Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Drecksmedien

Garfield, Tuesday, 01.03.2011, 20:52 (vor 5435 Tagen) @ Maurus

Hallo Maurus!

Wenn alle gehen müssten, welche einmal einen Fehler gemacht oder "geschummelt" haben, dann würde kein einziger Politiker mehr im Amt sein und kein einziger Journalist hätte noch einen Job.

Und das wäre doch auch gut so, oder?

Es hängt auch davon ab, welche Auswirkungen der Fehler hatte und ob das Feld, auf dem er begangen wurde, relevant für die momentante Tätigkeit des Betroffenen ist.

Bei Guttenberg war es so, daß er der Öffentlichkeit lange als Saubermann präsentiert wurde, als jemand, der im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen rein gar keine eigennützigen Interessen hätte, als ein edler Aristokrat, der aus reinem Idealismus in die Politik gegangen ist.

Die Wahrheit ist aber, daß kein Idealist in der politischen Hierarchie so hoch aufsteigen kann. Der würde da nämlich nur die etablierten Kreise stören und deshalb schleunigst auf die eine oder andere Weise beseitigt werden.

Und Guttenberg ist - wie die Plagiatsaffäre deutlich beweist - eben leider auch nur ein Windbeutel, jemand, der nach außen hin versucht, einen möglichst schönen Schein zu erzeugen. Sicher gibt es von der Sorte noch viele andere, auch in den Führungsetagen großer Konzerne, wo ab einer gewissen Hierarchiestufe ohne Doktortitel nichts mehr läuft, sofern man nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde und auch sonst keine Beziehungen hat. Davon wird solches Verhalten aber auch nicht besser.

Hinterhältigkeit und Hexenjagt sind heute die Markenzeichen der Medien und nicht mehr seriöse und unabhängige Berichterstattungen.

Zwar stimmt es, daß die Massenmedien nicht sonderlich seriös sind, aber in diesem Fall war die Berichterstattung durchaus angemessen. Guttenberg hat nun einmal Textpassagen abgeschrieben und nicht einfach nur Anführungszeichen und Fußnoten vergessen. Das ist so und für jedermann nachprüfbar - kein Journalist hat es sich ausgedacht.

Und es ist ja auch gar nicht so, daß die Massenmedien nun geschlossen Front gegen Guttenberg machen. Über seine Beziehungen zu wichtigen Zeitungen wie z.B. "BILD" gibt es hier einen guten Artikel:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/333300/333301.php

Da relativiert sich das mit der Hexenjagd doch wieder sehr.

Freundliche Grüße
von Garfield


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