Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ausweitung der Kampfzone: „Säureattentate auf Frauen“

FAZ Leser, Sunday, 06.03.2011, 13:12 (vor 5431 Tagen)

(Sorry, leider noch mal Claudia …)

Sowohl auf der Titel- als auch auf einer Doppelseite verweist die Sonntags-FAZ auf die „Zunahme von Säureattentaten auf Frauen in Südasien“ (leider nicht online).
Daß dies unentschuldbare Verbrechen sind – kein Zweifel. Leider entsteht aber umgehend der Eindruck, die Meldungen sind nur ein Vorwand (O-Ton Roth):

„Diese widerliche Art der Gewalt gegen Frauen muss viel stärker in der Öffentlichkeit thematisiert werden“ … So könnten Internetkampagnen den Druck auf Frauenschänder erhöhen. Die Welt dürfe nicht weiter zusehen, wie die Zahl dieser „unmenschlichen Gewaltverbrechen“ steige … Hilfsorganisationen und Frauenhäuser in Pakistan müssten finanziell besser ausgestattet werden, „um wichtige Präventionsarbeit und Hilfe leisten zu können“

Mal abgesehen von der intellektuellen Dürftigkeit (wie könnten per Internet Frauenschänder beeindruckt werden und möchte Frau Claudia vielleicht wieder Männer zu Interventionszwecken mißbrauchen?) ergeben sich m.E. zwei Schlußfolgerungen:

1. Der deutsche Feminismus spürt die Grenzen seiner Glaubwürdigkeit und seines Einflusses. Die nationalen femin. Mythen sind entlarvt und werden, auch wegen der Nachprüfbarkeit und der eigenen Erfahrungen, immer weniger geglaubt. Als Ausweg bietet sich das Ausweichen auf ferne Länder aus. Der Phantasie ist dann im Zweifelsfall keine Grenze gesetzt und irgendwo wird sich immer eine unterdrückte oder verletzte Frau finden.
2. Der Feminismus ist weder tot noch gibt er von allein auf. Er versucht weiterhin, das Heft des Handelns in der Hand zu behalten


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