Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort
Bis hier besteht schlüssige Argumentation, allerdings sind ab hier kleine "Knackpunkte" (gefettet) zu finden:
[...]
Der Feminismus begründet seine Existenz und Notwendigkeit mit der These der benachteiligten und unterdrückten Frauen. Wir haben in Deutschland schon seit langer Zeit die "Gleichberechtigung der Geschlechter" erreicht und in Gesetzen festgeschrieben. Es gibt keine Tarifverträge mehr, die unterschiedliche Bezahlung nach Geschlecht vorsehen. Jede Frau hat wie jeder Mann die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu allen Berufen und damit kann sie selbst entscheiden, wie viel Geld sie verdienen will. Dennoch wird mit der angeblichen "Diskriminierung der Frauen" eine Bevorzugung der Frauen gefordert.
Ein Beispiel ist das Märchen von der um 23 % schlechteren Bezahlung von Frauen gegenüber Männern bei gleicher Leistung. Diese These wurde mit unterschiedlichen Zahlen lange Zeit verbreitet, ohne belegt zu werden.
Die 23 % haben ihren Ursprung in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die Sie unter diesem Link nachlesen können.
Dass die hier gezogenen Schlussfolgerungen hinterfragt werden müssen, sagt der gesunde Menschenverstand: Welcher Arbeitgeber würde noch Männer einstellen, wenn Frauen die gleiche Leistung für 23 % weniger Bezahlung erbringen würden? 2009 räumte das Statistische Bundesamt bereits ein, dass für die Berechnung des sogenannten "Gender Pay" ein Schätzverfahren angewendet wurde. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und so weiter sind damit nicht möglich.
2011 erfahren wir nun, dass schon 2006 der sogenannte "bereinigte Gender Pay Gap" 8% betrug.
Diese nicht weiter erklärten 8% sind vermutlich der Tatsache geschuldet, dass das Statistische Bundesamt Faktoren nicht in der Statistik berücksichtigt wie z.B. bezahlte Überstunden oder Zuschläge bei bestimmten Tätigkeiten (Zeitzuschläge oder Bereitschaftsdienste), die Männer häufiger leisten.
Wenn Ikea behauptet, dass es in Schweden keinen Unterschied in der Bezahlung der Geschlechter gibt, in Deutschland aber doch, ist das vermutlich mit unterschiedlichen Erhebungsgrundlagen und Interpretationen der Ergebnisse zu erklären.
Ikea hat sich also vor den Karren einer politischen Gruppe spannen lassen, die bewusst falsche Behauptungen benutzt, um den Krieg zwischen den Geschlechtern zu schüren.
Ich halte es grundsätzlich für problematisch, wenn ein Handelsunternehmen sich auf das politischen Parkett begibt. Sollte Mercedes-Benz etwa Werbung für die CDU machen und bezahlen? Oder analog dazu Opel für die SPD und Porsche für die FDP?
Mit der Kvinna-Woche hat sich Ikea politisch für feministische Ziele positioniert. Sie hat sich dabei, offensichtlich ungeprüft, auf eine These eingelassen, die in den Medien seit Jahren Stimmung macht.
[...]
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Sodass der Text fogendermaßen aussehen könnte:
[...]
Der Feminismus begründet seine Existenz und Notwendigkeit mit der These der benachteiligten und unterdrückten Frauen. Wir haben in Deutschland sogenannte "Gleichberechtigung der Geschlechter" und in Gesetzen festgeschrieben. Es gibt keine Tarifverträge, die unterschiedliche Bezahlung nach Geschlecht vorsehen. Jede Frau hat wie jeder Mann die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu allen Berufen und damit kann sie selbst entscheiden, wie viel Geld sie verdienen will. Dennoch wird mit der angeblichen "Diskriminierung der Frauen" eine Bevorzugung der Frauen gefordert.
Ein Beispiel ist das Märchen von der um 23 % schlechteren Bezahlung von Frauen gegenüber Männern bei gleicher Leistung. Diese These wurde mit unterschiedlichen Zahlen lange Zeit verbreitet, ohne belegt zu werden.
Die 23 % haben ihren Ursprung in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die Sie unter diesem Link nachlesen können.
Dass die hier gezogenen Schlussfolgerungen hinterfragt werden müssen, sagt der gesunde Menschenverstand: Welcher Arbeitgeber würde Männer einstellen, wenn Frauen die gleiche Leistung für 23 % weniger Bezahlung erbringen würden? 2009 räumte das Statistische Bundesamt bereits ein, dass für die Berechnung des sogenannten "Gender Pay" ein Schätzverfahren angewendet wurde. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und so weiter sind damit nicht möglich.
2011 erfahren wir nun, dass schon 2006 der "bereinigte Gender Pay Gap" 8% betrug.
Diese nicht weiter erklärten 8% sind vermutlich der Tatsache geschuldet, dass das Statistische Bundesamt Faktoren nicht in der Statistik berücksichtigt wie z.B. bezahlte Überstunden oder Zuschläge bei bestimmten Tätigkeiten (Zeitzuschläge oder Bereitschaftsdienste), die Männer häufiger leisten.
Wenn Ikea behauptet, dass es in Schweden keinen Unterschied in der Bezahlung der Geschlechter gibt, in Deutschland aber doch, ist das vermutlich mit unterschiedlichen Erhebungsgrundlagen und Interpretationen der Ergebnisse zu erklären.
Ikea hat sich also vor den Karren einer politischen Gruppe spannen lassen, die falsche Behauptungen benutzt, um den Krieg zwischen den Geschlechtern zu schüren.
Ich halte es grundsätzlich für problematisch, wenn ein Handelsunternehmen sich auf das politischen Parkett begibt. Sollte Mercedes-Benz etwa Werbung für die CDU machen und bezahlen? Oder analog dazu Opel für die SPD und Porsche für die FDP?
Mit der Kvinna-Woche hat sich Ikea politisch für feministische Ziele positioniert. Sie hat sich dabei, auf eine These eingelassen, die in den Medien seit Jahren Stimmung macht.
[...]
gesamter Thread:
- Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort -
H.-Norbert,
28.03.2011, 17:42
- Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort -
der_quixote,
28.03.2011, 18:02
- Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort -
Neo,
28.03.2011, 18:30
- Evtl. wichtiger Nachtrag -
Neo,
28.03.2011, 18:44
- Evtl. wichtiger Nachtrag - H.-Norbert, 28.03.2011, 19:23
- Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort - der_quixote, 28.03.2011, 19:06
- Evtl. wichtiger Nachtrag -
Neo,
28.03.2011, 18:44
- Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort -
Neo,
28.03.2011, 18:30
- "Mit unserem Herzen kommen wir aus Småland in Schweden." - rofl - vt, 28.03.2011, 18:44
- Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort - Daimyo, 28.03.2011, 18:52
- Habe 2x den gleichen Mist bekommen - ist ein Baukasten (kT)
-
Müller,
28.03.2011, 18:56
- wie wäre es in einer realen Aktion in einem IKEA-Markt? - Idee, 29.03.2011, 00:11
- Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort -
der_quixote,
28.03.2011, 18:02