Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Es hätte besser kommen können, aber es kam schlimmer

Ekki, Monday, 21.02.2011, 10:15 (vor 5443 Tagen)

Hallo allerseits!

Eigentlich hatte ich mir ja geschworen, keine „Leipzig“-Tatorte mehr zu gucken, weil die Männer-Verachtung, die da in den Personen des Ermittlerteams vorgeführt wird, an die Hoch-Zeiten der Reichsfrauenführerin gemahnt. In dieser Reinkultur sieht man das selbst im übrigen Fernsehen selten.

Je nun – auf den anderen Sendern war auch nix G'scheits, und so brach ich den o.g. Schwur.

Diesen Meineid sollte ich bitter bereuen.

Der Film begann so hoffnungsvoll:

Gleich zu Anfang eröffnete Kepler-Wuttke seiner Echse Saalfeld-Keppler, daß er sich nach Wiesbaden wegbewerbe, und machte keinen Hehl daraus, daß er von besagter Echse wegkommen wolle.

Da dachte ich doch tatsächlich:

„Wie schön – vielleicht sind se bei den Drehbuchschreibern endlich aufgewacht, nachdem Naujoks hingeschmissen und das öffentlich damit begründet hat, daß er nicht mehr an der Seite von Furtwängler-Lindholm den Deppen-Mann abgeben wollen. Vielleicht ist auch in Leipzsch endlich Schluß mit dem Männer-Bashing.“

Aber weit gefehlt:

Zunächst einmal rettet Saalfeld-Thomalla in Filmpartner in den letzten Filmminuten aus höchster Todesnot, nachdem diese F… ihm zuvor übler denn je zugesetzt hatte.

Und dann das Entsetzliche:

Saalfeld begleitet Keppler zur Straßenbahn, wo dieser sich nach Wiesbaden verabschieden will. Aber als die Straßenbahn wegfährt, wird der Zuschauer seiner unter den Einsteigenden nicht gewahr.

Und ahnt das Grauen.

Und tatsächlich:

Nachdem die Straßenbahn weg ist, kommt Keppler wieder auf Saalfeld zu und meint:

„Ich kann dich doch nicht allein lassen.“

Darauf sie:

„Sag' ich doch.“

Dabei hatte der Film so hoffnungsvolle Momente:

Nachdem Saalfeld Thomalla von den Karriereänderungsplänen ihres Ex erfahren hatte, guckte sie in einigen Szenen so ganz bedröppelt, nach dem Motto: „Und mit wem soll ich jetzt den Fußboden wischen?“

Er bleibt aber doch bei ihr – auf eine unnachahmlich und unüberbietbar treu-doofe Weise.

Da kann man sich jetzt ja in den nächsten „Leipzig“-Tatorten auf was gefaßt machen ...

Aber ICH gucke mir diese Scheiße garantiert nicht mehr an.

Peter Sodann mag ja (s. seine Bundespräsidenten-Kandidatur für die „Linke“) ein Kauz sein – aber die „Leipzig“-Tatorte mit ihm waren für mich immer ein Fest.

Es wird nix mehr mit diesem Land.

Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum