Verbraucherschutz: Ehe u. Kinder
Sehr geehrter Frau Ministerin Aigner,
das Familienrecht ist ein sehr schwieriges Parkett. Viele Menschen gehen an eine Ehe ziemlich blauäugig heran, ohne an die Folgen zu denken, die eine Trennung/Scheidung mit sich bringt. Fakt ist doch, dass die Ehen im Eiltempo zerkrachen und z. B. jeden Tag 400 Scheidungskinder hinzukommen.
Mein Anliegen an Sie:
1) Vor einer Eheschließung sind die "Beteiligten" aktenkundig auf die nicht zu unterschätzenden Folgen einer Scheidung aktenkundig hinzuweisen. Im Normalfall läuft es doch so ab, dass es in Kette einer familiären Trennung zu folgenden Gerichtsstreitigkeiten kommen kann: Verhandlung zum Vollzug GewSchG (Mann wirft Frau damit ruckzuck raus), Verhandlung zum Aufenthaltsbestimmungsrecht des gemeinsamen Kindes, Verhandlung zum Sorge-/Umgangsrecht, Verhandlung zum Kindesunterhalt, Verhandlung zur Ehescheidung u. Verhandlung zur vermögensrechtlichen Auseinandersetzung! In der Summe können das schon mal 10000-15000 EUR zusammenkommen, die kein Mensch bar bezahlen kann. Damit entstehen kausal Schulden, die, meißt zu Lasten des Kindes, über Jahre abgezahlt werden müssen. Da viele Menschen sich sowas eigentlich nicht leisten können, muss zwingend vorher der Verbraucher aufgeklärt werden. Es könnte die Justiz enorm entlastet werden!
2) In Familienrecht ist es definitiv so, dass die Mutter immer "betreut" und der Vater nur "Umgang" hat und damit zum Barunterhaltspflichtigen degradiert wird. Viele Väter sind da relativ blauäugig und tappen faktisch in die Falle der Frau "Kind ja, Vater nein!". Die Leistungen in dieser Sache wurden ja bei Frau Schwab/VAMV sogar mit dem Bundesverdienstkreuz honoriert. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, bereits in der Grund- und Mittelschule mit der Aufklärung der Jungen zu beginnen. Die Jungen müssen darauf hingewiesen werden, dass sie für ihre Kinder im schlimmsten Fall allein barunterhaltspflichtig, aber an der Betreuung definitiv nicht mehr teilnehmen werden. Es können so locker finanzielle Schäden bis in Höhe von 200.000 EUR entstehen. Davor sollte man die Jungen bzw. jungen Männer bewahren.
Ich bedanke mich für Ihr Interesse im voraus und verbleibe, in Erwartung Ihrer Antwort,
mit freundlichsten Grüßen