War doch alles nicht so gemeint!
Vor 'nem knappen Jahr war "Management-Guru" Reinhard K. Sprenger noch geradezu fanatisch-lila überzeugt von der Existenz einer "gläsernen Decke", die die Frauen angeblich von ihrem ihnen zustehenden Erfolg abhält, wir erinnern uns. Was trat er da nicht alles an selbstdiffamierenden Unflat gegen seine Geschlechtsgenossen los...
Nun zitiert ihn für diese an Unwissenheit für einen Top-Akademiker kaum zu überbietende Liebedienerei sogar schon die Omma. Offenbar schmeckt diese Sympathie von feministischer Seite Herrn Sprenger nicht so ganz und er rudert (mehr als) vorsichtig zurück. Das hört sich dann schon ganz anders an..
War doch alles nicht so gemeint!
Der neue Artikel liest sich so als hätte er hier und an anderer Stelle mal mitgelesen und sich mal Gedanken über einige der unbestreitbaren, wissenschaftlich belegten Fakten gemacht..
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"In dubio pro femina - Im Zweifel für die Frau"
Grunsatz westlicher Gesetzgebung und Rechtsauslegung
War doch alles nicht so gemeint!
Ja, z.B. hier
Er hat´s gefühlt, jetzt können es alle fühlen ......
Frage: "In einem Artikel der Zeitschrift "Emma", der kürzlich erschienen ist, werden Sie zitiert. Dort sagen Sie, dass es einen "Klub" von Männern gibt, die lieber unter sich bleiben."
Antwort: "Dieser Klub existiert natürlich nicht wirklich, sondern dieser Klub besteht im Wesentlichen darin, dass Männer sich im Wettbewerb immer auf Männer beziehen. Wenn Frauen überhaupt eine Karriere machen, dann nur, weil sie ein Spiel "off the records" spielen, ein Spiel, das mit ihnen gar nichts zu tun hat."
Aha, wieder mal was "gefühltes" ...
Er hat´s gefühlt, jetzt können es alle fühlen ......
Sprenger spricht ja immer gern über "Verantwortung" (seine absolute Lieblingsvokabel; siehe seine Buchtitel). Interessant ist in diesem Zshg., dass er beim Welt-Artikel (den er immer noch auf seiner Homepage feiert) die "Schuld" - sprich: Verantwortung - an der "Misere der Frauen" den bösen Männern (bzw. deren perfiden "Klub") zuschrieb.
Nun sind plötzlich die (pardon) Weiber in ihrer "Millionen Jahre alten Biologie" gefangen und aufgr. ihres "prinzip. Hangs zu Selbstschonung" bzw. dem Unbehagen körperl. Anstrengung gegenüber selber schuld! Das ist doch etwas völlig neues: näml. das genaue Gegenteil (wenn auch in eine für ihn typ. schönfärberische Wortsuppe getunkt)!
Aber immer scheint's in der Hauptsache drum zu gehen, Frauen in den Krieg um ökonom. Rang- und Hackordung zu drängen, dies sei was grundsätzl. "Positives und Erstrebenswertes" (auch wenn frau dadurch "ihr Leben verkürzt"). Dass genau dies einen Kern der feminist. Ideologie ausmacht, soweit ist er aber bisher in seinen ("hochempirischen") Überlegungen noch nicht vorgedrungen.
Aber was soll man von einem Ökonomen, der den Erfolg der Frauen von den "Notwendigkeiten des Arbeitsmarktes" abhängig macht, auch erwarten!? Sie sind und bleiben für ihn "Humankapital" (nicht mehr u. nicht weniger). Immerhin hat er erkannt, daß Frauen Kinder gebären könn(t)en und sich dadurch schon rein äußerlich erhebl. vom Manne unterscheiden..
PS
Mal 'ne akadem. Frage: Hat's den Humanoiden in seiner heutigen Form "vor Millionen von Jahren" überhaupt schon gegeben? Oder war er da noch so 'ne Art "Pantoffelheld" - äh - tierchen?