Erfahrungen mit meta.tagesschau Kommentarseiten?
Hallo!
Habe mich da spaßenshalber mal angemeldet und mich bisher nur zu allgemeinen Themen geäußert. Ungewohnt ist die vorgeschaltete Vollzensur (Einzel-Freigabe). Bei zu zynischen Äußerungen hat sie bei mir schon zugeschlagen.
Frage: Wie verhält sich die Zensur dort in Bezug auf geschlechtspolitische Themen? Da der Welt-Jammertag ansteht, möchte ich mich durchaus zu den höchstwahrscheinlich "unser-täglich-Diskriminierung-gib-uns-heute" Artikel äußern.
Muß man die Systemkritik geschickt verpacken so wie im Kabarett der DDR, oder läßt die Zensur da auch durchaus offene, aber sachliche Kritik durchgehen?
Ist es wahr, daß man dort auf die Blacklist einer Stasi2.0 kommt, von wegen "dieses Subjekt könnte gefährlich werden"?
Übrigens habe ich neulich eine private meta.tagesschau.zensiert-Seite entdeckt, wo man zensierte Artikel per c&p einfügen kann, um die Arbeitsweise der Zensur zu dokumentieren.
mfg
Willkommen im Club!
Muß man die Systemkritik geschickt verpacken so wie im Kabarett der DDR,
oder läßt die Zensur da auch durchaus offene, aber sachliche Kritik
durchgehen?
Beim Staatsfernsehen? Du beliebst zu scherzen. Das DDR-Fernsehen war frei im Vergleich mit dem, was wir heute erleben. Nur merkt das keiner, wenn es scheibchenweise geht.
Ist es wahr, daß man dort auf die Blacklist einer Stasi2.0 kommt, von
wegen "dieses Subjekt könnte gefährlich werden"?
Ach Quatsch, nie im Leben. :o)
Übrigens habe ich neulich eine private meta.tagesschau.zensiert-Seite
entdeckt, wo man zensierte Artikel per c&p einfügen kann, um die
Arbeitsweise der Zensur zu dokumentieren.
Dokumentieren ist immer gut, eine sehr wirksame Waffe
Link dazu:
http://meta.tagesschau.de/search/node/frauen
--
Liebe Grüße
Oliver
![[image]](http://img6.imagebanana.com/img/g0fnv3vg/warnhinweiskleiner.jpg)
Dilemma:
Wenn ich dort unliebsame Beiträge schreibe, und die offensichtliche Zensur auf der Privatseite dokumentiere und entlarve, kann ich
a) als User gesperrt werden (da die ihre eigene Entblößung und den Verursacher ja beobachten)
b) in die Kartei einer Stasi 2.0 kommen.
also es lieber ganz lassen?
Übrigens ist mir aufgefallen, daß den größten Vollpfosten ("wegen E10 hungern arme Kinmder in Afrike", sorry will da keinem im Forum hier zu nahe treten) da reichlich Podium bekommen und tiefergehende kritisch-sachliche Analysen eher abgewürgt werden
So was geht!
Anmerkung zur "Erfassung" und "..könnte gefährlich werden ..."
Bei T-Online ist es so: Kommentierst du mit einem Namen und der Beitrag gefällt nicht, dann wird dein "bekannter" Namen beim nächsten Kommentar gleich über die Datenweiche zum Cybermüllkorb geleitet, also garnicht erst veröffentlicht. Wenn du das wiederholst, also mit einem neuen Nick, dann gehts wieder, bis du böse warst, danach selbes Prozedere. Hast du eine feste IP, dann gehts für die noch einfacher. Dann kannst du garnicht mehr schreiben, weil deine IP gesperrt ist.
Beim Petitionsforum des deutschen Bundestages funktioniert das ähnlich. Da musst du dich einloggen, die fummeln zeitgleich auf deinem Rechner rum und wenn denen wass nicht passt, wirst du "abgedreht".
Also warum soll es eine solche Blacklist nicht auch dort geben?
Mittlerweile ist es so, dass der Staat über die Auflösung deiner IP, "Erkenntnisse" deiner Provider (Telefon u. Internetnutzung) zzgl. der Fülle von Informationen aus allen Ämtern, dich als Person identifizieren und dir eine Score-Wert, ähnlich dem Bonitätsindex der Schufa, zuordnen kann. Dieser wird dann entscheiden, was du im Leben noch so machen kannst. Die Staatssicherheit von Erich Mielke war dagegen die blanke Gurkentruppe, hatte damals aber ähnliche "Klassifizierungen". Das Kürzel "KV" in der Stasi-Akte bedeutete z.B. "Kaderverwendung" und hatte zur Folge, dass du nie in das nichtsozialistische Ausland gekommen wärst und niemals in einem Volkseigenem Betrieb einen "Führungsposten" hättest ausüben dürfen.
Merke: Wo ein Genosse ist, da ist die Partei!