Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vorschlag zur Lösung der E10-Regierungskrise

Garfield, Monday, 07.03.2011, 15:22 (vor 5429 Tagen) @ Armageddon

Hallo Armageddon!

Das ist wieder das übliche Lobbyisten-Geklüngel. Wenn unsere Politiker sicher sind, daß sie etwas hier direkt nicht so einfach durchgesetzt bekommen, dann tüten sie es ja immer über die EU ein. Wenn ein entsprechender EU-Beschluß da ist, tun Wirtschaft und Politik immer so, als hätten sie damit gar nichts zu tun gehabt und wären nur durch die EU dazu gezwungen worden.

Als treibende Kräfte sehe ich hier erst einmal die Großgrundbesitzer. Damit meine ich gar nicht allgemein Bauern. Viele Bauern haben das von ihnen genutzte Ackerland nur gepachtet, und weil mittlerweile auch in Deutschland immer mehr Anbauflächen für die Erzeugung von Bio-Treibstoffen verwendet werden, werden Ackerflächen knapp und das treibt auch die Pachtpreise hoch. Das ist vor allem für kleinere Bauern natürlich ein Problem.

Es ist aber so, daß in den letzten Jahrzehnten viele Großaktionäre etablierter Konzerne ihre Gewinne auch in Ackerflächen investiert haben. Die haben natürlich ein starkes Interesse daran, noch mehr durch Bio-Treibstoffe zu verdienen.

Und auch die Autoindustrie hat da Interessen. Erst einmal kann man durch E10 und Preiserhöhungen für (oder gar Abschaffung von) Super-Benzin vielleicht noch einige Besitzer älterer Autos dazu bewegen, sich Neuwagen zu kaufen. Außerdem ist es ja offenbar auch so, daß viele neuere Motoren E10 zwar vertragen, aber damit eine geringere Lebensdauer haben. Auch das ist natürlich gut für die Autoproduzenten.

Unsere Politiker (nicht nur die der Grünen) knallen natürlich wie üblich brav die Hacken vor den Lobbyisten zusammen und werden nun alles versuchen, um den Unsinn trotzdem gegen den Willen der Bürger durchzudrücken.

Und wenn morgen ein Lobbyist daher kommt und anregt, daß man in Zukunft dem Super E10-Benzin auch noch pro Tankfüllung ein Kilo Beton zusetzen muß, dann gibts dafür auch flugs eine EU-Vorschrift. Unseren "Volksvertretern" ist das völlig wurscht. Sie müssen das ja nicht bezahlen, und nach ihnen die Sintflut.

Freundliche Grüße
von Garfield


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