Hollstein: Gut gemeint aber zu viele Illusionen
Für uns steht in diesem recht ausführlichen Artikel nicht viel Neues drin, aber mann muss anerkennen, dass er erstens keine Pudeleien enthält und zweitens in der Financial Times an bedeutender Stelle platziert wurde und gegen den Quotenwahn recht gut anzuargumentieren weiß.
Hollstein geht es erkennbar darum, das Prinzip der Frauenförderung nun auch endlich mal für die Männer anzuwenden. Damit habe ich so meine Schwierigkeiten, denn dies würde eine weiter Aufblähung staatlicher Kontrollbefugnisse und Implementierung weiterer Genderbürokraten bedeuten. Der Staat würde sich zum Richter und Planer dafür machen, was als männlich erlaubt und förderungswürdig ist. Im Übrigen würde das eine gewaltige Summe kosten.
Ich glaube, die 1970 – 2000-er Jahre lassen sich für die Männer nicht imitieren. Für linksreformistische Projekte, wie sie den Frauen in diesem Zeitraum zugute kamen, ist längst kein Geld mehr da. Die Finanz und Verschuldungskrise ist zum Dauerzustand geworden. Überall wo der Staat eingreift, fördert er gesellschaftliche Desintegration, Verarmung und Entrechtung der Bevölkerungsmehrheit. Wenn die Männer nun langsam aufwachen, können sie aus den Rezepten der staatsfeministischen Lobbyarbeit für sich nichts mehr lernen. Ihre Situation ist eine völlig andere. Die Erfolgsgeschichte des Feminismus lässt sich für sie nicht wiederholen.
Es ist die Illusion, (die möglicherweise auch Arne Hoffmann teilt), von Hollstein als ginge das. Vorgänge in Sachsen und Berlin zeigen jedoch , dass selbst der fette, wohletablierte Staatsfeminismus seinen Zenit mittlerweile überschritten hat und zerfällt. Dies hat er nicht den Männerrechtlern zu verdanken, sondern einfach der Tatsache, dass die Regulierungsfähigkeit des Staates als ganzes langsam erlischt. Der Staat als Helfer der Emanzipation wird wohl nicht in Anspruch genommen werden können, egal wie laut das Bundesforum schreit und nach Geld und Pöstchen lechzt.
Es ist nicht gesagt, dass der Antifeminismus humane Zustände schafft, nur weil er antifeministisch ist. Was verhindert werden muss ist, dass Entstaatlichung dasselbe wird wie Entgesellschaftlichung. Die Aussicht, dass nach dem Ende des Genderstaates ein Mafiasyndikat dessen Macht beerbt (wie im Kosovo), sollte jetzt schon problematisiert werden. Man beobachte die Eu-gelben, die ganz klar Anzeichen für diese negative Option erkennen lassen
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jens_,
20.02.2011, 14:46
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Cardillac,
20.02.2011, 21:00
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Rechter,
21.02.2011, 02:44
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Dummerjan,
21.02.2011, 08:00
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Cardillac,
20.02.2011, 21:00