Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wie die Bundeswehr Freiwillige gewinnen will

Christian, Friday, 04.03.2011, 00:25 (vor 5433 Tagen)

Nachricht vom 03.01.2011
BERLIN Nach 54 Jahren wurden am Montag die letzten Wehrpflichtigen zum „Bund“ eingezogen. Jetzt muss sich die Bundeswehr um Freiwillige bemühen. Bis zu 15.000 junge Männer und Frauen sollen pro Jahr für den freiwilligen Wehrdienst angeworben werden. Wie soll das konkret aussehen?

* Sold: Die Bundeswehr will junge Menschen vor allem über einen attraktiven Sold anwerben. Wer sich zum freiwilligen Wehrdienst meldet, bekommt nach Angaben eines Sprechers vom ersten Monat an zwischen 777 und 1100 Euro im Monat, je nach Dauer der Verpflichtung. Zum Vergleich: Die letzten Grundwehrdienstleistenden, die am Montag ihren Dienst angetreten haben, bekommen anfangs 282,30 Euro und am Ende der sechsmonatigen Dienstzeit 305,40 Euro.
* Wehrpflichtige halten: Die Bundeswehr wird versuchen, von den letzten Wehrpflichtigen so viele wie möglich zu halten. Deshalb bekommt jeder, der nach dem sechsmonatigen Wehrdienst bei der Bundeswehr bleibt, 100 Euro Prämie pro Monat Weiterverpflichtung zusätzlich zum neuen Sold für den freiwilligen Wehrdienst. Die Zusatzprämie erhöht sich für alle, die für mindestens zwei Jahre unterschreiben, auf 125 Euro pro Monat Weiterverpflichtung.
* Werbung: Junge Männer und Frauen erhalten in den nächsten Wochen Post von den Kreiswehrersatzämtern. Darin werden sie auf die Möglichkeit des Freiwilligendienstes bei der Bundeswehr hingewiesen und bekommen eine Kontaktadresse. Wer nicht auf den Brief reagiert, dessen Name und Adresse wird nach Angaben eines Sprechers des Bundesverteidigungsministeriums automatisch aus der Datei gelöscht. Er wird nicht wieder angeschrieben. Für Zeitungsanzeigen oder Fernseh- und Radiowerbespots gibt es im Verteidigungsministerium bisher noch keine konkreten Pläne.
* Führerschein: Einen kostenlosen Führerschein für alle, die sich zur Bundeswehr melden, wird es nicht geben. Die Idee wird im Ministerium nicht weiterverfolgt. Wie bisher sollen nur diejenigen einen kostenlosen Führerschein bei der Truppe machen können, die auf einem Posten, wo das nötig ist, eingesetzt werden - zum Beispiel als Kommandeursfahrer.
* Soziale Vergünstigungen: Für freiwillig Wehrdienstleistende übernimmt der Bund weiterhin die Einzahlungen in Rentenkasse und Arbeitslosenversicherung. Auch eine Krankenversicherung ist nicht notwendig, weil die Bundeswehr selbst Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser hat. Die Idee, dass die Dienstzeit als Wartesemester für einen Studienplatz angerechnet werden könnte, müsse von den Bundesländern weiter verfolgt werden, heißt es im Verteidigungsministerium. Bildung ist Ländersache.
* Kosten: Für die beschriebenen Maßnahmen zur Anwerbung von Freiwilligen stehen im laufenden Jahr laut Verteidigungsministerium rund 300 Millionen Euro zur Verfügung.

http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/politik/inland/art29862,1143780

Am Sold erkennt man sehr deutlich, dass die Zwangsdienstleisten Männer eigentlich nur missbraucht und ausgebeutet wurden und für gleiche oder erheblich mehr Arbeit nur ein viertel des Lohns erhalten haben gegenüber Frauen!


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