Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Antwort auf die "Argumentationshilfe" der FES

Mannomann ⌂, Thursday, 24.03.2011, 11:22 (vor 5413 Tagen) @ H.-Norbert

Hi Norbert,
das war bitter nötig, denn wir erleben, dass die ständige Wiederholung von Lügen, diese im öffentlichen Bewusstsein zur Wahrheit macht.
Die Perseussöhne haben etwas ähnliches gestartet. Dort habe ich auch in den Kommentaren schon etwas geschrieben zB zur Quote. Es ist ein ein fundamentaler Unterschied, wenn der Staat durch Quote diskriminiert, um angebliche Diskriminierung auszugleichen oder ob ein kleiner Zirkel von machtbewussten Menschen sich gegenseitig Aufträge, Posten, etc. zuschiebt.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass nicht diejenigen durch die Quote bestraft werden, die eventuell vielleicht diskriminiert haben (anders als bei den Schadenersatzansprüchen wegen behaupteter Diskriminierung), sondern unbeteiligte.
Die Quote führt zu einem Wertungswiderspruch, dass - nimmt man die Antidiskriminierungsgesetzgebung ernst - ein Arbeitgeber eine Frau einstellen muss, um die Quote zu erfüllen und gleichzeitig Schadenersatz nach dem AGG zahlen müsste, denn der auf den Posten sich bewerbende Mann wird allein wegen seines Geschlechts nicht genommen.
Falls den Quotenbefürwortern dieses Dilemma bewusst ist, zeigt es, dass es eben nicht um die Beseitigung von Benachteiligung geht (denn die wird nicht besser, wenn man Männer benachteiligt) sondern um die Besserstellung einiger weniger Frauen.
Mannomann


gesamter Thread:

 

powered by my little forum