Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gehirnwäsche nicht ganz erfolgreich

WELT Leser, Sunday, 20.03.2011, 08:46 (vor 5417 Tagen)

Nur jeder zehnte Arbeitnehmer will Frau als Chef

Die WELT_in in einer „Exklusivumfrage“

So nachvollziehbar dies klingt, in den Köpfen der deutschen Mitarbeiter ist die Vorstellung, dass weibliche Chefs ebenso gut führen können wie männliche, offenbar noch nicht verankert. Im Auftrag der „Welt am Sonntag“ fragte die Marktforschungsgesellschaft GfK 509 Männer und 536 Frauen: „Wen hätten Sie lieber als Chef: Einen Mann? Eine Frau? Oder ist es Ihnen egal?“ Das Ergebnis: 41 Prozent der Befragten sagen, sie würden einen Mann als Chef vorziehen. 49 Prozent ist das Geschlecht des Vorgesetzten gleichgültig. Lediglich zehn Prozent dagegen hätten, wenn sie es sich aussuchen könnten, lieber einen weiblichen Chef. Und: Unter Frauen ist die Präferenz für eine Chefin mit zwölf Prozent gar nicht wesentlich größer als unter Männern (neun Prozent).

Gisela Mohr, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Leipzig, wertet diese Resultate als Indiz dafür, dass althergebrachte Einstellungen unter deutschen Arbeitnehmern noch immer stark nachwirken: „Wenn man davon ausgeht, dass unter denjenigen, die ‚egal’ sagen, auch solche sind, die es als politisch inkorrekt oder nicht mehr opportun halten, eine Frau als Führungskraft abzulehnen, ist das ein recht trauriger Stand.“

Dazu wird gejammert und hanebüchene Erklärungen herausgekramt:
Auch Personalberaterin Stahl sagt, es gebe durchaus einen Unterschied. Weibliche Chefs seien häufig konsequenter als ihre männlichen Gegenparts und würden strenger kontrollieren, ob abgesteckte Ziele tatsächlich eingehalten wurden. „Das könnte auch dazu führen, dass sich unterdurchschnittliche Performer tendenziell männliche Vorgesetzte wünschen“, so Stahl.

Es gibt eben noch viel zu tun in Deutsch-Pudelstan.

Kommentare (nach WELT-Bedingungen) sind noch möglich; bisher noch noch keine
Hier

Hoffentlich...

adler, Kurpfalz, Sunday, 20.03.2011, 09:47 (vor 5417 Tagen) @ WELT Leser

Auch Personalberaterin Stahl sagt, es gebe durchaus einen Unterschied.
Weibliche Chefs seien häufig konsequenter als ihre männlichen Gegenparts
und würden strenger kontrollieren, ob abgesteckte Ziele tatsächlich
eingehalten wurden. „Das könnte auch dazu führen, dass sich
unterdurchschnittliche Performer tendenziell männliche Vorgesetzte
wünschen“, so Stahl.

Hoffentlich wird dieser Unsinn von möglichst vielen Firmenvorständen gelesen, damit sie diese introjektierende, zur Selbstabstraktion unfähige "Personalberater_*In nicht aus Versehen engagieren.

Gruß
adler

--
Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar

Gehirnwäsche nicht ganz erfolgreich

Kritiker, Sunday, 20.03.2011, 11:58 (vor 5417 Tagen) @ WELT Leser

Es gibt eben noch viel zu tun in Deutsch-Pudelstan.

Ja, aber genau das ist ein Knackpunkt, die Frau überblickt oft nicht die Gesamtsituation, kann wichtiges von unwichtigem nicht trennen, ist entscheidungsschwach und benötigt daher ein Gerüst von Verfahrenanweisungen auch für kleinste Details, nur alles kann darin auch nicht geregelt werden, sonst lähmt das jeden Prozess.

Also klammert sie sich gerade als Führungskraft ankribisch an solche Kataloge um ja keinen Fehler zu machen und macht damit einen ganz großen, sie zeigt mangelnde Führungsqualität, sie handelt unflexibel, das kann sich keine Führungskraft in der freien Wirtschaft lange leisten, da muss man manchmal alles geplante über den Haufen schmeißen um zu bestehen, manchmal sogar die eigene Überzeugung, nur wechselt bei Frauen sowieso im Minutentakt, was dann wiederum das andere Extrem darstellt und auch kontraproduktiv ist.

Kurzum, die Mehrheit der Frauen ist für Führungspositionen aus diesen und div. anderen Gründen eher ungeeignet, aber es existieren auch unfähige Männer, nur haben die keinen Quotenlift

Herr, lass' Himmel vom Hirn regnen ...

Manifold ⌂, Sunday, 20.03.2011, 12:01 (vor 5417 Tagen) @ WELT Leser

Als ob die Strenge der Kontrolle durch den Chef von dessen Geschlecht bestimmt wird ...

Hat die Tuss dafür Beweise? Oder ist das wieder eine ideologische Notlüge, um die eigenen Forderungen "rechtfertigen" zu können?

--
"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis

Gehirnwäsche nicht ganz erfolgreich

Expatriate ⌂, Süd-Ost-Asien, Sunday, 20.03.2011, 12:48 (vor 5417 Tagen) @ WELT Leser

Weibliche Chefs seien häufig konsequenter als ihre männlichen Gegenparts
und würden strenger kontrollieren, ob abgesteckte Ziele tatsächlich
eingehalten wurden.

Sorry, ich war fast 8 Jahre in Fuehrungspostion fuer knapp 150 Mitarbeiter, und ich habe kaum was kontrolliert. Nur den groesseren Sachverhalt.

Ich habe geleitet, indem ich die Mitarbeiter motiviert habe, ihnen alle moegliche Unterstuetzung gegeben habe, also was in meiner Macht lag, und indem ich ihnen realistische Ziele vorgegeben habe.

Nicht indem ich jeden Kleinscheiss kontrolliert habe, sowas ist kontraproduktiv!
Dann tun sie genau das und nicht mehr.
Motiviert man Leute und Teams richtig, erreichen sie mehr als das Soll!

Und ich haette das keine 8 Jahre ueberlebt, wenn es nicht richtig gewesen waere,
noch dazu als Auslaender und Unglaeubiger im Musel-Land.

Gruss aus Geelong! :-)
Cheers!

Pipi L.

karlma, Sunday, 20.03.2011, 12:49 (vor 5417 Tagen) @ Manifold

Hat die Tuss dafür Beweise?

Hat Pipi L. nicht nötig!
"Ich hab ein Haus..."

Gehirnwäsche nicht ganz erfolgreich

Red Snapper, Sunday, 20.03.2011, 12:50 (vor 5417 Tagen) @ WELT Leser

Die meisten Frauen arbeiten ungern unter einer Chefin. Das habe ich schon oft im Bekanntenkreis gehört. Verstehen kann ich das gut

"Frauenquoten sind ein notwendiges Übel." (kwt)

jens_, Sunday, 20.03.2011, 14:17 (vor 5417 Tagen) @ WELT Leser

Rita Lietzke, 53, verantwortet bei der als Personalmanagerin bei der Deutschen Telekom den Vorstandsbereich Innovation und Technologie. Sie sagt: "Frauenquoten sind ein notwendiges Übel."

Keine weiteren Fragen

Gehirnwäsche nicht ganz erfolgreich

satyr, Essen, Sunday, 20.03.2011, 14:32 (vor 5417 Tagen) @ WELT Leser

Man könnte diese Umfrage auch einfach als das sehen, was sie ist: Eine umfrage nach der männliche Chefs beliebter sind. Mehr nicht. Da braucht man nichts rein-zu-pseudo-psychologisieren. Einfache Frage, 3 Antwortmöglichkeiten, fertig.
Ist wie: Welche Farbe magst Du lieber? Rot? Blau? Egal?

Wenn nun viele Blau lieber mögen, wird die Farbe rot dann ganz übel unterdrückt und sollte durch eine Quote, penetrant im Umfeld von jedem gehalten werden?

Gehirnwäsche nicht ganz erfolgreich

Bero, Sunday, 20.03.2011, 15:12 (vor 5417 Tagen) @ Red Snapper

Die meisten Frauen arbeiten ungern unter einer Chefin. Das habe ich schon
oft im Bekanntenkreis gehört. Verstehen kann ich das gut

Bei einer Chefin ist mit Schmollmund, Tränchen, Minirock und Kindchenschema eben nichts zu erreichen. Da wird das Leben richtig hart.
Die meisten Frauen arbeiten aber gern unter einem Chef. ;o)

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