Schulschwänzerin...
Ein interessantes Video http://rtl-now.rtl.de/mildoku.php?container_id=50969&player=1&season=0
Natürlich ist mir klar, das dies nur Schauspielerei ist. Doch der Weg zum realen wird nicht lang sein. Und das Video hat alles,was es braucht:
- Häusliche Gewalt, ausgehend von einer FastFrau
- Fehlender Vater
- usw....
angucken und sich bestätigt fühlen, lohnt sich
Schulschwänzerin...
Alleinerziehende Mammie..
--
Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...
Dazu passend: ZDF.reporter vom 24.03.2011
23.03.2011
http://reporter.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,8226668,00.html
Im Schulalltag werden Jungen oft als Störenfriede empfunden.
ZDF.reporter unterwegs vom 24.3.2011
Jungen in der Krise
Männliche Schüler: Verlierer unseres Bildungssystems
Spätestens seit dem ersten Pisa-Test vor mehr als zehn Jahren gelten Jungen als Sorgenkinder unseres Bildungssystems - und das quer durch alle Schulformen. Beim Lesen hinken sie hinterher. Und ihr Anteil in den Abitur-Klassen sinkt. Auch in Mathe und Physik, einst Domäne der Jungen, haben die Mädchen aufgeholt.
In der Klasse 6a an der Klaus-Hemmerle-Hauptschule in Aachen sind zwölf Jungen und fünf Mädchen. In der Parallelklasse gibt es gerade einmal zwei Mädchen. Die stellvertretende Schulleiterin Dagmar Castillo befürchtet, dass die Hauptschule zu einer reinen Jungen-Schule werden könnte. Das Lehrer-Kollegium dagegen ist überwiegend weiblich: Unter 19 Lehrerinnen gibt es nur einen einzigen Lehrer. Er gibt Chemie-Unterricht.
Teamwork statt Einzelkämpfer
Immer öfter kam es in den letzten Jahren vor allem in den sechsten Klassen zu schwierigen Situationen. Jungen störten massiv oder sprengten gar den Unterricht. Doch die Lehrerinnen wollen ihre Jungs nicht aufgeben. Sie wollen auf ihre Bedürfnisse eingehen.
Zwei mal die Woche sind nun die Jungen unter sich, können Fußball spielen, raufen. Der Aachener Verein ax-o.org kümmert sich um die Umsetzung. Die Jungen müssen mit Ralf Carnotte, einem ausgebildeten Heilpädagogen, in der Jungen-Stunde gemeinschaftlich Aufgaben lösen. Hier sollen sie lernen - für die Schule und für das Leben, zum Beispiel: Teamwork statt Einzelkämpferdasein.
Schwierige Jungs
Jungen sind schulisch gesehen seit einigen Jahren auf der Verliererspur, die Mädchen ziehen unaufhaltsam an ihnen vorbei. Statistiken belegen einige besorgniserregende Trends. So werden Jungen öfter von der Schule zurückgestellt. Beim Lesen hinken Jungen ein halbes Jahr hinter den Mädchen her. Zwei Drittel der Schulabbrecher sind Jungen. Drei Viertel der Sonderschüler sind männlich.
Die Abi-Noten von Buben sind im Durchschnitt um fast eine Note schlechter als die ihrer Mitschülerinnen. Besonders in Ostdeutschland sind die männlichen Schüler nicht nur Bildungsverlierer. Bildungsforscher bescheinigen einer ganzen Gruppe von jungen Männern eine düstere Zukunft: Schlecht ausgebildet, würden sie direkt nach der Schule zu Verlierern auf dem Arbeitsmarkt.
Verhalten wird mitbenotet
Doch woran liegt es, dass Jungen statistisch gesehen offenbar weit hinter den Mädchen liegen? Sind es die weiblichen Qualitäten wie Kommunikationstalent, Teamfähigkeit, Anpassung, die in der Schule wie auch später auf dem Arbeitsmarkt stärker denn je gefragt sind?
Rangeleien und Bewegungsdrang stören, Jungen werden in der Schule von heute oft als Störenfriede wahrgenommen. Verhalten werde mitbenotet, sagen auch Bildungswissenschaftler. Eine Untersuchung des Bundesbildungsministeriums unter dem Titel "Bildungs(miss)erfolge von Jungen" kam zu dem Schluss, dass Jungen in allen Fächern bei gleicher Kompetenz schlechtere Noten bekommen als ihre Mitschülerinnen.
Lernen wie Mädchen
Selbst wenn sie die gleichen Zensuren haben wie Mädchen, empfehlen ihnen Lehrerinnen seltener das Gymnasium. Kurzum: Jungen werden bei gleicher Leistung schlechter eingestuft. Sie sollen Fußball spielen und auf Ritter stehen - aber lernen sollen sie wie Mädchen.
Es gebe viele Mütter von Söhnen, die leidvolle Erfahrungen mit ihren Jungen in der Schule gemacht hätten, sagt Frank Beuster, Lehrer in einer Stadtteilschule in Hamburg. "Man lässt die Jungs einfach nicht mehr Jungs sein", bekommt er oft zu hören. Jahrelang seien Mädchen massiv gefördert worden - dabei habe man die Jungen einfach vergessen, meint der Pädagoge.
Wenig Rollenvorbilder
Deswegen kümmert er sich frühzeitig um sie. Nach der Schule trommelt er so viele Jungen wie möglich zusammen - und dazu erwachsene Männer, die mit beiden Beinen im Leben stehen: Banker, Manager, IT-Berater. Die Männer übernehmen Patenschaften für Jungen. Sie sind unter sich, erleben Abenteuer, gehen in den Wald, bauen gemeinsam ein riesiges Tipi.
Viele der Jungen wachsen ohne Vater auf. In Kindergarten und Grundschule sind Männer häufig Mangelware. Gerade mal zweieinhalb Prozent männliche Erzieher gibt es in deutschen Kindergärten. Erst in den weiterführenden Schulen treffen Jungen auf männliche Erziehungspersonen. Für viele zu spät, meinen die ehrenamtlichen Helfer des Patenprojektes: Jungen bräuchten männliche Rollenvorbilder im Alltag - und zwar von Anfang an.
Mädchentypische Anforderungen
Egal ob Schreibabys, Zappelphilippe (ADHS), Legastheniker, Computerjunkies: Rein statistisch beschäftigen Jungen die Beratungsstellen mehr als Mädchen. Es gibt unzählige Studien über den Geschlechtervergleich in puncto Verhalten, Entwicklung und Störungen. Der Eindruck: An der Wahrnehmung von Jungen stimmt etwas grundsätzlich nicht.
Dr. Klaus Skrodzky in Forchheim ist einer der renommiertesten ADHS-Forscher in Deutschland. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Symdrom mit Hyperaktivität - auch ein Jungenphänomen. In den letzten Jahren stiegen die Diagnosen des Zappelphilipp-Symdroms ins Unermessliche. Der Forscher: "Man stellt Forderungen an Jungen, die mädchentypisch sind. Und so funktioniert es nicht."
Für geschlechtergerechte Schulen
Der Hamburger Pädagoge Marcus Thieme ist ein "Jungen-Versteher". Er berät Lehrer und Lehrerinnen, wie sie Jungen in der Schule besser fördern können. Es geht ihm darum, einen geschlechtersensiblen Blick zu vermitteln, denn allzu oft werden Jungen defizitär wahrgenommen. Die Stärken der Jungen werden oft ausgeblendet und ihre Bedürfnisse, zum Beispiel der starke Bewegungsdrang, sind in der Schule nicht gefragt.
Thieme, Beuster und die Lehrerinnen der Klaus-Hemmerle-Schule wollen kämpfen: für eine geschlechtergerechte Schule. Auch die Politik hat sich nun der Jungen angenommen. Im Koalitionsvertrag ist verankert, Jungen stärker zu fördern. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) fordert mehr männliche Erzieher in den Kitas und fördert die Bundesinitiative "Neue Wege für Jungs".
Girls- UND Boys-Days
Mittlerweile gibt es in einigen Bundesländern neben dem "Girls-Day", einem Berufsorientierungs-Schnuppertag nur für Mädchen, auch einen "Boys-Day". Sinnvolle Ansätze, meinen Bildungsforscher und Pädagogen. Denn ein gutes Bildungssystem kann sich keine Verlierer leisten.
Mit Material von ZDF
© ZDF 2011
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
24.03.2011
http://reporter.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,8226600,00.html
So mancher Schüler hängt lieber rum, als zur Schule zu gehen. Quelle: dpa
Bildquelle dpa
In Großstädten fallen Schulschwänzer weniger auf als auf dem Land.
Schule schwänzen
Einstieg in eine Leben ohne Chancen
von Barbara Völkel
Viele Erwachsene meinen, Schule schwänzen sei ein Kavaliersdelikt. Doch wer an jugendliche Abenteuerlust und Tom-Sawyer-Romantik denkt, der übersieht zahlreiche aktuelle Studien und die praktischen Erfahrungen von Pädagogen. Die zeichnen ein ganz anderes Bild und warnen: Schule schwänzen ist offenbar insbesondere für Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen ein erster Schritt in ein Leben ohne Chancen.
300.000 Schüler, so schätzen der Lehrerverband GEW, Kultusministerien und Wissenschaftler schwänzen regelmäßig die Schule. Tendenz steigend. Besonders häufig, so belegen Studien, im Auftrag des Bundesinnenministeriums, schwänzen Schüler von Haupt- und Förderschulen, gefolgt von Real- und Gesamtschulen. Am Wenigsten wird auf dem Gymnasium blau gemacht. Zusammenfassend lässt sich sagen: Je niedriger der Bildungsstandard, desto mehr wird geschwänzt.
Besonders die Bildungseinrichtungen in den Städten beklagen eine hohe Zahl an Schulschwänzern. In kleineren Gemeinden fällt der Schulverweigerer eher auf. Auf dem Land funktioniert noch die soziale Kontrolle durch Nachbarschaft und Dorfbewohner. Die Schüler können nicht anonym im Großstadtgetümmel untertauchen. In der Großstadt streifen Jugendliche vormittags durch Kaufhäuser, treffen sich in Parks oder setzen sich zuhause vor den Fernseher.
Tendenz schiefe Bahn
Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen ( KFN ) im Auftrag des Bundesinnenministeriums kam im vergangenen zu der Erkenntnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Schule schwänzen und kriminellen Handlungen gibt. Je öfter ein Schüler geschwänzt hat, so die Studie, desto häufiger hat er später Gewaltdelikte begangen. Eine besondere Risikogruppe, so die Studie, sind Kinder aus Patchwork-Familien, die sich nicht mit den jeweiligen neuen Lebenspartnern oder Stiefgeschwistern verstehen.
Überdurchschnittlich häufig haben Schulschwänzer alleinzerziehende Mütter oder Väter. Auch Gewalt in der Familie ist ein Faktor, über den die Unterrichtsverweigerer öfter berichten als Kinder, die regelmäßig zur Schule gehen. Regional differenziert lässt sich feststellen, dass im Osten weniger geschwänzt wird als im Westen.
Förderprojekte für Schulschwänzer
Die hartnäckigen Verweigerer unter den Schulschwänzern zurück in die Klassenräume zu holen, ist für die Schulen bundesweit ein Problem. In manchen Städten gibt es Förderprojekte, die mit hohem Personal- und Kostenaufwand versuchen, die notorischen Schulschwänzer entweder wieder in die Schule zu integrieren, oder sie soweit zu unterstützen, dass sie in gesonderten Schulprojekten einen Abschluss machen können.
In kleinen Gruppen wird versucht, den verpassten Lernstoff nachzuholen. Neben dem allgemeinen Unterricht wird in diesen Einrichtungen oft auch Werkstattunterricht angeboten im Hinblick auf verschiedene Berufsbilder. Somit möchte man Ausdauer, Talent und Geduld fördern, um herauszufinden, wo die Interessenschwerpunkte für eine spätere berufliche Ausbildung liegen.
Letztes Mittel Jugendarrest
Die Erfolgsquote von Förderprojekten liegt nach Angaben der Träger oft bei über 50 Prozent. Wer wiederholt der Schulpflicht nicht nachkommt, so will es das Gesetz, muss Bußgeld zahlen oder Sozialstunden ableisten. Wer das nicht tut, der muss mit Jugendarrest rechnen.
Bisher konnten all diese Maßnahmen die Zahl der Schulschwänzer nicht verringern - und das in einer Zeit, in der mehr denn je der Bildungsgrad über die Chancen auf dem Arbeitsmarkt entscheidet.
Mit Material von ZDF
© ZDF 2011
Gruß
Flohgast
Dazu passend: ZDF.reporter vom 24.03.2011
Überdurchschnittlich häufig haben Schulschwänzer alleinzerziehende
Mütter oder Väter.
Lässt sich nicht wegdiskutieren, das 85% der Trennungskinder bei ihren Alleinerziehenden Müttern leben. Und das 40 % dieser Kinder ihren Vater nach einem Jahr gar nicht mehr oder nicht regelmässig sehen dürfen. (Quelle Amendt)
--
Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...