Österreich: ÖVP macht Schenk in Richtung Frauenquote
"Mitterlehners Plan
Mitterlehner hat seinen Plan für die Selbstverpflichtung konkretisiert: In Unternehmen, an denen der Bund mehr als 50 Prozent hält, sollen demnach bis 2013 25 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein, bis 2018 30 Prozent. "Aufsichtsräte werden in der Regel alle fünf Jahre bestellt. Man muss daher die Anreize schrittweise setzen, um niemanden zu überfordern", erklärte er. Private Unternehmen sollen im Corporate Governance Kodex ebenfalls eine stärkere Selbstverpflichtung eingehen, so Mitterlehner.
Ähnliches hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek wiederholt gefordert. Zuletzt kam das Verlangen nach Frauenquoten für die Spitze staatsnaher Unternehmen auch schon von ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm.
Grüne erfreut, FPÖ und BZÖ dagegen
Der Schwenk der ÖVP hin zu Frauenquoten in Aufsichtsräten ist am Samstag auf positives Echo bei den Grünen gestoßen. Frauensprecherin Judith Schwentner ortete einen Schritt in die richtige Richtung, verlangte in einer Aussendung allerdings mehr Tempo. Entschieden gegen die "unsinnige" Diskussion äußerte sich die Freiheitliche Carmen Gartelgruber. Für Martina Schenk vom BZÖ bedeutet jede Quote Diskriminierung und Herabwürdigung."
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Frauenquote-OeVP-lenkt-ein/18152713
Gruß, Kurti