Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der FFN Guttenberg-Song zur Doktorarbeit

FemokratieBlog ⌂, Wednesday, 23.02.2011, 18:59 (vor 5441 Tagen)

Der Song über den deutschen Verteidigungsminister (Dr.) Karl-Theodor zu Guttenberg vom Radio ffn aus Niedersachsen mit aktuellen Bildern.

http://femokratieblog.wgvdl.com/guttenberg-song/02-2011/

Der FFN Guttenberg-Song zur Doktorarbeit

Holger, Wednesday, 23.02.2011, 20:55 (vor 5441 Tagen) @ FemokratieBlog

Der Song über den deutschen Verteidigungsminister (Dr.) Karl-Theodor zu
Guttenberg vom Radio ffn aus Niedersachsen mit aktuellen Bildern.

http://femokratieblog.wgvdl.com/guttenberg-song/02-2011/

Nach der Rede im Bundestag des Plagiators glaube ich vielmehr, daß derlei ihm weiteren Auftrieb bescheren wird.
Wir leben schließlich in einer Gesellschaft, die betrogen werden will

Ansonsten hat Guttenberg gutes Theater gemacht

Rainer ⌂, Wednesday, 23.02.2011, 21:18 (vor 5441 Tagen) @ Holger

Nach der Rede im Bundestag des Plagiators glaube ich vielmehr, daß derlei
ihm weiteren Auftrieb bescheren wird.

Aber was GENAU hat Guttenberg denn nun an guter Politik gemacht? Nichts, nur Theater. In der kurzen Zeit als Verteidigungsminister hat er Informationen seines Staatssekretärs zu Kundus offenbar nicht gelesen (und ihn danach gefeuert, anstatt sich selbst) und den Käptn der Gorch Fock auf Verdacht hin gefeuert (ohne ihn vorher anzuhören).

Ach so, ein Theaterstück hat er auch veranstaltet. Im wilden Afghanistan, mit Stephani und einem gewissen Kerner als Laienschauspieler.

Wenn das der Adel ist, möchte ich nicht wissen wie der Mob aussieht;-)

Rainer

--
[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Ansonsten hat Guttenberg gutes Theater gemacht

Holger, Wednesday, 23.02.2011, 22:41 (vor 5441 Tagen) @ Rainer

Er hat eben den Goebbels gegeben.

Seht her, ich glaube an den Endsieg. An MEINEN Endsieg.

Inscribiret est promoviret:
Quod licet iovi, non licet bovi.
Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt. Könnte prall am Hauptgebäude der 'Universität' Bayreuth stehen. Einer Bildungsanstalt, von der man noch hören wird.

Das Erfolgsrezept des adeligen Herrn:
Chuzpe.
"Hohes Gericht! Beim Urteilsspruch wegen des Elternmordes möge berücksichtigt werden, daß ich nunmehr Vollwaise bin".
Feminat BRD a la carte

Gutti weg, Angela Muberkel weg!

Bero, Thursday, 24.02.2011, 00:33 (vor 5441 Tagen) @ Holger

Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt.
Könnte prall am Hauptgebäude der 'Universität' Bayreuth stehen. Einer
Bildungsanstalt, von der man noch hören wird.

Die ganze Uni hat das nicht verdient, die ist durchaus ganz ordentlich.
Man hat es halt wohl als Formsache angesehen, einen solch hohen Herrn noch zusätzlich mit einem Doktortitel zu schmücken. Nicht so genau hinschauen, gell, Herr Professor? Wir wollen doch nicht, dass unsere geliebte ehrenwerte Universität unter ihren Möglichkeiten bleibt, was Fördergelder angeht?
Wer sich anschaut, wie die heute vergeben werden, etwa als Schmiergelder für die bevorzugte Einstellung von Ariern, nein Frauen sind es heute, kann sich da nicht wundern. Welcher Prof wird seinem Hause schon schaden wollen?
Hier ist eben alles korrupt und verkommen, wie in Griechenland. Nur gibt es hier keine kleinen Fakelakis, sondern richtig fette Zahlungen aus der Staatskasse, ganz offiziell.
Uni Buyreuth (to buy=kaufen) finde ich eine geniale Wortschöpfung...

"Hohes Gericht! Beim Urteilsspruch wegen des Elternmordes möge
berücksichtigt werden, daß ich nunmehr Vollwaise bin".
Feminat BRD a la carte

A propos Feminat: die Muberkel hat sich auch keinen Gefallen getan mit ihrem dummen Spruch, sie brauche einen Minister und keinen Wissenschaftler. Das lässt tief blicken auf die in diesen Kreisen herrschenden ethischen Vorstellungen. Nicht dass es neu wäre, aber es wird selten so deutlich gesagt. Und die wollen Unternehmen einen Verhaltenskodex aufzwingen? Dem Bürger etwas von Recht und Gesetz erzählen? DIE??
Vielleicht gab es aber auch nur einen Anruf von Kissinger. Miss Merkel, Sie wollen doch Kanzlerin bleiben? Dieser Mann bleibt im Amt, comprende?

Ansonsten hat Guttenberg gutes Theater gemacht

Bero, Thursday, 24.02.2011, 00:23 (vor 5441 Tagen) @ Rainer

Aber was GENAU hat Guttenberg denn nun an guter Politik gemacht? Nichts,
nur Theater. In der kurzen Zeit als Verteidigungsminister hat er
Informationen seines Staatssekretärs zu Kundus offenbar nicht gelesen (und
ihn danach gefeuert, anstatt sich selbst) und den Käptn der Gorch Fock auf
Verdacht hin gefeuert (ohne ihn vorher anzuhören).

Was ihn als eiskalten skrupellosen Schweinehund entlarvt. Dabei war er beim Militär und sollte wissen, dass ein Vorgesetzter sich vor seine Leute stellt statt sie dem Pöbel zum Frass vorzuwerfen - zumindest bis ihr Fall gründlich untersucht ist. Womit man übrigens auch punkten kann, Loyalität wird honoriert zumal sie bei unseren Politikern insgesamt nur als Spurenelement vorkommt.

Ach so, ein Theaterstück hat er auch veranstaltet. Im wilden Afghanistan,
mit Stephani und einem gewissen Kerner als Laienschauspieler.

Und dann hat er sich noch ein bissele verschätzt, so um gut 8 Milliarden, die er grosskotzig als Einsparung zusicherte, ohne sich mit den Unterlagen ausreichend vertraut zu machen.
Was für ein Emporkömmling, ein richtiger Medien-Retortenpolitiker. Aber auch die Macht der Bilderberger kennt Grenzen. Die Sache ist noch nicht ausgestanden. Spannend wird, was die Uni Bayreuth zu sagen hat. Der grösste Hammer wäre aber, wenn sein Geistschreiber gefunden wird. Dann macht's knacks, und das Genick ist durch.

Wenn das der Adel ist, möchte ich nicht wissen wie der Mob aussieht;-)

Das ist eher der Odel denn der Adel. Eine uralte Gaunerbande, Raubritter eben

Ansonsten hat Guttenberg gutes Theater gemacht

Puffbesucher, Thursday, 24.02.2011, 00:40 (vor 5441 Tagen) @ Rainer

In der kurzen Zeit als Verteidigungsminister hat er Informationen seines Staatssekretärs zu Kundus offenbar nicht gelesen (und ihn danach gefeuert, anstatt sich selbst)

Ganz nach Gutsherrenart halt.

und den Käptn der Gorch Fock auf Verdacht hin gefeuert (ohne ihn vorher anzuhören).

Letzteren hat er nur suspendiert. Aber es stimmt schon: der wird hochgejubelt und das wohl nicht ohne Grund. Hier soll eine neue Gallionsfigur für die Post-Merkel-Ära aufgebaut werden und darum wird auch so manisch an ihm festgehalten und "zu ihm gestanden".

Kann man vielleicht sogar noch vertreten. Aber andere Menschen sollen wegen einer in den Mund geschobenen Maultasche oder einem Pfandboni für 1,10 schon fliegen

--
...und erlöse uns von dem Bösen.

Innocence in Danger!

Bero, Thursday, 24.02.2011, 01:06 (vor 5441 Tagen) @ Puffbesucher

und den Käptn der Gorch Fock auf Verdacht hin gefeuert (ohne ihn
vorher anzuhören).
Letzteren hat er nur suspendiert.

Aber ohne ihn anzuhören. Gutti scheint Entscheidungen allein danach zu treffen, wie er möglichst gut dasteht in den Medien. Das ist nicht Gutsherrenart.

Aber es stimmt schon: der wird
hochgejubelt und das wohl nicht ohne Grund. Hier soll eine neue
Gallionsfigur für die Post-Merkel-Ära aufgebaut werden und darum wird
auch so manisch an ihm festgehalten und "zu ihm gestanden".
Kann man vielleicht sogar noch vertreten.

Kann man nicht. Man könnte, wenn es sich ansonsten um eine integre Person mit Verdiensten handelte und das sozusagen ein einmaliger Ausrutscher war. So ist es aber nicht. Der Lebenslauf ist eine einzige Ansammlung weisser Flecken und zweifelhafter Angaben, da war doch auch schonmal was? Seine Amtsführung besteht aus Fehlleistungen und ist von Rücksichtslosigkeit geprägt. Er ist ein eitler Medienfatzke, der Kerner und sein Show-Team mit in ein Kriegsgebiet schleppt, samt eigener Ehefrau. Die wiederum profiliert sich mit zweifelhaften Kampagnen, die auf Netzsperren abzielen.
Wenn es etwas Positives an diesem Menschen gibt, soll man das gern in die Waagschale werfen. Aber was sollte das sein?

Aber andere Menschen sollen
wegen einer in den Mund geschobenen Maultasche oder einem Pfandboni für
1,10 schon fliegen

Eben. Zu Recht strenge Massstäbe des Arbeitgebers! Sonst verschwinden ständig Pfandbons, immer nur Kleinbeträge. Auch Ausschussproduktion und Schrott darf man aus genau diesem Grund nicht so einfach mitnehmen.
Was wäre eigentlich mit dir, angestellt bei einer Firma als Dr.-Ing., wenn sich dein Titel als Schwindel herausstellt? Würde da einer fragen, ob du vielleicht Lust hast, zurückzutreten, ob du deinen Job vielleicht ja ganz ordentlich gemacht hast (das hat so mancher Hochstapler durchaus, sonst hätte er sich nicht jahrelang gehalten)? Nein. Das Vertrauensverhältnis wäre zerrüttet, durch Betrug erlangte Dinge sind nichtig, du würdest achtkantig fliegen.
Aber wer ist der Arbeitgeber von Guttenberg?

Innocence in Danger!

Puffbesucher, Thursday, 24.02.2011, 01:18 (vor 5441 Tagen) @ Bero

Eben. Zu Recht strenge Massstäbe des Arbeitgebers! Sonst verschwinden
ständig Pfandbons, immer nur Kleinbeträge. Auch Ausschussproduktion und
Schrott darf man aus genau diesem Grund nicht so einfach mitnehmen.

Nein, eine gelbe Karte, zumal bei langjährigem Arbeitsverhältnis, erwarte ich.

Was wäre eigentlich mit dir, angestellt bei einer Firma als Dr.-Ing.,
wenn sich dein Titel als Schwindel herausstellt? Würde da einer fragen, ob
du vielleicht Lust hast, zurückzutreten, ob du deinen Job vielleicht ja
ganz ordentlich gemacht hast (das hat so mancher Hochstapler durchaus,
sonst hätte er sich nicht jahrelang gehalten)? Nein.

Kann man so sehen. Wobei wiederum zu bedenken ist, dass er ja wirklich Jurist ist, während ein gefakter Ingenieur eben kein Ingenieur ist

--
...und erlöse uns von dem Bösen.

Innocence in Danger!

Bero, Thursday, 24.02.2011, 01:45 (vor 5441 Tagen) @ Puffbesucher

Nein, eine gelbe Karte, zumal bei langjährigem Arbeitsverhältnis,
erwarte ich.

Das wäre bei einem langjährigen Arbeitsverhältnis ohne sonstige Vorkommnisse angemessen, stimmt.

Kann man so sehen. Wobei wiederum zu bedenken ist, dass er ja wirklich
Jurist ist, während ein gefakter Ingenieur eben kein Ingenieur ist

Das erste Staatsexamen wäre auch interessant zu durchleuchten, ja.
Dieser Kerl ist bisher buchstäblich gar nichts von dem, was er so behauptet hat. Kein grosser Geschäftsführer, kein Weltmann mit beruflichen Stationen in Frankfurt und New York, es waren nur Praktika. Der ganze Lebenslauf ist durchzogen von Schwindel. Dagegen steht nicht drin, was er wohl wirklich gemacht hat in der Zeit. Man googele nach "Guttenberg Dossier".
Hier ist also eine rote Karte angebracht. Wir haben es mit einem Hochstapler und gewohnheitsmässigen Schwindler zu tun. Auch wenn die moralischen Massstäbe an deutsche Politiker nicht allzu hoch gesetzt werden können (sonst gebe es keine mehr), das ist dann doch ein bissele viel

Der FFN Guttenberg-Song zur Doktorarbeit

Bero, Thursday, 24.02.2011, 00:14 (vor 5441 Tagen) @ Holger

Nach der Rede im Bundestag des Plagiators glaube ich vielmehr, daß derlei
ihm weiteren Auftrieb bescheren wird.
Wir leben schließlich in einer Gesellschaft, die betrogen werden will

...und die Linken, die das Ganze inszeniert haben, reiben sich mehr als verdutzt die Augen: nanu, das klappt doch sonst immer?
Die ungebrochene Popularität dieses Mannes ist ein Rätsel. Geleistet hat er noch nichts, sich geleistet schon einiges. Liegt's am Weiberwahlrecht?

Wieso die Linken?

Beelzebub, Thursday, 24.02.2011, 02:08 (vor 5441 Tagen) @ Bero

...und die Linken, die das Ganze inszeniert haben, reiben sich mehr als
verdutzt die Augen: nanu, das klappt doch sonst immer?

Was haben die Linken "inszeniert"? Haben die etwa heimlich die ganzen Plagiate in die Dissertation des untadeligen, eigentlich nobelpreiswürdigen, Wissenschaftlers reingeschmuggelt?

Die ungebrochene Popularität dieses Mannes ist ein Rätsel. Geleistet hat
er noch nichts, sich geleistet schon einiges. Liegt's am Weiberwahlrecht?

Die BLÖD-Zeitung braucht halt was, was sie ihren analphabetischen Lesern als Bewunderungsobjekt andrehen kann.

Und die zahlreichen (auch männlichen) Fans des Lügenbarons wollen sich (zumindest bis jetzt) nicht eingestehen, auf einen Blender hereingefallen zu sein.

Beelzebub

Aristokratenverachter

--
"Ihre Meinung ist widerlich. Aber ich werde, wenn es sein muß, bis zum letzten Atemzug dafür kämpfen, dass Sie sie frei und offen sagen dürfen." (Voltaire)

Ich denke, also bin ich kein Christ. (K. Deschner)

Wieso die Linken?

Bero, Thursday, 24.02.2011, 02:18 (vor 5441 Tagen) @ Beelzebub

Was haben die Linken "inszeniert"? Haben die etwa heimlich die ganzen
Plagiate in die Dissertation des untadeligen, eigentlich
nobelpreiswürdigen, Wissenschaftlers reingeschmuggelt?

Die Show haben sie inszeniert. Beim Rotweinchen, im trauten Kreise der Familie, und rein zufällig. Eine Type, dessen Tentakel in die Friedrich-Ebert-Stiftung und Ypsilantis Denktank "Neue Solidarische Moderne" wuchern. Das ist so.
Und es ändert natürlich nichts daran, wie dieser schöne Herr Doktor von und zu zu bewerten ist, jedenfalls bei anständigen Menschen, also nicht Linken und auch nicht diesen Konservativen-Surrogaten der Unchristlichen Dhimmi Union, die in weiser Voraussicht den Halbmond schon im Namen trägt, C*DU.

Die BLÖD-Zeitung braucht halt was, was sie ihren analphabetischen Lesern
als Bewunderungsobjekt andrehen kann.

Das stimmt, zumal Sexy Cora ja nun leider nicht mehr herhalten kann.

Und die zahlreichen (auch männlichen) Fans des Lügenbarons wollen sich
(zumindest bis jetzt) nicht eingestehen, auf einen Blender hereingefallen
zu sein.

Wenn es das allein sein soll, wundert mich, dass in der Vergangenheit Abstürze von beliebten Politikern durchaus schnell gingen.

Aristokratenverachter

Warum? Nichts wäre mir lieber als ein richtiger Aristokrat, dem Tradition und Reputation seines Namens eine Ehre sind, für die er sein Leben gäbe. Ein ehrlicher, aufrichtiger Mensch mit Elitequalitäten, was wäre dagegen zu sagen?

Wieso die Linken?

Puffbesucher, Thursday, 24.02.2011, 02:54 (vor 5441 Tagen) @ Bero
bearbeitet von Puffbesucher, Thursday, 24.02.2011, 02:58

Warum?

Weil die real existierende Aristokratie mit dem, was einige an edlem Menschentum in sie hineinprojezieren, so nicht existiert hat. Lies zum Beispiel nur einmal Samuel Pepys Tagebuch. Über die Vorzüge von so manchen Aristokraten braucht man dann nicht mehr viele Worte zu verlieren. Und bereits die ersten Sätze aus dem journal d'un bourgeois de Paris beklagen sich über deren totale Ignoranz gegenüber dem Elend.

Ein guter Mensch muss nicht gleich als Aristokrat und als Elite vorgestellt werden. Die wahre Elite hat nur allzuoft in allzugroßen Herrenhäusern auf das "Gelumpe" ein paar Hierarchiestufen weiter unten geguckt und sich als etwas Besseres gefühlt. Der ganze prunkvolle Zinnober ist nicht umsonst verjagt worden. Ich weiß, wovon ich rede, meine Vorfahren stammen aus Ostpreußen.

Und das gilt alles auch dann, wenn ich schlußendlich konstantiere, dass es offenbar aber zum Beispiel auch Könige gab, die etwas taugten.

Guttenberg führt gewissermaßen nur die Tradition fort, auch wenn er immerhin was in der Birne hat

--
...und erlöse uns von dem Bösen.

Hätten's die Rechten anders gemacht?

Beelzebub, Friday, 25.02.2011, 02:04 (vor 5440 Tagen) @ Bero

Die Show haben sie inszeniert. Beim Rotweinchen, im trauten Kreise der
Familie, und rein zufällig. Eine Type, dessen Tentakel in die
Friedrich-Ebert-Stiftung und Ypsilantis Denktank "Neue Solidarische
Moderne" wuchern. Das ist so.

Na und? Die wären ja schön blöd, eine solche Steilvorlage nicht auszunutzen.
Zudem hätten's umgekehrt die Rechten ja wohl kaum anders gemacht. Was wäre wohl bei denen (und nicht zuletzt hier im Forum) los gewesen, hätte sich z.B. herausgestellt, dass Frau Dr.phil Antje Vollmer bei ihrer Dissertation oder die Diplomsoziologin Ypsilanti bei ihrer Diplomarbeit gemogelt hat?

Wenn es das allein sein soll, wundert mich, dass in der Vergangenheit
Abstürze von beliebten Politikern durchaus schnell gingen.

Kann noch kommen, die Affaire ist noch lange nicht ausgestanden. Und in Umfragen bei BLÖD-online und anderen online-Zeitungen sieht's schon weit weniger rosig aus für seine Durchlaucht.

Warum? Nichts wäre mir lieber als ein richtiger Aristokrat, dem Tradition
und Reputation seines Namens eine Ehre sind, für die er sein Leben gäbe.

Hmm, da hat unser Lügenbaron wirklich Glück, dass er nicht vor hundert Jahren gelebt hat. Wäre ihm Anno 1911 so was passiert, hätte womöglich sein Vater als gestrenger Familienvorstand eine Pistole vor ihn hingelegt und dazu gesagt: "Ich erwarte, dass du wenigstens jetzt handelst wie ein Ehrenmann!"

Ein ehrlicher, aufrichtiger Mensch mit Elitequalitäten, was wäre dagegen
zu sagen?

Solche Aristokraten gibt's für gewöhnlich nur in der Regenbogenpresse und in Kitschromanen. In der rauhen Wirklichkeit sind sie bestenfalls Durchschnitt und in vielen Fällen das degenerierte Resultat von mehreren Jahrhunderten Inzucht.

Beelzebub

Befürworter der republikanischen Staatsform

--
"Ihre Meinung ist widerlich. Aber ich werde, wenn es sein muß, bis zum letzten Atemzug dafür kämpfen, dass Sie sie frei und offen sagen dürfen." (Voltaire)

Ich denke, also bin ich kein Christ. (K. Deschner)

Wieso die Linken?

Garfield, Thursday, 24.02.2011, 12:39 (vor 5440 Tagen) @ Beelzebub

Hallo Beelzebub!

Was haben die Linken "inszeniert"? Haben die etwa heimlich die ganzen Plagiate in die Dissertation des untadeligen, eigentlich nobelpreiswürdigen, Wissenschaftlers reingeschmuggelt?

Derjenige, der diese Doktorarbeit für Guttenberg geschrieben hat, war bestimmt ein Linker. Guttenberg konnte also gar nichts dafür und wird völlig zu Unrecht beschuldigt! Und edelmütig, wie er ist, nimmt er trotzdem die Schuld auf sich. Ein leuchtendes Vorbild für seine Zunft...

Freundliche Grüße
von Garfield

Der FFN Guttenberg-Song zur Doktorarbeit

Gobelin, Wednesday, 23.02.2011, 21:14 (vor 5441 Tagen) @ FemokratieBlog

Der Song über den deutschen Verteidigungsminister (Dr.) Karl-Theodor zu
Guttenberg vom Radio ffn aus Niedersachsen mit aktuellen Bildern.

http://femokratieblog.wgvdl.com/guttenberg-song/02-2011/

[image]

Der FFN Guttenberg-Song zur Doktorarbeit

Bero, Thursday, 24.02.2011, 00:12 (vor 5441 Tagen) @ FemokratieBlog

Der Song über den deutschen Verteidigungsminister (Dr.) Karl-Theodor zu
Guttenberg vom Radio ffn aus Niedersachsen mit aktuellen Bildern.

Zu jedem Bild ordentlich eine Quelle angegeben. Vorbildlich! ;-)

Ein weiterer Guttenberg-Song zur Doktorarbeit

Rosi, Thursday, 24.02.2011, 01:53 (vor 5441 Tagen) @ FemokratieBlog

Hier habe ich mal von einem Freund ein Lied bekommen.
Das können hier alle gut singen.

Und weil ich's denn nun mal nicht lassen kann, ein Liedlein auf die Melodie der "Vogelhochzeit":

Der Guttenberg, der Guttenberg,
das ist ein kleiner Fälschungszwerg.
Fidirallala, fidirallala, fidiralla-lalla-la.

Urheberrecht mit Füßen tritt,
nimmt sich das Werk von andren mit.
Fidirallala...

Er nennt die Vorwürfe "abstrus",
da war sein Geist wohl selbst konfus.
Fidirallala...

Karl-Theodor, Karl Theodor,
so schießt Du Dir ein Eigentor.
Fidirallala...

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht,
weil er dann nicht die Wahrheit spricht.
Fidirallala...

Ein Vorbild ist er weiter nicht,
der ist zu sehr auf Show erpicht.
Fidirallala...

Beweisen kann man es zwar nicht,
vom Ghostwriter man trotzdem spricht.
Fidirallala...

Und als Minister tritt zurück!
Das wär dann mal von Ehr' ein Stück.
Fidirallala...

Gar manche woll'n ihn weiter zwar,
weil deren Geist noch nicht ganz klar.
Fidirallala...

Die sind noch völlig eingelullt,
als hätt' ihn'n wer ins Hirn gestrullt.
Fidirallala...

Parteienfilz dann helfen tut,
Karl-Theodor, bewahr' den Mut.
Fidirallala..

Passt scho!

Bero, Thursday, 24.02.2011, 12:52 (vor 5440 Tagen) @ FemokratieBlog

Wie der Tagesspiegel berichtet, war zu Guttenberg über die Rhön-Klinikum AG gleichzeitig Student und Sponsor und Stifter eines Lehrstuhls, der der rechtswissenschaftlichen Fakultät zugeordnet war. Also ein Geldgeber der Fakultät, an der er promoviert hat.
Wie beispielsweise hier zu lesen ist, hat zu Guttenberg seine Promotionsurkunde – und damit den Doktor – schon direkt nach der Prüfung am 27.2.2007 erhalten. Die Dissertation wurde aber erst am 28.1.2009 veröffentlicht und das Promotionsverfahren beendet. Dazwischen liegen knapp zwei Jahre.

Als könnte man sich in Bayreuth auf einen Deal mit ihm eingelassen haben. Vielleicht war das dann so, daß man ihm den Doktor gleich als Geschenk hübsch einwickelte, damit es mit der Politik-Karriere vorangehen kann. Und die Dissertation, ja, die soll er halt später mal vorbeibringen. Paßt schon, wie man in Bayern so sagt.

Die Rhön Klinikum AG als Stifter eines ganzen Lehrstuhls an der Uni Buyreuth, ja da muss man sich schon mal erkenntlich zeigen. Sechsstellige jährliche Summen sind ungewöhnlich und schwer einzuwerben.

http://www.forschungsmafia.de/blog/2011/02/24/zu-guttenberg-kuhhandel-statt-ghostwriter/

Guttenberg bedankt sich bei der treuen BILD

Bero, Thursday, 24.02.2011, 12:53 (vor 5440 Tagen) @ Bero

Wenn man diese Meldung mit der tapferen Pro-Guttenberg-Berichterstattung der BILD-Zeitung in Verbindung setzt, ist dies ein handfester Skandal, der eine parlamentarische Untersuchung erfordert. Der Verdacht, Baron zu Guttenberg könnte sich auf diese Art und Weise bei der BILD-Zeitung für deren treue Unterstützung seiner Person bedanken, liegt förmlich auf der Hand. Warum schaltet die Bundeswehr ihre Kampagne nicht in anderen – kritischeren – Medien, die ebenfalls von der Zielgruppe gelesen werden?

Dieser Vorgang ist einer Bananenrepublik würdig. In einer transparenten Demokratie dürfen solche Fälle von Korruption und Amtsmissbrauch nicht passieren. Wenn Baron zu Guttenberg sich denn schon bei der BILD erkenntlich zeigen will, so kann er dies gerne tun – aber aus seinem Privatvermögen und nicht mit Steuergeldern.

Was für ein sagenhafter Filz...

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5157/guttenberg-bedankt-sich-bei-der-bild

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