Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Feminismus Intl.: Mexikos Frauen in Gefahr!

FEMhunter, Tuesday, 15.02.2011, 15:56 (vor 5449 Tagen)

"Das Patriarchat bringt uns um"
Norma Cacho über Militarisierung und Gewalt gegen Frauen in Mexiko

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Wie reagieren die Frauenorganisationen und die feministischen Kollektive angesichts dieser Verbrechen? Was sind ihre Forderungen?

Wir prangern schon seit vielen Jahren die Vergehen an, die von Militärs begangen werden und für die sie vom Staat nie zur Rechenschaft gezogen werden. Wir verfolgen sowohl eine juristische als auch eine politische Strategie, die sich nach den jeweiligen Bedingungen und Kontexten ergänzen. Aber Anzeigen und Prozesse sind nicht ausreichend. Sie erhalten nur dann eine Bedeutung, wenn sie von politischen Protesten und sozialer Mobilisierung begleitet werden. Einige Gruppen konzentrieren sich auf Forderungen im Bereich der öffentlichen Politik, um die Sicherheit der Frauen zu garantieren. Es gibt interessante Ergebnisse, wie das Recht auf ein Leben ohne Gewalt, ein Gesetz, das kürzlich von mehreren Bundesstaaten ratifiziert wurde - leider mit bedeutenden Einschränkungen.

Inwiefern?

Die Gesetze werden zu leeren Worten, solange die Gesellschaft nicht ihre Verantwortung im Kontext der Reproduktion der Gewalt übernimmt. Eine unserer Hauptforderungen ist, dass die Morde an Frauen als Feminizide anerkannt werden. Feminizid bedeutet, dass Frauen ermordet werden, weil sie Frauen sind. Der Begriff ermöglicht eine öffentliche und politische Auseinandersetzung, weil er die Gewalt gegen die Frauen aus dem privaten Ambiente hervorholt und die Verantwortung des Staates offenlegt, der durch aktives Handeln oder Unterlassungen die strukturelle Gewalt gegen Frauen fördert. Wir kämpfen für die Dekonstruktion des Patriarchats und die Transformation der ungleichen Beziehungen, die die Frauen historisch unterdrücken. Das patriarchale System bedeutet Erniedrigung und Unterordnung. Es legitimiert die Gewalt, lässt sie zu und reproduziert sie. Es bringt uns um.

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..... überall dasselbe Gelaber, weltweit. Diese endlosen Leiern sind mittlerweile im internationalen Einsatz!

Mexikos Frauen in Gefahr!

Christine ⌂, Tuesday, 15.02.2011, 16:40 (vor 5449 Tagen) @ FEMhunter

Von 2006 bis heute zählt man durchschnittlich 2500 bis 2600 Morde pro Jahr in der Stadt. Von den Opfern sind acht bis zehn Prozent Frauen. Logischerweise ist es schwierig auszumachen, wie viele davon unter die Kategorie feminicidios fallen.

http://anonym.to/?https://www.ssl-id.de/ila-bonn.de/artikel/ila341/mexico_feminicidios.htm

Ansonsten geht es auch auf dieser Seite um die Unsichtbarkeit von Frauenmorden.

Anfang der 90er Jahre hat Ciudad Juárez traurige Berühmtheit damit erlangt, dass in dieser Stadt das Phänomen des feminicidio erstmals als solches beschrieben und damit fass- und bekämpfbar gemacht wurde. Da ist es geradezu grotesk, dass es genau hier wieder unmöglich zu werden scheint, Frauenmorde als spezifische Form der Gewalt hervorzuheben und zu bestrafen.

Nachfolgend noch eine Seite zu int. Selbstmorde, Morde u.ä.

http://www.castelligasse.at/Politik/Selbstmord/selbstmord.htm

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

AW: Mexikos Frauen in Gefahr!

FEMhunter, Tuesday, 15.02.2011, 17:08 (vor 5449 Tagen) @ Christine

Ich stelle echtes Leid nicht in Abrede, aber durch das "Opfergeheul" der Feministinnen, werden ehrliche Frauen direkt und nachhaltig geschädigt. Wer hört denn da noch hin, wenn uns so ein Jammertrommelfeuer tagtäglich beschallt. Wer 1x grundlos "Hilfe" brüllt, wird im Ernstfall möglicherweise mal nicht Ernst genommen!

Feminismus Intl.: Mexikos Frauen in Gefahr!

Gismatis, Basel, Tuesday, 15.02.2011, 19:05 (vor 5449 Tagen) @ FEMhunter

Das liegt einfach daran, dass sich Frauen auf der ganzen Welt als das besondere Geschlecht betrachten. Deshalb muss alles, was Frauen widerfährt, besondere Beachtung erfahren, auch das, was auf Männerseite völlig normal ist. Dadurch wird ihr Sonderstatus immer wieder hergestellt, was heute durch die nicht mehr so eindeutigen Geschlechterrollen wichtiger denn je ist. Als Frau keine besondere Beachtung mehr zu kriegen, wäre für mache Feministin das Schlimmste.

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