Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Es geht auch anders

Ein anderer Mitleser, Monday, 28.03.2011, 18:57 (vor 5409 Tagen) @ der_quixote

Er ist offensichtlich das Produkt der Einflüsse einer überfordeten
Alleinerziehenden Mutter.

Du meinst also, die "überforderte" Mutter konnte den Psychopathen im Jungen nicht mit "harter Hand" bezwingen und zähmen? Oder was meinst du mit "überfordert"? Hälst du es denn für normal, dass sich Jungen ohne "perfekte" Erziehung zu solchen dissozial-aggressiven Persönlichkeiten entwickeln - ist also das Dissoziale der männliche Normalzustand, dem nur durch konsequente Erziehung (Pseudosozialisation) entgegengewirkt werden kann? Radikalfeministinnen und die Profeministen von Dissens werden mit dieser Einschätzung sicherlich einverstanden sein!

etwas anderes als Gewalt scheint Er nicht gelernt
zu haben.

Er hat gelernt, dass er mit Gewalt Macht über einen Menschen ausüben kann. Wie er darauf gekommen ist, ist Spekulation. Aber unabhängig von der Ursache ist diese Erfahrung für einen unreifen Charakter fatal, der sich selbst nicht unter Kontrolle hat.
Erziehung setzt auch so etwas wie Selbstkontrolle und Reflektion beim Erzogenen voraus. Aber je nach Grad der dissozialen Störung können auch straighte Väter nichts gegen dissoziale Persönlichkeiten ausrichten, es sei denn, du hälst "Gegengewalt" für angemessen (was dem Jungen dann aber wieder bestätigen würde, dass Gewalt OK ist um Ziele zu erreichen). Ein Zirkelschluss!

Es ist ja nun mal Fakt, dass es viele Alleinerziehende Frauen gibt, die den geschlechtsspezifischen Bedürfnissen und Eigenheiten ihrer Jungen nicht gerecht werden können oder wollen. Aber deshalb werden diese Jungen nicht automatisch zu dissozial gestörten Psychopathen!

wenn Er Bahnhofschläger wird (warum eigentlich nur Bahnhof? Meines E. n.
schlagen solche, sobald sie sich körperlich überlegen ansehen oder wenn
sie in ausreichender Überzahl sind), ist das immer noch das Ergebnis einer
bzw. keiner Erziehung.

Es ist eine psychische Störung, deren Ursache in der frühkindlichen Erziehung liegen kann, aber nicht zwangsläufig muss. Und diese Typen schlagen auch nicht zu, weil sie sich als überlegen wahrnehmen, sondern weil sie an an einem latenten Minderwertigkeitskomplex leiden, den sie durch die (körperliche) Entwertung anderer Menschen zu kompensieren versuchen. Ich mach dich platt, also bin ich stärker (besser) als du ...

Das weibliche Helfersyndrom funktioniert ähnlich: Eine Person (Patient, Kind, Pflegebedürftiger) wird durch unbewußte aber aktive Maßnahmen und Manipulationen in Abhängigkeit gehalten oder gebracht. Und diese Abhängigkeit gibt dem Helfer Macht über die abhängige Person, die als Zeichen der eigenen Wichtigkeit gewertet wird. Ohne mich geht es nicht, also bin ich stärker (besser) als du ...

Kinderklauämter bzw. die Gesellschaft scheinen ja ihre Pflicht getan zu
haben, sobald der Vater rausgeboxt oder in den Tod getrieben (machmal mit
fatalen Folgen) wurde

Das ist ein anderes Thema!


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