Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Abgestochen wegen Geldstreitigkeiten

Bero, Tuesday, 22.03.2011, 22:11 (vor 5415 Tagen)

HALLE/MZ. "Wir stehen noch alle völlig unter Schock" - die Frau, die im Nachbareingang der Matthias-Grünewald-Straße 7 in Neustadt wohnt, ihren Namen jedoch nicht nennen möchte, fasst damit wohl zusammen, wie es den Leuten hier zumute ist. Zumindest denen, die erfahren haben, was sich am Donnerstag kurz nach 9 Uhr in der Wohnung des Ehepaares Sch. im dritten Stock abgespielt hat: Der Ehemann hat seine Frau mit Messerstichen und Schlägen umgebracht, es wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.
Räumung stand bevor
Wie die Polizei gestern mitteilte, sind die Eheleute wegen finanzieller Probleme in Streit geraten - nicht zum ersten Mal. Hintergrund könnte gewesen sein, dass wegen Mietschulden eine Wohnungsräumung bevorstand, wie Polizeisprecher Siegfried Koch bestätigte. Im Verlauf des Streits muss es dann zu einer wahren Gewaltorgie gekommen sein: Ehemann Sch. hat seine Frau mit verschiedenen Gegenständen am Kopf und am Hals sowie mit mehreren Messerstichen am Oberkörper verletzt.
"Ein Nachbar", so Koch, "hörte Hilferufe aus der Wohnung und klingelte an der Tür." Der Ehemann habe geöffnet und erklärt, er habe seine Frau getötet. Daraufhin habe der Nachbar sofort die Polizei alarmiert. Die herbeigeeilten Rettungssanitäter und der Notarzt hätten die Frau nicht mehr retten können. "Sie ist noch in der Wohnung innerlich verblutet", so der Polizeisprecher.
"Ich kann es überhaupt nicht fassen", sagt die Frau aus dem Nachbarhaus. Es seien nette Leute gewesen, man habe immer mal miteinander geredet, wenn man sich traf. "Der Mann war immer freundlich, eine ganz ruhige Person. Nie hätte ich ihm so etwas zugetraut." Sie frage sich, was ihn dazu getrieben hat. "Wer ahnt schon, was es hinter Wohnungstüren für Probleme gibt", sagt sie. Auch im Supermarkt Pro Cent schräg gegenüber, wo das Opfer gearbeitet hat, ist man bestürzt. Allerdings wollen sich die Arbeitskolleginnen nicht weiter äußern - die Chefin hat es so bestimmt. Am Stand der Fleischerei Dietzel sind die Mitarbeiterinnen ebenfalls schockiert. "Noch früh war Frau Sch. mit dem Enkelkind da, das sie oft betreut hat. Und kurz danach so was Schreckliches", sagt ein Verkäuferin.
Als nett und ruhig bekannt
Eine Kundin, die mit dem Opfer befreundet war, kann das Geschehene ebenfalls nicht begreifen. "Ich wusste, dass es Probleme mit dem Geld gab. Aber deshalb muss doch niemand umgebracht werden." Der Ehemann, sagt sie, "war ein ganz Netter, Ruhiger. Ich begreife das alles nicht." Sie meint, dass er - Angestellter einer Sicherheitsfirma - seine Arbeit verloren habe. Das jedoch konnte Polizeisprecher Koch gestern nicht bestätigen.

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