wut über Zanevsky freien Lauf. Auf offener Straße rammt sie sein Auto und schlägt verzweifelt auf ihn ein. Am nächsten Tag wird der Arzt verhaftet - Anna hat ihn angezeigt und hat sogar Zeugen für seine Gewalttätigkeit, ein Paar, welches die Szene falsch gedeutet hat.
Doch dann überlegt Anna es sich anders. In einem Brief entschuldigt sie sich und nimmt die Anzeige zurück. Zanevsky ist wieder auf freiem Fuß.
Doch Anna hat bereits einen neuen Plan - und einen neuen Job. Eine Etage über Zanevkys Wohnung passt sie auf zwei kleine Mädchen auf, um von dort ihre Stalking-Attacken fortzusetzen, was die Kinder in Angst und Schrecken versetzt. Anna gibt sich als Madame Zanevsky aus und lässt vom Schlüsseldienst die Wohnung ihres Opfers öffnen, um diese zu verwüsten.
Daraufhin wird Anna in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen, kann die Klinik allerdings nach wenigen Monaten durch vorgetäuschte Einsicht ihrer Fehler wieder verlassen ...
"Liebeswahn" ist der dritte Spielfilm des französischen Drehbuchautors und Regisseurs Michel Spinosa.
Sein Debüt "Nimm mich mit" (1995) handelt von verschiedenen Leuten auf der Suche nach dem Abenteuer und der großen Liebe und ist von einer eher dunklen Stimmung geprägt. Dagegen ist sein zweiter Film eine romantische Komödie: "Die Sache mit dem Sex und der Liebe" (2000) beschreibt das Leben fünf junger Franzosen in der Zeit der sexuellen Revolution der 70er Jahre.
Immer schon von unmöglichen Liebesgeschichten fasziniert, stieß er bei der Suche nach einer neuen Story auf die wenig bekannte Krankheit des Liebeswahns - oft verwechselt mit der Nymphomanie. Um sich ein Bild von der Psychose zu verschaffen, verbrachte Michel Spinosa knapp ein halbes Jahr mit Recherchen. Er lernte, dass der Krankheitsverlauf sich in drei Phasen gliedern lässt: Hoffnung, Trotz und Hass, und gliederte so auch seinen Film. Die meisten Handlungen der psychisch kranken jungen Frau basieren auf wahren Begebenheiten, so auch Annas Idee, sich bei den Nachbarn als Babysitterin zu bewerben, um sich in die unmittelbare Nähe ihres Opfers einzuschleusen.
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Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...
TV Tipp: Do. 20:15 ARTE. Liebeswahn
Und für die älteren Datums. Auch am Do. 23:50 Uhr.
Raumpatroullie Orion. Rücksturz ins Kino.

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Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...
TV Tipp: Do. 20:15 ARTE. Liebeswahn
Kann mir schon vorstellen (ohne den Film zu gucken) wie der Regisseur das Thema behandelt..
TV Tipp: Do. 20:15 ARTE. Liebeswahn
Kann mir schon vorstellen (ohne den Film zu gucken) wie der Regisseur das
Thema behandelt..
Einfühlsam, Behutsam nähert sich der R. dem Thema Liebeswahn bei Frauen was ja eigentlich Mitleid erregt und tiefes Verständnis im Betrachter hervorruft...Und was sich bei Männern Stalking nennt und in der Grundsätzlichen männlichen Bösartigkeit begründet liegt.

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Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...
ARTEwahn
Am nächsten Tag lässt sie ihrer
Wut über Zanevsky freien Lauf. Auf offener Straße rammt sie sein Auto und
schlägt verzweifelt auf ihn ein. Am nächsten Tag wird der Arzt verhaftet
- Anna hat ihn angezeigt und hat sogar Zeugen für seine Gewalttätigkeit,
ein Paar, welches die Szene falsch gedeutet hat.
Wie im richtigen Leben.
Die meisten Handlungen der psychisch kranken jungen Frau basieren
auf wahren Begebenheiten, so auch Annas Idee, sich bei den Nachbarn als
Babysitterin zu bewerben, um sich in die unmittelbare Nähe ihres Opfers
einzuschleusen.
Das kann eigentlich nicht sein. Stalker sind fast immer Männer, habe ich seinerzeit zum Stalking-Gesetz den Medien entnommen. Na gut, bei Frauen - psychisch kranken jungen Frauen - heisst es ja auch Liebeswahn. Sie lieben also, und das ist ja etwas Gutes.
Die Kreativität der Gehirnwäscher beim Erfinden unterschiedlicher Bezeichnungen für die gleichen Tatbestände ist schon verblüffend