Sprenger spricht ja immer gern über "Verantwortung" (seine absolute Lieblingsvokabel; siehe seine Buchtitel). Interessant ist in diesem Zshg., dass er beim Welt-Artikel (den er immer noch auf seiner Homepage feiert) die "Schuld" - sprich: Verantwortung - an der "Misere der Frauen" den bösen Männern (bzw. deren perfiden "Klub") zuschrieb.
Nun sind plötzlich die (pardon) Weiber in ihrer "Millionen Jahre alten Biologie" gefangen und aufgr. ihres "prinzip. Hangs zu Selbstschonung" bzw. dem Unbehagen körperl. Anstrengung gegenüber selber schuld! Das ist doch etwas völlig neues: näml. das genaue Gegenteil (wenn auch in eine für ihn typ. schönfärberische Wortsuppe getunkt)!
Aber immer scheint's in der Hauptsache drum zu gehen, Frauen in den Krieg um ökonom. Rang- und Hackordung zu drängen, dies sei was grundsätzl. "Positives und Erstrebenswertes" (auch wenn frau dadurch "ihr Leben verkürzt"). Dass genau dies einen Kern der feminist. Ideologie ausmacht, soweit ist er aber bisher in seinen ("hochempirischen") Überlegungen noch nicht vorgedrungen.
Aber was soll man von einem Ökonomen, der den Erfolg der Frauen von den "Notwendigkeiten des Arbeitsmarktes" abhängig macht, auch erwarten!? Sie sind und bleiben für ihn "Humankapital" (nicht mehr u. nicht weniger). Immerhin hat er erkannt, daß Frauen Kinder gebären könn(t)en und sich dadurch schon rein äußerlich erhebl. vom Manne unterscheiden..