Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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ZDF log in: Frauenquote - ja oder nein?

Gobelin, Thursday, 17.02.2011, 08:44 (vor 5447 Tagen)

Linga hat die Sendung ja hier

http://wgvdl.com/forum/index.php?id=172161

angekündigt.

Zusammenfassung d. Sendung:

Gegen den Goldröckcheneffekt
CSU-Politikerin Haderthauer wirbt für flexible Frauenquote

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/10/0,3672,8212970,00.html?dr=1

Kurzer Zusammenschnitt:

http://login.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,8058725,00.html?dr=1

ZDF log in: Frauenquote - ja oder nein?

Oliver, Thursday, 17.02.2011, 09:29 (vor 5447 Tagen) @ Gobelin

Aber eine Abstimmung auf der HP lassen sie nicht machen.
FeiglingeInnistinnen!
;-)

--

Liebe Grüße
Oliver


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Login? Besser war "Logout"!

FEMhunter, Thursday, 17.02.2011, 10:13 (vor 5447 Tagen) @ Gobelin

Wer am gestrigen Abend etwas Neues von der feministischen Front erwartet hätte, der wurde schlichtweg enttäuscht. In den Gräben lagen sich unversöhnlich gegenüber im geschlechtlichen Ungleichverhältnis, eben ohne Quote!, die PR-Tröten des Feminismus und ein Mann. Cherno Jobatai, alle kannten ihn bisher als Moderator im GEZ-Sorglosland aus diversen Unterhaltungssendungen, schien vom Gesamtproblem im Lande, das zweifellos nichts mit der Quote gemein hat, noch nie etwas gehört zu haben. Fast hätte ich den Eindruck, eine Verpudelung im Anfangsstadium erkannt zu haben, man könnte es allerdings auch noch als blanke Naivität durchgehen lassen.

Dann ging das feministische Trommelfeuer wieder los. Auffällig war, dass im geladenen Publikum die bisherige Propaganda nicht ohne Wirkung geblieben ist. Während die männlichen Gäste durchweg die Quote, nicht aber die Gleichberechtigung, ablehnten, wurde von weiblichen/feministischen GästInnen die Quote durchweg als sinnvoll und zwingend angesehen. Von wirtschaftlichen Hintergründen oder der „Realisierbarkeit vor Ort“ schienen die Girlies im Publikum, die teilweise seltsam aussahen, allerdings keine Ahnung zu haben. Meredtih Haaf kündete uns mit Brisco-Schneider-„Hallo liebe Liebenden“-Stimme und „Ich-fall-in-der Fussgängerzone-auf-Haarschnitt“, nichts anderes, als was wir bisher von ihr kannten: kaum an Dümmlichkeit und Kurzsichtigkeit zu überbietendes Gelaber. Belanglos waren auch die Zuschauerfragen per Twitter bzw. Email, die zweifellos eine Vorsortierung erkennen liesen. Damit das nicht so auffiel, lies man dies von einer attraktiven Moderatorin namens Milena vom Wetterkartenmonitor vortragen. Hier im Forum bekannt dafür, dass es aus ihrer Sicht keine Männer-/Jungendiskriminierung gibt: DauerGrinseKatze Christine Haderthauer. Fragen, warum Frauen zwar die bessere Ausbildung haben, aber in der Wirtschaft trotzdem nicht die Vorstände erreichen, konnte sie sachlich nicht erklären. Ständig wich sie aus und schob Scheinargumente wie „Frauen kommen nach der Schwangerschaft nur schlecht wieder in ihren alten Job!“ vor. Dazu muss man anmerken, dass die Arbeitsämter ja schließlich auch den Status „ungelernt“ anerkennen, wenn man 2 Jahre oder mehr nicht in seinem Job tätig war. Also keinesfalls Schuld der Männer, sondern staatliches Prinzip. In diesem Stile ging es mit Haderthauer, Kette um Hals, jedenfalls die ganze Sendung weiter. Völlig überdreht und in Tschaka-Manier heischend (Wiesn-Laune) hob sie jedesmal die VictoryFinger, wenn mal jemand ihrem Wunsch nach Quote zustimmte. Der einzige Mann, mit völlig sachlichem Blick auf die Gesamtproblematik, ein junger PR-Manager, erschien im Konzert der feministischen Schaafherde wie das einzig Schwarze. Teils wurde sich über ihn lustig gemacht, um in so offensichtlich vor dem Publikum einer Überzeugung zuzuführen. Es gelang jedenfalls nicht, obwohl man ihn unpassend, weil anderen ideologischen Standpunkt, neben den feministischen Tröten platziert hatte. Übrigens fand ich es toll, dass man die Haderthauer hat die ganze Sendung wie eine TrottelIn in der Mitte des Studios hat an ihrem Tisch allein stehen lassen. Die ZDF-Redaktion hatte im Vorfeld erkannt, dass ihr ständiges Grinsen und affektiertes Lachen (Wiehern) offensichtlich viel Raum braucht.

Woran´s nun richtig lag, dass Frauen angeblich nicht „vorwärtskommen“ wurde wieder mal nicht geklärt. Die Schuld bei sich selbst zu suchen, wurde aber ausgeschlossen und war auch nicht Thema der Sendung. Ha! Dann war da noch der „sprechende Stein“! Mir fällt der Name, auf Grund mangelnder Attraktivität und dem üblichen Doppelnamen, nicht mehr korrekt ein. Jedenfalls wirkt die Dame mit roter Brille im UnternehmerInnenverband, bekam dort trotz Schwangerschaft den Geschäftsführerposten angeboten und stellte eigentlich DIE FRAGE des ganzen Abends: „Warum bleibt eigentlich die ganze Kindesbetreuung immer an den Frauen hängen?“ [/i]Diese Frage hätte ich ihr gerne in der Sendung selbst beantwortet: „Ja, meine lieben Frauen, weil das die Familiengerichte und Jugendämter so wollen! Macht euch stark, grenzt die Väter nicht mehr aus und nutzt sie alleinig nur als Zahlschweine! Ihr seid selbst Schuld, wenn ihr euch das vom Staat gefallen lasst!“ Die Schuld an dem weiblichen „Versagen“ liegt offensichtlich beim Staat selbst und ist eine bahnbrechende Erkenntnis!

Alles in allem wieder mal eine der üblichen Trötensendungen, derer es viele gibt und sicher in der nächsten Zeit noch ganze Staffeln folgen werden. Übrigens wurde die Zahl der zu vergebenden Vorstandspöstchen mit ca. 180 „bemessen“. Bezogen auf den Gesamtumfang der PR-Aktionen sicherlich kein gutes Verhältnis von Aufwand zu Nutzen, aber was tut man nicht alles für seit Tausenden von Jahren unterdrückten Frauen. Kurz angerissen, aber jäh fallengelassen wurde das Thema „Drecksjobs“. Kein Thema sicherlich, denn „frau strebt“ ja nach Höherem.

Am Schluss der Sendung war ich aber irgendwie froh, das alles ohne Hirnschaden überlebt zu haben.

Danke für den Bericht und...

Christine ⌂, Thursday, 17.02.2011, 11:00 (vor 5447 Tagen) @ FEMhunter

hier noch der Link der ZDF-Mediathek für jene,die sich das antun wollen:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1260592/ZDF-log-in:-Frauenquote---ja-oder-nein?

Im übrigen, zu nachtschlafender Zeit lief um 0:30h eine Doku im ZDF mit dem Titel:

Wenn Kinder trauern - Trennungsschmerz spielerisch verarbeiten

Leider kann ich über diese Sendung nichts berichten, da ich um diese Zeit idR schlafe.
Unabhängig davon, ob die Sendung nun gut war oder nicht, der Trennungschmerz von Kindern ist natürlich bei weitem nicht so wichtig, wie das Thema Quotenfrauen in Aufsichtsräten. Da habe ich vollstes Verständnis für :-(

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

ZDF log in: Frauenquote - ja oder nein?

Roslin, Thursday, 17.02.2011, 11:16 (vor 5447 Tagen) @ Oliver

Aber eine Abstimmung auf der HP lassen sie nicht machen.
FeiglingeInnistinnen!
;-)

Ergebnis des letzten ZDF-Politbarometers: 54% gegen die Frauenquote.
Und das nach Wochen der Propaganda in den wie gleichgeschaltet agierenden Medien.
Prinzip: 5 QuotenbefürworterInnen streiten sich, ob Pflichtqute oder "freiwillige" Pflichtquote, also über die Frage, ob Sozialismus sofort oder Sozialismus gleich.

Pluralismus, insbesondere feministischer Pluralismus, ist doch etwas herrlich Dämliches

Danke und csU_Quoten

adler, Kurpfalz, Thursday, 17.02.2011, 13:51 (vor 5447 Tagen) @ FEMhunter

Hatte mich gestern geärgert, dass ich die Sendung verpasst habe. Nun sehe ich, dass das ein Glück war. Es hätte mein Leben wieder um ein paar Stunden verkürzt. Herzlichen Dank, für diese Zusammenfassung. Ich nehme mal an, dass sie von dir ist.

Wenn du bei Cherno Jobotay oder wie immer der sich schreibt, glaubst, 'eine Verpudelung im Anfangsstadium' erkannt zu haben', dann musst du deinen Pudeldetektor neu justieren. Von wegen Anfangsstadium, er ist ein Prachtexemplar, dazu noch weichgespült bis zum Geht-Nicht-Mehr, Ziel: Mamas Liebling und Everybodies Darling.

Er fing vor fast 20 Jahren beim Frühstücksfernsehen an als Afrika-Quote. Dann hatte er mal eine SA-Abendsendung, Verstehen Sie Spaß o.ä, womit die Quote aber sichtlich überfordert war.

Die Anderen hast du richtig gut beschrieben. Insbesondere die Haderthauer als DauerGrinseKatze zu bezeichnen, finde ich sowas von gelungen ;-))

Als OT fehlt mir bloß noch eine gute Bezeichnung für die andere csU-Quote, die Industrietrojanerin für Verbraucherverarsche, die Aigner. Wegen dieser hohlen Nuß (wie C.H), muß ich mir seit Januar letzten Jahres meine Milch im Öko-Lädchen kaufen. Seitdem darf nämlich Frischmilch im Regal stehen, die gar keine ist. ESL-Milch, so hat sie damals sich von der Industrie diktieren lassen, darf sich jetzt offiziell und abgesegnet auch Frischmilch nennen. Das war ihre erste Amtshandlung.

Gruß
adler

--
Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar

ZDF - bleibt sich treu

Narrowitsch, Berlin, Thursday, 17.02.2011, 14:00 (vor 5447 Tagen) @ Gobelin

Was Baptist Kerner mit seinem Hermann-Skandal sichtbar werden ließ, führt der Gutelaunebär, nein,-pudel, Jobatey fort: feministisches Fernsehen, uninteressiert an seriöser Berichterstattung über Geschlechterfragen, immer zur Stelle, wenn es um Kampagnen zugunsten von Frauenprivilegien geht, unterwürfig - tendenziös in so ziemlich allem, was der Sender ausstrahlt - eine aufgeblähte Propagandakompanie der Political Correctness, nicht nur bezüglich der Weiblichkeit, immer im Gleichschritt und Gleichklang mit Schwesterchen ARD.

Jobatey und seine Crew entblöden sich nicht, Werbung für Mädchenmannschaften zu betreiben, entblödet sich nicht die neuste (Hardentauer-) Argumentationsblüte im Sumpf der Quotenpropaganda zu pflegen: Männer zehrten seit je her von einer annährend 100% Quote. Überflüssig zu erwähnen, dass auf der Besetzungsliste der Schmierenposse übliche Verdächtige aufgeführt stehen - die die Antworten rhetorische Fragen, wie erwartet aufsagten. Auf Anwesenheit Frau Schwarzers können die Sender längst verzichten, es stehen HIWIs in Massen bereit, ihren Part zu spielen.

Nicht Opas Kino ist tot, das öffentlich-rechtlichen Geflimmer siecht blutarm dahin, ausgesaugt vom Femivampirismus.

Ohne Femhunters dankenswerte Analyse und Deine Hinweise, Goblin, hätte ich mir das Gesabbel nicht angetan. Nun aber sage ich, es war interessanter als vermutet der medialen Agonie des ZDF ein weiteres mal beizuwohnen.

Wer an der Überflüssigkeit einer Quote aus Gründen einer Unterrepräsentanz frauenfreundlichster (ein Euphemismus-klar) Fürsprache zweifelt, sei dieses ZDF-Gerede empfohlen; die Pudelmannschaften dort leisten mehr, als manche Feminstin sich träumen ließ.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

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