Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort

H.-Norbert ⌂, Nordhessen und an (auf) der Ostsee, Monday, 28.03.2011, 17:42 (vor 5409 Tagen)

Den Text dieses Posts
http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=177108&page=1&category=0&order=time
habe ich an Ikea geschickt. Nun bekam ich doch tatsächlich Antwort. Nicht eine, sondern zwei.

Beide Antworten und darauf meine heutige Antwort an Ikea hier:

http://Blog.Opektafarmer.de/OBEqual.htm

--
www.NUlb.de
www.Stiefkindadoption.de

Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort

der_quixote, Absurdistan, Monday, 28.03.2011, 18:02 (vor 5409 Tagen) @ H.-Norbert

habe ich an Ikea geschickt. Nun bekam ich doch tatsächlich Antwort. Nicht
eine, sondern zwei.
Beide Antworten und darauf meine heutige Antwort an Ikea hier:
http://Blog.Opektafarmer.de/OBEqual.htm

Entweder hatten die den gleichen Deutschlehrer oder sie bedienen sich der gleichen vorgefertigten Blöcke.
Oder noch ganz anderes.
Anna hat das geschrieben. Die gibt nämlich auch Computer generierte Sätze.

Frank

--
Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...

Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort

Neo, Monday, 28.03.2011, 18:30 (vor 5409 Tagen) @ der_quixote

Bis hier besteht schlüssige Argumentation, allerdings sind ab hier kleine "Knackpunkte" (gefettet) zu finden:

[...]
Der Feminismus begründet seine Existenz und Notwendigkeit mit der These der benachteiligten und unterdrückten Frauen. Wir haben in Deutschland schon seit langer Zeit die "Gleichberechtigung der Geschlechter" erreicht und in Gesetzen festgeschrieben. Es gibt keine Tarifverträge mehr, die unterschiedliche Bezahlung nach Geschlecht vorsehen. Jede Frau hat wie jeder Mann die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu allen Berufen und damit kann sie selbst entscheiden, wie viel Geld sie verdienen will. Dennoch wird mit der angeblichen "Diskriminierung der Frauen" eine Bevorzugung der Frauen gefordert.

Ein Beispiel ist das Märchen von der um 23 % schlechteren Bezahlung von Frauen gegenüber Männern bei gleicher Leistung. Diese These wurde mit unterschiedlichen Zahlen lange Zeit verbreitet, ohne belegt zu werden.

Die 23 % haben ihren Ursprung in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die Sie unter diesem Link nachlesen können.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/VerdiensteArb...

Dass die hier gezogenen Schlussfolgerungen hinterfragt werden müssen, sagt der gesunde Menschenverstand: Welcher Arbeitgeber würde noch Männer einstellen, wenn Frauen die gleiche Leistung für 23 % weniger Bezahlung erbringen würden? 2009 räumte das Statistische Bundesamt bereits ein, dass für die Berechnung des sogenannten "Gender Pay" ein Schätzverfahren angewendet wurde. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und so weiter sind damit nicht möglich.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/11/PD09__428__621,templateId=ren...

2011 erfahren wir nun, dass schon 2006 der sogenannte "bereinigte Gender Pay Gap" 8% betrug.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/03/PD11__120__621,templateId=ren...

Diese nicht weiter erklärten 8% sind vermutlich der Tatsache geschuldet, dass das Statistische Bundesamt Faktoren nicht in der Statistik berücksichtigt wie z.B. bezahlte Überstunden oder Zuschläge bei bestimmten Tätigkeiten (Zeitzuschläge oder Bereitschaftsdienste), die Männer häufiger leisten.

Wenn Ikea behauptet, dass es in Schweden keinen Unterschied in der Bezahlung der Geschlechter gibt, in Deutschland aber doch, ist das vermutlich mit unterschiedlichen Erhebungsgrundlagen und Interpretationen der Ergebnisse zu erklären.

Ikea hat sich also vor den Karren einer politischen Gruppe spannen lassen, die bewusst falsche Behauptungen benutzt, um den Krieg zwischen den Geschlechtern zu schüren.

Ich halte es grundsätzlich für problematisch, wenn ein Handelsunternehmen sich auf das politischen Parkett begibt. Sollte Mercedes-Benz etwa Werbung für die CDU machen und bezahlen? Oder analog dazu Opel für die SPD und Porsche für die FDP?

Mit der Kvinna-Woche hat sich Ikea politisch für feministische Ziele positioniert. Sie hat sich dabei, offensichtlich ungeprüft, auf eine These eingelassen, die in den Medien seit Jahren Stimmung macht.
[...]

_____________________________ ___________________________ ________________
Sodass der Text fogendermaßen aussehen könnte:

[...]
Der Feminismus begründet seine Existenz und Notwendigkeit mit der These der benachteiligten und unterdrückten Frauen. Wir haben in Deutschland sogenannte "Gleichberechtigung der Geschlechter" und in Gesetzen festgeschrieben. Es gibt keine Tarifverträge, die unterschiedliche Bezahlung nach Geschlecht vorsehen. Jede Frau hat wie jeder Mann die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu allen Berufen und damit kann sie selbst entscheiden, wie viel Geld sie verdienen will. Dennoch wird mit der angeblichen "Diskriminierung der Frauen" eine Bevorzugung der Frauen gefordert.

Ein Beispiel ist das Märchen von der um 23 % schlechteren Bezahlung von Frauen gegenüber Männern bei gleicher Leistung. Diese These wurde mit unterschiedlichen Zahlen lange Zeit verbreitet, ohne belegt zu werden.

Die 23 % haben ihren Ursprung in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die Sie unter diesem Link nachlesen können.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/VerdiensteArb...

Dass die hier gezogenen Schlussfolgerungen hinterfragt werden müssen, sagt der gesunde Menschenverstand: Welcher Arbeitgeber würde Männer einstellen, wenn Frauen die gleiche Leistung für 23 % weniger Bezahlung erbringen würden? 2009 räumte das Statistische Bundesamt bereits ein, dass für die Berechnung des sogenannten "Gender Pay" ein Schätzverfahren angewendet wurde. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und so weiter sind damit nicht möglich.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/11/PD09__428__621,templateId=ren...

2011 erfahren wir nun, dass schon 2006 der "bereinigte Gender Pay Gap" 8% betrug.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/03/PD11__120__621,templateId=ren...

Diese nicht weiter erklärten 8% sind vermutlich der Tatsache geschuldet, dass das Statistische Bundesamt Faktoren nicht in der Statistik berücksichtigt wie z.B. bezahlte Überstunden oder Zuschläge bei bestimmten Tätigkeiten (Zeitzuschläge oder Bereitschaftsdienste), die Männer häufiger leisten.

Wenn Ikea behauptet, dass es in Schweden keinen Unterschied in der Bezahlung der Geschlechter gibt, in Deutschland aber doch, ist das vermutlich mit unterschiedlichen Erhebungsgrundlagen und Interpretationen der Ergebnisse zu erklären.

Ikea hat sich also vor den Karren einer politischen Gruppe spannen lassen, die falsche Behauptungen benutzt, um den Krieg zwischen den Geschlechtern zu schüren.

Ich halte es grundsätzlich für problematisch, wenn ein Handelsunternehmen sich auf das politischen Parkett begibt. Sollte Mercedes-Benz etwa Werbung für die CDU machen und bezahlen? Oder analog dazu Opel für die SPD und Porsche für die FDP?

Mit der Kvinna-Woche hat sich Ikea politisch für feministische Ziele positioniert. Sie hat sich dabei, auf eine These eingelassen, die in den Medien seit Jahren Stimmung macht.
[...]

Evtl. wichtiger Nachtrag

Neo, Monday, 28.03.2011, 18:44 (vor 5409 Tagen) @ Neo

An folgenden Stellen sind noch leichte Knackpunkte:

[...] Der Feminismus begründet seine Existenz und Notwendigkeit mit der These der benachteiligten und unterdrückten Frauen. Wir haben in Deutschland sogenannte "Gleichberechtigung der Geschlechter" und in Gesetzen festgeschrieben. Es gibt keine Tarifverträge, die unterschiedliche Bezahlung nach Geschlecht vorsehen. Jede Frau hat wie jeder Mann die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu allen Berufen und damit kann sie selbst entscheiden, wie viel Geld sie verdienen will. Dennoch wird mit der angeblichen "Diskriminierung der Frauen" eine weitere Bevorzugung der Frauen gefordert. [...]

Den Nebensatz kann man ersetzen durch:

"[...] Jede Frau hat bessere Zugangsmöglichkeiten zu allen Berufen, da unter jeder Stellenausschreibung steht, dass 'Frauen bevorzugt eingestellt' werden [...]"

"Mit unserem Herzen kommen wir aus Småland in Schweden." - rofl

vt, Monday, 28.03.2011, 18:44 (vor 5409 Tagen) @ H.-Norbert

...aber unsere Verstand hockt in einem Offshore-Bunker.

IKEA ist für Gutmenschen immer wieder eine Herausforderung. Die sind soooooooooooo nett, aber deren Steuergestaltung nimmt jeder Grün-Gender-Family den Spass am so günstigen Kantinen-Buffett

Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort

Daimyo, Monday, 28.03.2011, 18:52 (vor 5409 Tagen) @ H.-Norbert

Schade, dass Du bei deiner IKEA-Beschwerde zur Kvinna-Woche zwei Antworten mit ähnlichen Textbausteinen erhalten hattest. Aber daraus kann man doch nur schlussfolgern, dass schon mehrere Personen sich schon über die Kvinna-Woche beschwert hatten. Sonst hättest du persönlich formulierte Antworten bekommen und nicht eilig zusammengesetzte Antworttextbausteine

Habe 2x den gleichen Mist bekommen - ist ein Baukasten (kT)

Müller ⌂, Monday, 28.03.2011, 18:56 (vor 5409 Tagen) @ H.-Norbert

Ikea hat mir geantwortet + meine Antwort

der_quixote, Absurdistan, Monday, 28.03.2011, 19:06 (vor 5409 Tagen) @ Neo

Finde ich gut, dass Du weiter gemacht hast.

Ich hatte es bei zweimal gelassen weil meine Art zu ironisieren versteht nicht jederfrau

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Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...

Evtl. wichtiger Nachtrag

H.-Norbert ⌂, Nordhessen und an (auf) der Ostsee, Monday, 28.03.2011, 19:23 (vor 5409 Tagen) @ Neo

Moin Neo,

Danke, dass Du dir die Mühe gemacht hast. Ich werde den Text aber nicht ändern, da er so an Ikea gegangen ist. Es dürfen keine zwei unterschiedlichen Fassungen des gleichen Schreibens existieren.

Bei einem reinen Blogeintrag wäre es anders. Da bin ich natürlich für Anregungen dankbar.

Norbert

--
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wie wäre es in einer realen Aktion in einem IKEA-Markt?

Idee, Tuesday, 29.03.2011, 00:11 (vor 5409 Tagen) @ H.-Norbert

z.B. Ergänzungs-Plakate an höchstwahrscheinlich vorhandene Kvienna-Schilder anheften oder mit Edding / Spraydose Bemerkungen hinschreiben (OK da riskiert man Anzeige wg Sachbeschädigung)

Was da draufstehen könnte, da fehlt mir gerade die Kreativität.

wie wärs mit

"Die realen Unterschiede betragen 8% (siehe www....) =15%ige Propaganda -> zum Ausgleich also 15% Rabatt auf alle Männer(schlepp-)Artikel >15kg"

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